Vorhang auf für 18 fertige Verwalter

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Nach zwei Jahren Beste: Die Jahrgangsbesten Sabrina Scholz (1,84) und Franziska Haas (1,87) neben Schulleiterin Brigitte Kilburger.

Wasserburg - "Der Lebenslauf ist ein Drehbuch, das jeder für sich selbst schreibt." Mit diesen Worten übergab die Leiterin der Verwaltungsschule Wasserburg, Brigitte Kilburger, den Absolventen die Urkunden ihrer Laufbahnprüfung.

18 junge Menschen haben die zwei Jahre Ausbildung, in Praxis- und Unterrichtsblöcke aufgeteilt, angetreten, und alle haben nun bestanden: Sie sind damit Verwaltungswirt im mittleren nichttechnischen Dienst. Dabei hat Sabrina Scholz aus dem Fachbereich Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit mit der Note 1,84 am besten abgeschnitten. Allerdings ist ihr Franziska Haas mit 1,87 in der Fachrichtung Sozialverwaltung dicht auf den Fersen.

Am Donnerstag feierten die Prüflinge mit Familie, Freunden und Lehrern im Rathaussaal. "Hier kommen ja auf jeden Ehrengast zwei Absolventen", lachte der stellvertretende Landrat Josef Huber beim Anblick des kleinen Jahrgangs gegenüber den zahlreichen Grußrednern.

"Dabei geht es schon wieder aufwärts", bemerkte Ministerialdirigent Anton Haußmann bei seiner Ansprache: "2008 waren es nur sechs Kandidaten, die Talsohle haben wir also hoffentlich durchschritten." Er gratulierte den Nachwuchskräften zur "anspruchsvollen Ausbildung" und zu "soliden Kenntnissen in Fachrecht, Staatsrecht sowie Verfassungsrecht".

Engelbert Heider schloss sich als Präsident des Landesarbeitsgerichts Nürnberg seinen Glückwünschen an, ebenso wie die Präsidentin des Sozialgerichts München, Renate Gürtner. Auf die frischgebackenen Verwaltungswirte wartet jetzt entweder eine Weiterbildung in der Berufsoberschule oder eine Festanstellung. "Bleiben Sie ehrlich, tun Sie Ihre Arbeit, wir freuen uns auf Sie", meinte dazu Bernd Linstädt, Präsident vom Zentrum Bayern, Familie und Soziales.

Schließlich seien es die Schüler, welche in den Verwaltungen für Fortschritt sorgen könnten. Über deren zukünftige Aufgaben hatte sich die Zweite Bürgermeisterin der Stadt, Marlene Hof-Hippke, als Fachfremde erst einmal umgehend informiert. "Zeitnahes Arbeiten ist Teil des Verwaltens", zitierte sie eine Definition aus ihrer Recherche, und wünschte den Absolventen genau diese Fähigkeit für die Zukunft.

Schulleiterin Kilberger gab den Prüflingen dann noch einen letzten guten Rat mit auf den Weg: "Definieren Sie Ihre Rolle in Ihrem Drehbuch, werden Sie Hauptdarsteller, aber keine Selbstdarsteller." Anschließend ging es dann zum Anstoßen in das Foyer der Verwaltungsschule - als Aftershowparty eben, fast wie bei den richtigen Drehbuchautoren. sus

Quelle: rosenheim24.de

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