Eine MiG-21 als Wahrzeichen

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Unternehmer Johann Holzmayr vor seiner MiG-21.

Unterreit - Eine russische MiG-21 ist in der kleinen Gemeinde Unterreit "gelandet". Das silberne Kampfflugzeug soll dort dauerhaft bleiben und pink angestrichen werden.

Der Stahlbau-Unternehmer Johann Holzmayr aus Unterreit kaufte vor einigen Jahren den berühmten Düsenjet des Typs Mikojan-Gurewitsch oder kurz MiG-21 in Halberstadt. Dort diente er einst der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR-Streitkräfte.

Russisches Kampfflugzeug in Unterreit "gelandet"

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Die MiG-21 ist eines der meist gebauten Kampfflugzeug-Modelle der Welt, mit über 10.300 Exemplaren. Knapp 50 Staaten hatten diesen einstrahligen Abfangjäger im Einsatz.

Holzmayr kaufte das sieben Tonnen schwere Kampfflugzeug zu einem "Schnäppchenpreis", entsprechend dem heutigen Schrottwert. Ursprünglich wollte der Unternehmer das Flugzeug in die Einzelteile zerschneiden, um kreative Deko- und Möbelstücke daraus zu fertigen. "Doch dann tat mir das schöne Stück irgendwie leid", so Holzmayr.

Später hätte es an den Münchner Flughafen verkauft werden sollen, denn im Terminal 1 steht bereits der berühmte Brotzeitflieger "Smokey Joe" von Johann Holzmayrs Konstruktionstisch. Am Flughafen wollte man jedoch kein Kampfflugzeug haben, deshalb hätte der silberne Jet später in einem Mühldorfer Museum unterkommen sollen. "Doch daraus wurde auch nichts, deshalb behalte ich nun das Ding selbst", sagt Holzmayr lachend. 

Ein pinkes Friedensflugzeug?

In knapp zwei Wochen soll der knapp 40-jährige Jet dann aufgebaut werden. Entweder wird er dann mächtig im Gras stehen oder sogar - je nach Erteilung einer Baugenehmigung - auf einem Sockel. "Ich weiß noch nicht, ob ich das Flugzeug dann so lasse wie es ist", verriet Holzmayr lächelnd. "Vielleicht streiche ich die MiG dann in Pink wie ein Friedensflugzeug". In Unterreit befindet sich bereits der gesamte Rumpf des Jets. Aus Mühldorf werden schon bald die Flügel nachgeliefert. "Dann ist alles komplett", weiß der Bastler.

Wegfliegen kann es nicht mehr

Flugtauglich wäre das Flugzeug aber nicht mehr, zumal die Tanks ausgeschäumt wurden und auch die Instrumente nicht mehr funktionieren. Aus Mühldorf werden schon bald die Flügel nachgeliefert.

stl

Quelle: innsalzach24.de

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