Schlaglöcher und Risse

Unterreits Bürgermeister ärgert sich über „gefährlichste Straße Bayerns“

Staatsstraße 2092
+
Wegen des maroden Zustands der Staatsstraße 2092 hat Bürgermeister Christian Seidl sogar an Verkehrsministerin Kerstin Schreyer geschrieben.

Zur gefährlichsten Straße Bayerns erklärte Unterreits Bürgermeister Christian Seidl (FWG Wang) die Staatsstraße 2092 nach Wasserburg. Er will den maroden Zustand nicht länger hinnehmen.

Unterreit – Bürgermeister Seidl hat der bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer (CSU), einen Brief mit Argumenten für diese Behauptung zukommen lassen. Dies erläuterte Seidl jetzt im Gemeinderat.


Die schlechten Zustände der Staatsstraße 2092 wurden in der Sitzung wiederholt besprochen. Bürgermeister Seidl informierte über die bereits vorgenommenen Schritte.

Hier nachlesen (Plus-Artikel): Nach tödlichem Motorradunfall: Marode „Buckelpiste“ bald Geschichte?


Landrat gibt Unterstützung

Mehrere besonders gefährliche Stellen und die marode Beschaffenheit habe er fotografiert, so Seidl. Zudem habe er die Breite an besonders kritischen Stellen entlang des Straßenverlaufs dokumentiert. Die Bilder habe er ebenfalls an Staatsministerin Schreyer geschickt.

Bei einem Treffen im Landratsamt habe auch Landrat Max Heimerl (CSU) sein Interesse bekundet und zugesichert, der Gemeinde Unterreit in dieser Sache zu helfen.

Heimerl habe Dr. Marcel Huber gebeten, sich im Staatsministerium darum zu kümmern, dass eine Planung zur Verbesserung der gesamten Straßensituation zwischen Babensham und Kraiburg in die Wege geleitet wird

Hier nachlesen (Plus-Artikel OVB-Online): Leichte Verzögerungen bei der Sanierung der Staatsstraße 2092 am Penzinger Weiher

Auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden Babensham und Kraiburg, die von in diesem Abschnitt betroffen sind, gaben ihre Stellungnahmen ab. Sie würden die Forderungen Unterreits gegenüber dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützen.

Inzwischen sei ein Antwortschreiben vom Ministerium über Dr. Marcel Huber an die Gemeindeverwaltung weitergeleitet worden, erklärte Seidl weiter. Darin heißt es, dass aktuell der Ausbau der St 2092 zwischen Penzing und Babensham läuft. Noch in diesem Jahr sei eine großflächige Erhaltungsmaßnahme der St 2357 zwischen der B 304 und Kling vorgesehen.

Geschwindigkeit ist beschränkt

Im Jahr 2022 soll dann die St 2092 zwischen Babensham und Unterreit/Irlham saniert werden, heißt es im Schreiben weiter. Auftretende Schäden, die die Verkehrssicherheit enorm beeinträchtigen, sollen vom Staatlichen Bauamt Rosenheim wie bisher kurzfristig beseitigt werden.

Mittlerweile wurde ein Teil dieser Strecke mit Geschwindigkeitsbeschränkungen von 70 / 50 und letztendlich 30 kmh versehen. Seidl möchte den Druck weiter erhöhen.

Das sagt das Strassenbauamt Rosenheim:

„Der angesprochene Straßenabschnitt ist in der Tat in keinem guten Zustand und in weiten Teilen sanierungsbedürftig“, bestätigt Ursula Lampe, Pressesprecherin des Staatlichen Bauamts Rosenheim. Im aktuellen Koordinierten Erhaltungs- und Bauprogramm für die Staatsstraßen in Bayern sei die Sanierung einiger Abschnitte der St 2092 zwischen Wasserburg und Kraiburg enthalten. Bayernweit könnten jedoch nicht alle erforderlichen Projekte gleichzeitig gebaut und finanziert werden. Es müsse daher eine Konzentration auf die dringlichsten Projekte erfolgen.

Aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens konzentriere sich das Bauamt daher auf den Abschnitt zwischen Wasserburg und Unterreit. Der Ausbau zwischen Penzing und Babensham laufe bereits. Babensham und Unterreit sei für 2022 geplant. „Die weitere Sanierung der St 2092 folgt sukzessive“, erklärt Lampe, das sei abhängig von den Mitteln, die für den Staatsstraßenbau zur Verfügung ständen. Bis dahin würden Schäden, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, kurzfristig beseitigt.

Kommentare