Priesterjubläum: „Unschätzbare Perle“

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Gelöste Stimmung beim Festgottesdienst für Georg Blabsreiter, der seit 50 Jahren Priester ist.

Obing - Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche feierte Pfarrer Georg Blabsreiter sein 50-jähriges Priesterdasein und erlebte dabei die große Wertschätzung der Pfarrgemeinde und seiner Amtskollegen.

Die Chöre des Pfarrverbandes sangen, auf Wunsch des Jubilars, die Orgel solo Messe von Mozart und ernteten dafür begeisterten Applaus. Gemeinsam mit Dekan Thomas Schlichting, Pfarrer Martin Klein, Pfarrer Valentin Tremmel, den Diakonen Sepp Stürzer und Wolfgang Mösmang und Pfarrer Paul Campeei, einem befreundeten Priester der extra aus dem Gardatal angereist war, feierte Blabsreiter seinen Festgottesdienst.

Dekan Thomas Schlichting hob in seiner Festpredigt die Aufgabe des Priesters als Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen hervor. Erst wenn die Nachfolger Gottes und das Volk zusammen kämen, werde ein Schuh daraus. Pfarrer, Diakone und pastorale Mitarbeiter seien die Schuhmacher. Ein Pfarrer müsse mit dem Kopf beim Bischof und mit dem Herzen beim Menschen sein und diese Fähigkeit habe Blabsreiter bewiesen. In einer Pfarrgemeinde, "über dem Inntal thronend und dem Himmel etwas näher als die da drunten", mit einem Menschenschlag, der sich seiner selbst durchaus bewusst sei, habe Blabsreiter mit seinem verschmitzten Lächeln immer den richtigen Weg gefunden. Er habe es verstanden, das theologisch Rechtliche mit dem menschlich Richtigen zu verbinden. "Du bist eine Perle von unschätzbarem Wert", lobte Schlichting. Mehr gäbe es dazu nicht zu sagen, schloss sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Resi Bauer an.

Thomas Schmitz dankte "Onkel Schorsch" im Namen aller Ortsvereine für seine seelsorgerische Arbeit und sein offenes Ohr für die Vereinsbelange. Daher hätten die Ortsvereine beschlossen, den Jubilar weg zu schicken - aber nur zur Kur. Er überreichte einen Umschlag, "dessen Inhalt für ein bis zwei Tage reichen sollte", sagte Schmitz, "damit Du uns gesund und erholt noch lange erhalten bleibst".

Dr. Michael Elsen gratulierte im Namen der Cartell- und Bundesbrüder von der katholischen Studentenverbindung. Amüsiert schilderte er unter anderem, wie Blabsreiter während seiner Studentenzeit ein Zimmer in einer Landwirtschaft bewohnt hätten und schon mal "beim Kaibeziang" geholfen habe.

Bürgermeister Hans Thurner und seine Amtskollegen aus Pittenhart und Kienberg überbrachten ihre Wertschätzung und dankten für die gute Zusammenarbeit. Pfarrer Martin Klein fasste sich kurz: "Du bist ein Geschenk des Himmels und immer da wenn man Dich braucht. Amen".

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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