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Große Trauer

Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Von "völlig bescheuert" bis "klasse"

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Wasserburg - Das Baugebiet "Nördlich der Köbingerbergstraße" stand gleich zweimal auf der Tagesordnung des Stadtrates.

Völlig diskussionslos ging die Behandlung der Anregungen und Einwände in Sachen Bebauungsplan über die Bühne. Allerdings ging es auch nur um die Ausgleichsfläche, die für dieses Baugebiet nötig ist. Diese wird vom Ökokonto der Stadt abgebucht, es ist aber noch nicht klar, welche Fläche es konkret sein wird. Diese wird in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde festgelegt.

Nun brauchen die Bewohner dieses 18 Parzellen großen Baugebietes auch eine Adresse - und da wurde es dann zum Teil emotional. Der ursprünglich einmal ins Rennen geschickte Vorschlag, die Straße nach dem verstorbenen Ehrenbürger Pfarrer Bauer zu benannen, war schon bei der Vorberatung im Bauausschuss kein Thema mehr. Wobei Hans Köcks (CSU) Frage dazu unbeantwortet blieb. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Bürgermeister Michael Kölbl, dass den Mitgliedern des Bauausschusses die Häufung mit der Ernennung zum Ehrenbürger kurz vor Bauers Tod im September 2005 und der Anbringung der Gedenkplakette an der Kapelle am Riedener Weg in zwei Wochen zu groß gewesen sei und man den Straßennamen für später aufhob.

Kölbl gab bekannt, dass sich der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich für den auf einem alten Flurnamen basierenden Vorschlag "Am Ziegler" geeinigt habe. Damit werde auf die früher dort vorhandene Ziegelei Bezug genommen.

"Ich find"s völlig bescheuert" rutschte es Oliver Winter (CSU) heraus, "ich find"s klasse" konterte Helmut Schedel (SPD), "ich auch" schob Adil Oyan (Die Grünen) hinterher. Peter Stenger (SPD) fand, dass eine Wasserburger Malerin als Namensgeberin angesichts der vielen Künstler in der Nördlichen Burgau gut passen würde, schlug Maximiliane Ovenbeck vor und ernete engagierte Unterstützung von Wolfgang Janeczka (SPD) und Elisabeth Fischer (CSU). "Ich wohne mein Leben lang dort, weiß, dass es damals die Ziegelei gab - und find"s genauso scheußlich wie Oliver Winter", ergriff auch Irene Langer (SPD) für die Malerin Partei.

Nach einem Antrag zur Geschäftsordnung kam es zur Kampfabstimmung. Da setzte sich "Am Ziegler" mit dem knappsten möglichen Ergebnis von zwölf zu elf Stimmen gegen Maximiliane Ovenbeck durch.

Völlig ohne Diskussion, nur mit ein paar flapsigen Kommentaren wurde ein Teil der Münchner Straße in Reitmehring umbenannt. Das Teilstück, das hinter dem Lärmschutzwall parallel zur Bundesstraße 304 läuft, ist zum Beispiel für Rettungsdienste nicht als Münchner Straße zu erkennen. Stadtarchiv Matthias Haupt hatte festgestellt, dass das Sträßchen Teil der Salzstraße war, demzufolge bekommen die Anwohner nun die neue Adresse "Obere Salzstraße".

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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