Der Verein zur Unterstützung und Förderung neurologisch kranker Kinder, Vogtareuth e. V.

Ein „Silberstreifen“ für kranke Kinder

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Vogtareuth - Für viele Familien ist eine Erkrankung ihres Kindes ein Schock. Damit es nicht zu finanziellen Engpässen kommt, hilft der Verein "Silberstreifen" bei der Versorgung.

Kleine Patienten aus ganz Europa kommen schon seit Jahren in die Schön Klinik in Vogtareuth. Der Grund ihres Aufenthalts ist meisten nicht erfreulich. Ihre Diagnosen sind oft erschütternd: Wachkoma, Epilepsie und andere neurologische Erkrankungen. Die Familien der schwer kranken Kinder sind dabei in den meisten Fällen nicht nur psychisch, sondern  immer öfter auch finanziell stark belastet.

Ihnen hilft der Verein „Silberstreifen“. Mit speziellen Projekten, die speziell auf die Bedürfnisse der Kinder, aber auch der der Eltern abgestimmt sind, versucht der Verein in schwierigen Situationen unter die Arme zu greifen.

Von Unterkunft über Transport bis Therapie

Angefangen bei derzeit elf Wohnungen, die der Verein unter dem Motto "Your home away from home" auswärtigen Familien zur Verfügung stellen kann, erstreckt sich das Angebot rund um die Betreuung und Versorgung der kranken Kinder noch viel weiter. Ein behinderten-gerechter Bus, der den Betreuern die Möglichkeit gibt, mit den Kindern jederzeit Ausflüge zu machen, tragen ebenso zum besseren Umgang mit den Einzelschicksalen bei, wie verschiedene Therapieangebote. Der Verein beschäftigt so zum Beispiel auch eine Kunsttherapeutin, die in engem Kontakt mit Ärzten und Psychologen der Abteilung die jungen Patienten betreut. Die Patienten sollen so ihren Stimmungen und Gefühlen ganz ohne Worte Ausdruck verleihen.

Besonders für Wachkoma-Patienten und Kinder mit schweren Hirnschädigungen ist die Hundetherapie gedacht. Die stark gestörte Wahrnehmung im visuellen, auditiven und sensorischen Bereich soll über den gezielten Einsatz der Bewegung des Hundes verbessert werden.

Klinikclowns versuchen zudem den Aufenthalt in der Schön-Klinik zu erleichtern, speziell geschulte Psychologen versuchen in Gesprächen den Eltern etwas Zeit für sich einzuräumen um abzuschalten, loszulassen und einige Zeit zu entspannen. Regelmäßig werden sie dabei vom Verein auch unterstützt, sollten sie durch die Erkrankung des Kindes in finanzielle Not geraten sein. 

Die Vereinsgeschichte

Vor über 15 Jahren wurde der Verein „Silberstreifen“ gegründet. Er geht zurück auf eine Idee von Dr. Michael Laub, dem früheren Chefarzt der Neuropädiatrischen Abteilung des Behandlungszentrums Vogtareuth. Der Verein Silberstreifen finanziert sich unter anderem über Spenden, knapp 2 Millionen Euro kamen so in der Vergangenheit schon zusammen.  Sie kommen in erster Linie der Anschaffung von Therapie-Tieren, wie dem Therapiepferd Merlin und Unterstützung der Hundetherapie, aber auch allen weiteren Behandlungswegen, die der Verein unterstützt, zugute.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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