Vier-Sterne-Hotel für Oberaudorf

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So könnte sie aussehen, die "Residenz Oberaudorf", die in der Inntalgemeinde entstehen soll.

Oberaudorf - Für ein neues Vier-Sterne-Hotel will eine niederländische Investorengruppe in Oberaudorf 50 Millionen Euro anlegen.

Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekundeten gestern Früh Vertreter der "Business Consultants Europe B.V" ihren Willen, in Oberaudorf ein Hotel der Spitzenklasse auf dem ehemaligen Hallenbad-Gelände zu bauen. Verläuft alles nach Plan, will die niederländische Investorengruppe mit dem Bau der rund 50 Millionen Euro teuren Anlage namens "Residenz Oberaudorf" Ende 2014 beginnen.

Die Planungsvorgabe für die Architekten - sie stammen übrigens aus Stephanskirchen - basiert auf der Errichtung von Luxus-Suiten in der Größe von 70 bis 120 Quadratmetern. Zwei Restaurants sind vorgesehen, darunter eines mit Sterne-Niveau. Parkservice und Tiefgarage sowie die optimale Anbindung an das Ortszentrum und die Freizeitanlagen der Gemeinde sind selbstverständlich. Als Alleinstellungsmerkmal ist eine "Sky Lounge" in der obersten Etage des Komplexes vorgesehen, die einen "atemberaubenden Blick auf die Bergwelt ermöglicht", wie der Sprecher der Investorengruppe, Hans von Renen, bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Oberaudorfer Rathauses ausführte.

Von Renen zeigte sich geradezu überwältigt vom "unwiderstehlichen Charme" der Inntalgemeinde, auf die die Niederländer durch den Hotel-Master-Plan des Landkreises Rosenheim aufmerksam geworden sind. Es gab mehrere Ortsbesichtigungen im Landkreis, auch dem Land Tirol stand man nicht abgeneigt gegenüber. Letztlich erhielt aber doch Oberaudorf den Zuschlang, vor allem wegen der optimalen Verkehrsanbindung und des "sehr guten Grundstücks".

Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber verwies auf die historische Entwicklung des Grundstücks, das in der Gemeinde allgemein als "Hallenbad-Gelände" bekannt ist. Die Gesamtfläche sei als Sondergebiet Tourismus im Flächennutzungsplan eingestellt. Seit Schließung des Hallenbades 2005 habe man sich um eine touristische Nachnutzung bemüht, was nun mit dem Vorhaben der niederländischen Investorengruppe Wirklichkeit werden könnte. Der Kaufpreis, der im Übrigen vom unabhängigen Gutachterausschuss des Landratsamtes Rosenheim festgelegt wurde, liege im Millionenbereich.

Der Rückbau des Hallenbad-Geländes, das die Jahre hinweg zusehends verwilderte und so für erheblichen Gesprächsstoff in der Gemeinde sorgte, wird von den Investoren finanziell getragen und durchgeführt - "möglichst noch in diesem Jahr", so von Renen. Der Oberaudorfer Gemeinderat beschäftigte sich in zwei nichtöffentlichen Sitzungen mit dem Vorhaben und legte mit einheitlicher Zustimmung aus allen Fraktionen die "Richtung der Reise" fest, wie es der Bürgermeister formulierte.

Großen Wert lege man vor allem auf eine ortsverträgliche Gestaltung. Die ersten Animationen, die gezeigt wurden, weisen einen traditionellen, reduzierten bayerischen Baustil auf. Wichtig sei auch die Konzentration auf einen klassischen Hotelbetrieb, eine Veräußerung - etwa von Eigentumswohnungen - ist nicht erlaubt. Als nächster Schritt steht die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes an, der genau auf das Projekt abzielt.

Die Investoren sind zuversichtlich. Sie setzen auf das "sehr große Potenzial", das Oberaudorf ihrer Überzeugung nach birgt. Einer optimalen Auslastung der Vier-Sterne-Suiten stehe nichts im Wege. Von Renen: "Wir bewegen uns im Top-Segment und nicht im Last-Minute-Bereich. Wir sind einmalig."

red/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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