Viele Wege führen zur mittleren Reife

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Externe: Martin Pauker, Katharina Hehlinger und Ali Pala (von links) schafften über einen VHS-Kurs die mittlere Reife. In rund acht Monaten mit sechs Wochenstunden und einigen Workshops lernten sie beispielsweise den Englischstoff vieler Jahre nach.

Wasserburg - Nicht unbedingt auf dem direkten Weg, aber letztlich erfolgreich haben einige Absolventen die mittlere Reife erreicht. Sie wurden jetzt an der Hauptschule verabschiedet.

Bei der feierlichen Entlassfeier erhielten lauter glückliche Absolventen ihr Abschlusszeugnis. Julia Schwaiger aus Pfaffing war mit einem Notendurchschnitt von 1,63 die Beste, gefolgt von Tobias Westner aus Wasserburg und Andreas Ganslmaier aus Edling mit 1,88. Manuela Fußstetter wurde für ihre sozialen Verdienste geehrt.

Mit respektablen Leistungen errangen 32 der 33 angetretenen M-Zug-Schüler ihren mittleren Bildungsabschluss und alle haben mit einem Ausbildungsvertrag oder einem Schulplatz auch schon die Qualifikation für die nächste Runde erreicht. Dazu kamen neun externe Prüflinge, die nach einem achtmonatigen Vorbereitungskurs an der Volkshochschule Wasserburg angetreten sind, um ihre mittlere Reife nachzuholen. Drei von ihnen haben es mit enormem Lernaufwand geschafft, freudenstrahlend nahmen sie ihre Zeugnisse entgegen.

Mit Fleiß und Ausdauer hätten die Schüler des Abschlussjahrgangs ihre eigenen, aber auch die Zweifel der Lehrer ausgeräumt und ihr vorerst höchstes Ziel erreicht, sagte Schulleiter Franz Stein. Nun hänge es von jedem selbst ab, den weiteren Weg zu gestalten. Die Hauptschule Wasserburg sei sozialwirksame Schule und daher sei das "Miteinander reden" nicht nur Motto der Abschlussfeier, sondern ein wichtiger Punkt beim Thema Sozialkompetenz. "Mit dem Erreichen des mittleren Schulabschlusses und eurer Sozialkompetenz wird es euch allen gelingen, Neues zu erschließen und somit weitere Ziele zu erreichen", war Stein überzeugt.

Dem schloss sich der stellvertretende Landrat Josef Huber an, der in seinem Grußwort feststellte, dass die Schüler es geschafft hätten, zu wachsen und zu reifen. Es sei aber noch Luft nach oben und wer wolle, könne noch draufsatteln. Wasserburgs Zweite Bürgermeisterin Marlene Hof-Hippke wünschte den Schülern anhand des Bildes einer Blume, die Licht, Luft und Sonne zum Wachsen brauche, Wärme, Freunde und Angebote, die sie weiterbringen. Dazu brauche es aber auch eigene Neugierde.

Die Vorsitzende des Fördervereins sah in den Entlassschülern die Stars des Abends, deren Reise im Jahr 2000 mit gut gefüllter Schultüte begonnen habe. In der siebten Klasse sei man dann auf den M-Zug aufgesprungen und nun sei der vorläufige Zielbahnhof erreicht. "Jetzt ist es an der Zeit, zu zeigen, was in euch steckt", ermunterte Silvia Sonnenholzner, dazu sei es nötig, immer das Beste zu geben, doch das zahle sich aus. Iris Baier brachte für die Eltern den Stolz und die Anerkennung für die Leistungen auf den Punkt und dankte der Schule und den Lehrern, die den Kindern Zuversicht, Selbstvertrauen und Wissen mit auf den Weg gegeben habe. Soyens Bürgermeister Karl Fischberger dankte im Namen der umliegenden Gemeinden der Hauptschule Wasserburg dafür, dass sie aus den Schülern das Beste herausgeholt habe. Nun liege es am Einzelnen, Verantwortung für den eigenen Weg übernehmen.

Teils freudig und humorvoll, teils wehmütig blickten Schüler und Lehrer anschließend auf die zurückliegende Schulzeit und Klassenleiter Martin Stümpfl betonte abschließend: "Die nachfolgenden Schüler werden es schwer haben, in eure Fußstapfen zu treten."

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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