Vereine: "Andere beneiden uns"

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Eine Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement erhielten von Bürgermeister Michael Kölbl (von links) Dr. Gabi Miethaner (in Vertretung), Marianne Wilsch, Georg Schmaderer, Rudi Göpfert junior und Stefan Gartner.

Wasserburg - Einen Rekordbesuch verzeichnete das Vereinetreffen im neunten Jahr. Einige Ehrenamtliche wurden dabei wieder für ihr Engagement ausgezeichnet.

Im großen Feuerwehrhaussaal gab es so gut wie keinen Platz mehr. Der zwischenzeitlich zur Tradition gewordene Informations- und Begegnungsabend für die über 100 städtischen Vereine, Verbände und sozialen Organisationen stößt auf jährlich wachsendes Interesse.

"Das Ehrenamt ist unbezahlbar": Bürgermeister Michael Kölbl äußerte sich dann auch hörbar erfreut über den Anklang der Veranstaltung, insbesondere aber über das außerordentliche Engagement, mit dem die einzelnen Organisationen das städtische Leben bereichern. Es sei eine bemerkenswerte Bandbreite an Aktivitäten, die in der Stadt geboten werde, andererseits aber auch die Chance für jeden Einzelnen, sich einzubringen, insbesondere in der Jugendarbeit. Andere Städte würden Wasserburg beneiden, so der Bürgermeister stolz. "Es liegt an Ihnen - Engagement kann man sich nicht erkaufen".

Zur guten Tradition geworden ist zwischenzeitlich auch, ehrenamtlich engagierte Mitbürger, die sich besonders um das Gemeinwohl ausgezeichnet haben, zu ehren. Vorschläge hierzu kommen entweder aus den Organisationen selbst oder von der Stadtverwaltung.

"Sie sind nur im Doppelpack zu haben": In vorbildlicher Weise hätten sich in den letzten Jahren Georg Schmaderer und Rudi Göpfert junior, die beiden Kommandanten der Wasserburger Feuerwehr, für die Allgemeinheit eingebracht, so Kölbl. Es sei nicht einfach, eine 70 Kräfte starke Mannschaft zu führen, alles neben dem eigentlichen Beruf und bei zusätzlich rund 145 Einsätzen pro Jahr. Stefan Gartner, ebenfalls von der Feuerwehr Wasserburg, hatte fußend auf die Beinahe-Katastrophe 2005 in unzähligen ehrenamtlichen Stunden einen neuen, 16 Seiten starken, schlagkräftigen Hochwassereinsatzplan für die Altstadt entwickelt.

Vom Verein "Hilfe für rumänische Waisenkinder" wurden Marianne Wilsch und in Abwesenheit Luise Fichtl sowie Anton Wölfel für ihre langjährige überörtliche Hilfe in Rumänien ausgezeichnet. Für die Letztgenannten nahm stellvertretend Dr. Gabi Miethaner die Auszeichnung entgegen. Seit 1995 engagierten sich die Mitglieder unermüdlich, so der Bürgermeister, um rumänischen Waisen eine Zukunft zu geben. Derzeit werden 24 Schützlinge betreut.

Sich kennenlernen ist ein Hauptanliegen des Abends. Auch dieses Jahr stellten sich wieder drei Organisationen vor.

Heimat, Pflanzen und Tiere kennen und lieben lernen, Lebensräume erhalten: Den Bund Naturschutz und insbesondere die Ortsgruppe Wasserburg präsentierte Gerd Graedler. Vielfältig sind die Ziele der Organisation, stets bemüht, übergreifend Fauna und Flora so intakt wie möglich zu erhalten. Zahlreiche Vorträge, Exkursionen und Arbeitseinsätze bereichern das Vereinsgeschehen.

Für den Förderverein Theater Belacqua e.V. sprach Peter "Pit" Dörr. Der rund 125 Mitglieder starke Verein hat sich seit 1991 die Förderung und Unterstützung des Theaters zum Ziel gesetzt. Es gebe zwar kein übermäßiges Vereinsleben, stattdessen profitierten die Mitglieder aber von den Annehmlichkeiten, an rund 150 Spieltagen das kulturelle Angebot der "renommiertesten nichtstaatlichen Bühne Bayerns" zu Sonderkonditionen genießen zu können.

Sozial schwachen Kindern an Weihnachten eine Freude bereiten: Dieses Ziel verfolgt der Verein "Wunschbaum" um Peter Fichter und Sylvia Hampel. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre, die aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern an Weihnachten ansonsten nichts bekommen würden, werden zu einer großen Bescherungsfeier eingeladen, jeder bekommt ein Päckchen. Unmittelbare Kooperationspartner sind die Wasserburger Tafel, Kindergärten und Schulen, der Verein selbst und die Geschenke werden durch Spenden finanziert. Im Sommer wird es ein Rucksack-Konzert im Gymnasium geben, zur Finanzierung von 100 Schulranzen.

Lenz Grasberger informierte noch über das Fest zum 100-Jährigen des GTEV Almrausch, das von 24. bis 27. Juni gefeiert wird, und Bürgermeister Kölbl verwies schließlich auf die "Aktion Saubere Stadt" am 12. März.

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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