Viele verschiedene Ideen für Kindergarten

Rott - Vier Büros, vier Ideenentwürfe, drei Formen, so könnte man das erste Ergebnis einer beschränkten Ausschreibung für den neuen Rotter Kindergarten zusammenfassen.

Ein Kinderhaus mit einer Krippengruppe, zwei Kindergartengruppen, Mehrzweckraum, Personalräumen und allen notwendigen Nebenräumen sowie gegebenenfalls Erweiterungsmöglichkeiten. Das waren die Vorgaben der Gemeinde an vier Architekten. Die ersten Entwürfe stellten sie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor.

Rund 4200 Quadratmeter ist das Grundstück hinter der Feuerwehr groß, sehr platzsparend hat Architekt Richard Kröff seinen U-förmigen Bau platziert. Der Innenhof des U wird von einem Flügel beschattet, dort ist auch ein überdachter Spielbereich vorgesehen. An beiden offenen Seiten des U ist eine Erweiterung möglich, dennoch ist zum benachbarten Feuerwehrhaus genug Platz für eine Nahwärme-Heizzentrale und eine Mensa, die für das Kinderhaus und die nördlich angrenzende Schule gebaut werden könnte.

Der Entwurf der Architekten Lippert und Grossmann geht großzügiger mit der vorhandenen Fläche um. Sie stellten ein langes, gegliedertes Gebäude in West-Ost-Richtung vor, dessen Gruppenräume für Krippe und Kindergarten mit Terrassen nach Süden ausgerichtet sind. Mehrzweckraum, Lager, Personalraum, Sanitäranlagen hingegen sind nach Norden ausgerichtet. Eine Erweiterung um eine Gruppe ist nach Osten möglich.

Die Architekten Schmidt und Gold präsentierten einen platzsparenden Bau, der im Grundriss an einen Schmetterling erinnert. Die Gruppen- und Personalräume sind um einen großen zentralen Raum angeordnet. Eine Erweiterung des Kinderhauses wäre hier wohl nur über einen eigenständigen zweiten Bau möglich.

Architekt Walter Stolz geht wieder großzügiger mit dem Grundstück um. Auch er hat einen langgestreckten Bau geplant, allerdings sind die einzelnen Bereiche nicht parallel sondern leicht verdreht zueinander angeordnet. Die nach Süden orientierten Gruppenräume haben jeweils eine überdachte Terrasse. Eine Erweiterung ist sowohl nach Osten wie nach Westen möglich.

Allen vier eingeschossigen Vorschlägen gemein ist, dass Krippe und Kindergarten räumlich voneinander abgesetzt sind, damit dem größeren Ruhebedürfnis der unter Dreijährigen entgegenkommen. Alle vier können als Massiv- oder Holzbau entstehen, alle haben Fußbodenheizung, peilen mindestens Niedrigenergiestandard an. Ein Entwurf ist mit einem Satteldach versehen, die anderen drei haben unterschiedlich gestaltete Flachdächer, in einem Fall ist Dachbegrünung und Fotovoltaik im Entwurf vorgesehen. Nur ein Entwurf sieht eine Teilunterkellerung des Gebäudes vor, was die Baukosten etwas nach oben treibt. Ein Entwurf ist günstiger geschätzt als die anderen, allerdings hat in diesem Fall der Mehrzweckraum auch die Doppelfunktion als Ruheraum. Die Kostenschätzungen für die vier Vorschläge liegen zwischen 1,2 und 1,8 Millionen Euro.

In nichtöffentlicher Sitzung berieten die Gemeinderäte weiter über die vier vorgestellten Entwürfe, wobei sich nach Aussage von Bürgermeister Marinus Schaber zwei Favoriten herauskristallisierten. Welcher der vier Entwürfe sich letztendlich durchsetzen wird, das entscheidet sich aller Voraussicht nach im nichtöffentlichen Teil der heutigen Gemeinderatssitzung.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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