Verabschiedung verdienter Mandatsträger der CSU

Ilse Aigner: Ein herzliches "Vergelt's Gott"

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Ilse Aigner bei der Abschiedsfeier im Ballhaus
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Landkreis - Mit einem Festabend im Ballhaus wurden am Dienstag die ausgeschiedenen Mandatsträger in der Stadt Rosenheim und im Landkreis würdig verabschiedet. Die Festrede hielt Ilse Aigner.

Der Einladung zum Festabend der beiden Kreisvorsitzenden der CSU,  Gabriele Bauer und Klaus Stöttner in Rosenheim, folgten am Dienstag Abend zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Dienst. Im festlich geschmückten Ballhaus verabschiedete die Partei die verdienten Mitglieder, die entweder auf eigenen Wunsch ihr Mandat niedergelegt hatten oder im Zuge der vergangenen Kommunalwahl nicht mehr in ihren Ämter bestätigt wurden. Durch den Abend führte die Ortsvorsitzende der Gemeinde Frasdorf, Christine Domek-Rußwurm, die mit einer Festrede von Staatsministerin Ilse Aigner untermalt wurde.

Ilse Aigner zeigte sich mit den unterschiedlichen Entwicklungen in der Region äußerst zufrieden und bedankte sich gleichwohl bei allen Beteiligten und allen Helfern der CSU. Rosenheim habe sich zu einem wichtigen Zentrum entwickelt, zu dem andere Region schlicht nicht konkurrenzfähig seien. Besonders das Ausscheiden Ihrer beiden langjährigen Freundinnen und Kolleginnen, Annemarie Biechl und Eleonore Dambach, bedauere die Staatsministerin sehr. "Da ist das Herz am richtigen Fleck" fügte Aigner abschließend an den Dank für die langjährige Treue und die zahlreichen Verdienste hinzu. 

Alle an diesem Abend zu verabschiedenden Kolleginnen und Kollegen hätten bereits bewiesen, dass es wichtig sei, "Entscheidungen zu tragen, die nicht einfach sind", so Aigner. Sie hätten stets "Rückgrat bewiesen", mit viel Herzblut gearbeitet und gezeigt, "dass Jammern kein Weg" sein könne. Aigner sei "stolz, eine von Euch zu sein" und hoffe, dass sie dieses Privileg auch noch oft unter Beweis stellen könne.  

Josef Neiderhell - "Mein Freund und Partner"

In der ersten Laudatio des Abends widmete sich Gabriele Bauer dem scheidenden Rosenheimer Landrat Josef Neiderhell. In einer kurzen Video-Zusammenfassung konnten alle Gäste noch einmal auf das umfassende Wirken des Kommunalpolitikers zurückblicken. In einer der anschließenden Lobrede stellte Gabriele Bauer die größten Errungenschaften ihres "langjährigen Freunds und Partners" kurz dar. Die Leistungen und Verdienste von Josef Neiderhell definierten sich nicht über die Anzahl der Spatenstiche, die der scheidende Landrat in seiner Laufbahn absolviert habe, so Bauer. Viel mehr schätze sie die Kollegialität und die ausgezeichnete interkommunale Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Gesundheitswesen und Bildung, die Neiderhell während seiner Dienstzeit angefangen aber auch zu Ende gebracht habe. Dabei war man nicht immer einer Meinung, zumal gewisse Vorhaben sowieso nicht reibungslos zu organisieren seien. Diese Interessensgegensätze begrüßte Gabriele Bauer aber ausdrücklich und betonte, dass es Josef Neiderhell stets verstand, den "meisten Nutzen für die Region, das Land und die Stadt" in den Mittelpunkt seines Wirkens zu stellen. Der "gelernte Lehrer" habe sich niemals verbogen, nie die schnelle Schlagzeile gesucht und mit seinem Pragmatismus "einfach jeden mitgenommen", so Bauer. "Manchmal ein bisschen schlitzohrig", aber immer getreu dem Motto "leben und leben lassen" sicherte er sich die "härteste Währung, das Vertrauen" und war "mir ein guter Ratgeber in schweren Zeiten", ergänzt die Rosenheimer Oberbürgermeisterin. Auch wenn er sich nun aus der aktiven Arbeit als Rosenheimer Landrat zurückziehe, wolle man den verdienten Kommunalpolitiker nicht so einfach ziehen lassen, habe er doch tiefe Spuren in der Region hinterlassen. Als Sinnbild für sein Wirken überreichten Gabriele Bauer und Klaus Stöttner eine steinerne Skulptur mit der Aufschrift "Spuren" eines anerkannten Künstlers. Sichtlich gerührt bedankte sich Josef Neiderhell danach bei seinen Kolleginnen und Kollegen. "Hat man keine Spuren hinterlassen, dann hat es einen gar nicht gegeben", summierte Josef Neiderhell. Sein Wunsch sei es nun noch, die bereits beschrittenen Wege konsequent zu Ende zu gehen.

