Vieles im Umbruch

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"Grüß Gott, wir sind die Neuen": Bernhard Tröstl (Zweiter Vorsitzender), Jürgen Häuslmann (Vorsitzender), Sabine Aschekowsky (Schriftführerin), Michael Müller (Schatzmeister) und Thomas Mittermaier (Beisitzer; von links) sind die neue Führungsriege des Fremdenverkehrsvereins.

Wasserburg - Touristisch ist derzeit vieles im Umbruch. Eine Herausforderung, der sich der neue Vorstand des Wasserburger Fremdenverkehrsvereins stellt. Nachfolger Wolfgang Helmdachs als Vorsitzender ist Jürgen Häuslmann.

Aus gesundheitlichen beziehungsweise anderen persönlichen Gründen war der komplette Vorstand des Fremdenverkehrsvereins ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode zurückgetreten. Nur ein Vorstandsmitglied war zur Wiederwahl bereit. Und wurde Vorsitzender. Jürgen Häuslmann war in den vergangenen zwei Jahren bereits als Stellvertreter Wolfgang Helmdachs im Amt. Zweiter Vorsitzender ist jetzt Bernhard Tröstl, als Schatzmeister fungiert Michael Müller, Schriftführerin ist Sabine Aschekowsky und Thomas Mittermaier vervollständigt als Beisitzer die Führungsmannschaft.

Helmdach, der nach einem Jahrzehnt als zunächst Geschäftsführer, dann Vorsitzender, aufhörte, hatte in seinem Rückblick darauf hingewiesen, dass die Aktivitäten des Fremdenverkehrsvereins in den letzten beiden Jahren wegen des Bürgerspiels, bei dem der halbe Vorstand involviert war, etwas spärlicher ausfielen. Es sei festzuhalten, dass nicht nur die klassischen Stadtführungen, sondern auch die historischen Führungen und die Tour durch die Bierkeller immer besser ankämen. Die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und dem Theaterkreis, Veranstalter der Sonderführungen, sei bestens und auch bei den Abrechnungen, die man für die beiden Vereine übernehme, gebe es keine Probleme.

Das Weinfest, traditionell vom Fremdenverkehrsverein ausgerichtet, hätte das eine oder andere Mal besseres Wetter vertragen, so Helmdach, die Besucherzahlen seien aber immer wieder gut. Es sei allerdings ein wachsendes Problem zu verzeichnen, so Helmdach, nämlich vorwiegend jugendliche Gäste, die sich harten Alkohol zum Weinfest mitbringen. "Und es muss ruhiger werden, die Musik ist zu laut", befand Helmdach und erntete dafür viel Zustimmung von den Mitgliedern.

Ziel des Vorstandes sei es unter anderem gewesen, die Finanzen zu konsolidieren, so der scheidende Vorsitzende, und das habe man erreicht. Was Schatzmeister Thomas Aringer in seinem Bericht bestätigte. 32.000 Euro Einnahmen standen knapp 30.000 Euro Ausgaben gegenüber, wobei je etwa die Hälfte als "Durchlaufposten" auf die verschiedenen Führungen entfiel. Rund 26.500 Euro hatte der Verein zum Jahreswechsel auf der hohen Kante. Ein besonderer Dank Aringers galt Traudl Scharlach, die in der Gästeinfo nicht nur die Produkte wie den Wasserburger Schirm oder den Bestseller 2009, die Radwanderkarte, verkauft, "sondern die auch die Abrechnung perfekt macht - und die Zahlen stimmen immer."

Bürgermeister Michael Kölbl, der auch routiniert die Wahl leitete, verwies darauf, dass gerade in diesem Jahr im Tourismus einiges an Herausforderungen warte. Der Fremdenverkehrsverband Wasserburger Land stellt sich auf neue Füße, der große Chiemsee-Alpenverband nimmt Fahrt auf, Wasserburg da richtig und gut zu positionieren bedeute für die Stadt und den Verein sicher nicht ganz einfache Arbeit. Und vieles werde schlicht als selbstverständlich genommen. Erst wenn es nicht laufe, frage man sich "Wer macht das eigentlich?" Der Zwischenruf "Der Helmdach!" sorgte für schallendes Gelächter, stimmt aber nicht mehr. Nun macht's der Häuslmann.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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