Konflikt-Thema in Unterreit

Baugebiet von Tagesordnung gestrichen: Auch Befürworter formieren sich

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Bürgermeister Forstmeier teilte am Dienstagabend die Entscheidung zur kurzfristigen Absetzung des Themas mit.
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Unterreit - Nicht wenige Bürgerinnen und Bürger wollten am Dienstagabend die Behandlung des umstrittenen Baugebiets im Gemeinderat mit verfolgen. Doch daraus wurde nichts.

"Die Gemeindeverwaltung haben eine Vielzahl an Änderungsvorschlägen und sonstigen Anmerkungen der Öffentlichkeit erreicht. Diese müssen nun von den zuständigen Planern erstmal durchgesehen und eingearbeitet werden. Das war aber leider nicht mehr rechtzeitig zur Sitzung möglich", erklärte Bürgermeister Gerhard Forstmeier (Freie Wähler). 

Kritik an Entscheidung

Unter den zahlreich erschienen Zuhörern, die Plätze wurden knapp im kleinen Sitzungssaal, rief diese Mitteilung sichtlichen Unmut hervor. Auch aus dem Gemeinderat gab es von allen Seiten Kritik. "Das kann doch nicht sein, das wird diese Thema, für das die ganzen Leute extra hergekommen sind, jetzt plötzlich nicht behandeln!", klagte Christian Seidl (Freie Wählergemeinschaft Wang), "Da machen wir uns doch lächerlich!"

Bürgermeister Forstmeier entgegnete, die Ladung zur Sitzung mit der bisherigen Tagesordnung sei bedauerlicherweise erfolgt, bevor absehbar war, dass die Eingaben aus der Öffentlichkeit derart zahlreich sein würden. "Daher wurde der heutige Sitzungstermin schon in den Medien kommuniziert." Die Kurzfristigkeit der Entscheidung wurde dennoch eher mit einem Zähneknirschen vom Gremium akzeptiert. Es wurde sich darauf geeinigt, dass das Thema nun auf einer Sondersitzung behandelt werden soll. Deren Datum wird noch bekanntgegeben. 

Streit um Baugebiet - Auch Befürworter formieren sich

In der kleinen Gemeinde bahnt sich ein Konflikt an. Dort soll zwischen dem Weiler Elsbeth und dem Ortsteil Stadl ein Baugebiet entstehen. Anwohner beklagen aber, ihre Anliegen seien dabei übergangen worden. Der Bürgermeister sieht das anders.

Das betroffene Gebiet:

Unter den Zuhörern am Dienstagabend bildeten sich sichtlich zwei Lager aus Gegnern aber auch Befürwortern des Projekts. "Von uns, die wir dieses Baugebiet so haben wollen, gibt es viele", betonte einer von ihnen. "Wir stimmen den Behauptungen der Gegner absolut nicht zu."

Alexander Wimmer, der für die Kritiker an dem Bauvorhaben spricht, sah die Absetzung des Tagesordnungspunkts kritisch. Er sei nun gespannt auf die Sondersitzung gespannt. 

Quelle: innsalzach24.de

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