Annemarie Biechl - "Warum so erfolgreich?"

Annemarie Biechl habe lange überlegt, erst nachdem Klaus Stöttner ihrem Mann das Essen vor der Nase weggegessen habe, sei sie für die Partei aktiv geworden, so der Laudator und Kreisvorsitzende. Die Frage nach ihrem Erfolg könne er ganz einfach beantworten: "Das chinesische Sternzeichen Büffel; ruhig, zielbewusst und ehrgeizig" sei verantwortlich für Leistungen der ehemaligen Landtagsabgeordneten Biechl. Wenn sie jedoch eine Ungerechtigkeit erkannt hatte, "kam die andere Seite des Büffels zum Vorschein", so Stöttner. "Praktisch veranlagt und sofort zur Stelle" fasste er die Charaktereigenschaften von Annemarie Biechl im Ernstfall treffend zusammen. Ihr Ziel sei es zudem immer gewesen, Frauen und Familien zu unterstützen und diese "mit Verstand in einer von Männern dominierten Welt zu motivieren", nicht erst nachdem sie mit der fleißigen Biene ausgezeichnet" wurde.

Eleonore Dambach - "Ehrenamt gelebt, von der Pike auf"

Nach einem weiteren Einspielfilm über das Wirken von Leonore Dambach im Rosenheimer Stadtrat, hielt die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig die dritte Laudatio des Abends. Mit großer Leidenschaft habe die Literatur-begeisterte "Mitstreiterin"drei Perioden im Stadtrat und zwei Amtszeiten im Bezirkstag gemeistert, so Ludwig. Die "Städterin mit Leib und Seele" zeigte sich dabei keineswegs konfliktscheu und "kämpfte dabei stets wie eine Löwin". Auch in ihrer Tätigkeit als Kreisvorsitzende der Frauenunion Rosenheim Stadt habe sie diesen Kampf für alle Frauen weiter fortgesetzt. Dabei standen besonders die kulturellen, sozialen und kirchlichen Interessen bei Eleonore Dambach im Mittelpunkt. "Ohne Eleonore wäre die Stadtbibliothek nicht das, was sie heute ist", schloß Daniela Ludwig. Dambach sei es schließlich zu verdanken, dass die Rosenheimer Stadtbibliothek seither unter den "Top 3" aller Bibliotheken in den deutschen Rankings rangiert.

Die Gäste und das Ambiente am Dienstag im Ballhaus

Impressionen von den Gästen und dem Ambiente

Verabschiedung bei ruhiger Musik und tollem Essen

Im Anschluss an die Lobreden für die drei verdienten CSU-Politiker wurden noch die scheidenden Bürgermeister vom neu gewählten Landrat Wolfgang Berthaler verabschiedet. "Anlässlich der Feier müssen aber auch kritische Worte erlaubt sein", so Berthaler. Mittlerweile stelle die CSU nur noch 19 anstatt wie vor der Kommunalwahl 34 Bürgermeister im Landkreis. Er mahnte weiter, die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, Städten und dem Landkreis weiter zu pflegen. "Die Kommunalpolitik hat sich einfach verändert", erklärte Wolfgang Berthaler abschließend. Mit kleinen Anekdoten aus dem täglichen Dienstgeschäft würdigte Berthaler danach noch jeden Einzelnen der "Alt-Bürgermeister".

Verabschiedung der verdienten Mandatsträger

Impressionen von den Festreden und den Verabschiedungen

Gabriele Bauer und Klaus Stöttner bedankten sich am Ende der stilvollen Veranstaltung noch bei allen Kolleginnen und Kollegen, die nicht mehr im Stadtrat und im Kreisrat vertreten sind. Dabei lobten die Kreisvorsitzenden die "stets gute Zusammenarbeit" und die "große Fachkompetenz" aller Mitglieder. Als Dankeschön erhielten die Damen und Herren noch ein kleines Geschenk. Der Abend wurde musikalisch von der Gruppe "Bavaria Blue" und kulinarisch vom bekannten "Entenwirt vom Samerberg" umrahmt.

Quelle: rosenheim24.de

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