FC Grünthal und AKB rufen auf

Typisierung: 1000 Freiwillige werden erwartet

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Die Vorstandschaft des FC Grünthal organisiert mit der AKB die Typisierungsaktion am 19. September 2015.
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Unterreit - Der FC Grünthal und die Aktion Knochenmarkspende Bayern organisieren am 19. September 2015 eine Typisierungsaktion. Wie laufen die Vorbereitungen, wie viele Freiwillige werden erwartet?

In der Region ist die Typisierungsaktion am 19. September 2015 in Unterreit großes Thema. Martin Prankl von der Aktion Knochenmarkspende Bayern erklärt, wie gut die Vorbereitungen laufen.

Wie viele Spenden gingen für die Typisierung des FC Grünthal schon ein?

Martin Prankl: Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist enorm. Rund 10.000 Euro sind schon eingegangen. Ein Betrag, der sicher einen Teil der Typisierungen decken wird. Leider reicht das noch nicht. Für jede Person zwischen 18 und 45 Jahren, die sich als potentieller Spender typisieren lässt, entstehen uns Laborkosten von 50 Euro für die sehr aufwändige Untersuchung. Somit decken die 10.000 Euro nur 200 neue Spender. Wir erwarten in Unterreit ca. 500 - 1.000 Freiwillige, somit wäre es toll, wenn weiter gespendet wird.

Für Geldspenden verwenden Sie bitte das Aktionskonto: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
 IBAN: DE33 7025 0150 0022 3946 21 
 BIC/SWIFT: BYLADEM1KMS  
 Kennwort: FC Grünthal

Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der Vorbereitungen?

Martin Prankl: Der FC Grünthal und die ganze Region zwischen Mühldorf und Wasserburg sind enorm für Heinz Wagner und damit auch für viele andere Leukämiepatienten engagiert. So viele Vereine, Helfer und Freiwillige helfen mit, damit Leben gerettet werden können. Zum Beispiel veranstalteten die Gardemädels „Fire Steps“ aus Taufkirchen eine Autowaschaktion, um Spenden zu sammeln. Wir haben ein gutes Gefühl und hoffen auf ganz viele potentielle Spender, die sich vor Ort am 19. September auf dem Sportgelände des FC Grünthal in Unterreit typisieren lassen. Typisierungsaktionen wie diese sind enorm wichtig, damit auch in Zukunft potentielle Spender zur Verfügung stehen. Besonders junge Menschen sind willkommen, da sie lange als Spender bereitstehen. Wer am 19. September nicht vor Ort sein kann, hat auf www.akb.de die Möglichkeit, sich online typisieren zu lassen.

Wer steckt hinter der AKB und wie läuft die Typisierung ab?

Martin Prankl: Insgesamt betreut die Stiftung AKB heute über 280.000 Spender aus Bayern, bislang wurden schon über 3.300 Stammzellspenden vermittelt, täglich kommen 1-2 neue dazu. Was vor mehr als zwanzig Jahren nur eine Idee war, ein innovativer Ansatz zur Therapie von Leukämiepatienten durch einen freiwilligen Stammzellspender, ist heute die drittgrößte Stammzellspenderdatei Deutschlands.

Unsere bayerischen Spender helfen uns, weltweit Leben zu retten. Wir unterstützen bei der Planung und Durchführung von Typisierungsaktionen innerhalb Bayerns, pflegen den vorhandenen Spenderpool, suchen nach dem passenden Stammzellenspender und sorgen selbst für die notwendige Aufklärung und Untersuchung vor einer Stammzellspende. Bei der AKB spenden Stammzellspender vor Ort.

Kurze Wege und individuelle Betreuung sorgen für ein angenehmes und persönliches Umfeld. Der Ablauf der Typisierung ist schnell beschrieben: Jeder, der sich typisieren lassen möchte, kommt zur Registrierung an einen Aufnahmeplatz. Wie beim Arzt werden die Adressdaten von der Krankenkassenkarte eingelesen (eine Information der Krankenkasse findet nicht statt. Es geht lediglich um die fehlerfreie Übertragung der Adressdaten). Anschließend bekommt man Röhrchen für die Typisierung. Ein medizinischer Helfer nimmt dann das Blut ab. Fertig. Anschließend gibt es noch Verpflegung vor Ort und die Möglichkeit, Geld zu spenden.

Werden Vertreter der AKB am 19. September vor Ort sein?

Martin Prankl: Die Stiftung AKB wird am 19. September mit ihrem siebenköpfigen Einsatzteam vor Ort sein. Alles, was für die Registrierung und Blutentnahme benötigt wird, vom Laptop bis zum Tupfer, wird von uns mitgebracht. Ärztin Dr. Menne von der AKB steht für alle medizinischen Fragen bereit. Ansprechpartner vor Ort für alle organisatorischen Fragen ist Manuela Ortmann von der AKB.

Wie schnell ist es nach der Aktion möglich, zu sehen, ob ein Spender für Heinz Wagner gefunden werden konnte oder ein anderer Patient einen Spendertreffer bekommen kann?

Martin Prankl: Die Proben werden innerhalb von sechs bis acht Wochen verarbeitet. Ab dann stehen sie in der weltweiten Kartei zur Verfügung und es kann zu einem Treffer kommen. Wir hoffen, dass aus der großen Typisierung des FC Grünthal viele Lebensretter hervorgehen, die Leukämiepatienten das schönste Geschenk der Welt machen können: Eine Stammzellenspende.

Was würde passieren, wenn sich mehr Menschen typisieren lassen als Spenden eingehen? Wer finanziert das dann?

Martin Prankl: Die Stiftung AKB war einer der ersten, die mit der Typisierung im großen Stil begonnen hat. Wir sind auf Spendengelder angewiesen und haben immer wieder Aktionen, die unterfinanziert sind. Das ist unser Risiko. Zum einen ist es großartig, wenn wir viele neue Spender bekommen, zum anderen ist es eine Herausforderung, Spendengelder zu bekommen. Bisher konnten wir durch die Unterstützung von Spendern bei jeder Aktion früher oder später die Kosten decken, dennoch ist die finanzielle Belastung sehr hoch. Da kommen schnell an einem Tag 50.000 – 100.000 Euro zusammen, die gedeckt werden müssen.

Wir versuchen daher durch Aktionen, wie die Versteigerung des Feuerwehrautos für Noah (siehe www.akb.de), Benefizveranstaltungen oder Kooperationen, wie mit den Münchner Tengelmann Märkten (siehe www.akb.de), die Finanzierung auch in Zukunft zu sichern. Wir nehmen unsere Aufgabe ernst. Denn ohne die Vielzahl potentieller Spender könnten wir heute nicht für vier von fünf Leukämiepatienten einen Spender vermitteln.

Quelle: innsalzach24.de

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