So werden die Spendengelder verteilt

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Aufräumarbeiten in Oberwöhr nach dem Hochwasser.

Landkreis/Rosenheim - Die Spendenbereitschaft nach dem Hochwasser war groß, nun muss das Geld möglichst gerecht an die Betroffenen verteilt werden. Doch wie macht man das?

Eigentlich müsste man mit der Verteilung der Gelder noch warten, bis klar ist in welchem Umfang Versicherungen zahlen und staatliche Hilfen fließen. Doch das würde bis in den Herbst dauern, deshalb wolle die Stadt Rosenheim schon jetzt handeln, berichtet das Oberbayerische Volksblatt am Donnerstag.

So habe OB Gabriele Bauer nun in Aussicht gestellt, dass die Hälfte des bisherigen Spendenaufkommens, rund 460.000 Euro, jetzt schon ausgezahlt werden.

Hoher Schaden nach dem Hochwasser.

Doch dazu müssen bestimmte Einkommenskriterien gegeben sein: So dürfen Verheiratete/Paare nicht über 3086 Euro Nettoeinkommen im Monat haben. Für jede weitere Person im Haushalt werden 584 Euro zusätzlich dazugerechnet. Alleinstehende dürfen maximal 2012 Euro netto im Monat haben. Auch Bankvermögen könnte in Einzelfällen eine Rolle spielen. Maximal werden 10.000 Euro ausgezahlt.

Hartz IV-Empfänger müssen nicht befürchten, dass Ihnen das Spendengeld angerechnet und abgezogen wird, das erfuhr die Heimatzeitung bei der Agentur für Arbeit.

Im Landkreis dauert es noch länger

Im Landkreis müssen die Betroffenen noch länger auf die Auszahlung warten. Kolbermoors Bürgermeister Kloo sagte der Zeitung, dass die Spenden wohl erst nach den Sommerferien verteilt werden. Viele Betroffenen würden noch auf Kostenvoranschläge von Handwerkern warten, um ihre Schäden genau beziffern zu können. In Härtefällen werde man jedoch auch schneller handeln, versicherte man im Landratsamt auf OVB-Anfrage.

mg

Quelle: rosenheim24.de

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