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Eröffnungsfeier in Vogtareuth

„Ohne die OVB-Leser hätten wir das nicht geschafft“: Schön-Klinik erhält inklusiven Spielplatz

Beteiligte freuen sich über die Einweihung des inklusiven Spielplatzes
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Freuen sich über die Einweihung: (von links) Gebäudemanager Josef Wurzer, Maria Gruber von der Organisationsentwicklung, Ärztlicher Direktor Dr. Manfred Kudernatsch, stellvertretender Chefarzt Prof. Dr. Steffen Berweck, Sabine Kuhn vom Verein Silberstreifen, der ehemalige Projekt-Mitarbeiter Markus Karl, Ergotherapeutin Corinna Eitel, Melanie Hessenauer vom Projektteam Spielplatz, OVB-Chefreporterin Rosi Ganter, OVB-Media-Geschäftsführer Florian Schiller, Patient Julien Lapkawski und Kinder sowie Mütter im Hintergrund.

Zum wiederholten Mal haben es die OVB-Leser geschafft, Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Mit ihren Spenden bei der OVB-Weihnachtsaktion haben sie dazu beigetragen, dass die Schön-Klinik nun einen inklusiven Spielplatz hat - wie besonders er ist, zeigte die Einweihung.

Vogtareuth - Rund 100 Menschen haben sich am Freitag, 30. September, in dem Garten der Schön-Klinik versammelt. Überall hängen Luftballons, es gibt Popcorn, und Spiele werden geboten. Zwei Frauen spielen auf der Flöte und die Anwesenden sind ganz still. Endlich geht es los: Der neue inklusive Spielplatz des Klinikums wird eröffnet.

200.000 Euro von OVB-Lesern

„Ich freue mich unheimlich, dass ihr alle gekommen seid“, sagt Sabine Kuhn, Vorsitzende des Vereins Silberstreifen, der neurologisch kranke Kinder unterstützt. Und noch glücklicher sei sie, dass die Kleinen nun endlich einen so schönen Platz zum Spielen haben. „Ohne die OVB-Leser hätten wir das nicht geschafft.“ Bei der Aktion „OVB-Leser zeigen Herz“ haben Leser 1,08 Millionen Euro gespendet. Davon gingen 200.000 Euro an den Verein Silberstreifen, der das Geld in den Bau des inklusiven Spielplatzes gesteckt hat.

Auch bei den Kindern bedankt sich Kuhn dafür, dass Sie ihre Geschichten den Reportern der OVB-Heimatzeitungen erzählt haben. Melanie Hessenauer, leitende Ergotherapeutin, geht auch auf die Kleinen ein und frägt sie: „Für wen haben wir den Spielplatz denn gebaut?“ Und die Kinder rufen im Chor: „Für uns.“

Inklusion aller Kinder wichtig

Die Kinder wurden von Anfang an in das Projekt einbezogen. Die ehemalige Studentin Corinna Eitel und zwei ihrer Studienkolleginnen haben die kleinen Patienten für ihre Bachelorarbeit gefragt: Geht ihr gerne auf den Spielplatz? Braucht ihr dabei Hilfe? Hättet ihr gerne einen Spielplatz, auf dem ihr keine oder weniger Hilfe braucht? Die Antworten sind in die Gestaltung eingeflossen. „Ihr habt gesagt, dass es ganz wichtig ist, dass ihr alle zusammen spielen könnt“, sagt Hessenauer.

Klettergerüst, Rampen und Rutschen

Und das können die Kinder nun. Es gibt ein Klettergerüst, eine Wippe und einen Sandkasten - inklusiv und zugänglich für alle. Kinder mit Rollstuhl können auf das Klettergerüst, es gibt Rampen und Rutschen. „Ich bin unglaublich stolz, dass wir das alle zusammen geschafft haben“, sagt Hessenauer.

Der Weg bis zur Realisierung des Projektes war lang. 2008 habe es die erste Spielplatz-Projektgruppe gegeben, daraus sei nichts geworden. 2015 hätten es die Beteiligten noch einmal versucht. Nach zwei Jahren hätte die Gruppe fast den Kopf in den Sand gesteckt. „Den gab es aber nicht mehr auf dem Spielplatz“, sagte die Ergotherapeutin und lacht. Corinna Eitel und ihre Studienkolleginnen hätten ihnen erneut Mut gemacht.

Kosten über 300.000 Euro

Mit einer 30.000-Euro-Spende hätten sie den alten Spielplatz abgerissen und den Umbau gestartet. Durch weitere Spenden habe die Firma Spielgeräte Richter aus Frasdorf den ersten Abschnitt bauen können. Aber ohne die Spenden der OVB-Leser hätte das Geld Hessenauer zufolge „hinten und vorne nicht gereicht“. Der inklusive Spielplatz hat über 300.000 Euro gekostet.

„Als Zeichen dafür, dass wir noch nicht fertig sind“

Dann überreicht Hessenauer eine Harke an Professor Dr. Steffen Berweck, stellvertretender Chefarzt der Neuropädiatrie - als Symbol, dass die Klinik den Spielplatz instandhalten solle. Maria Gruber von der Organisationsentwicklung der Klinik bekommt eine Schaufel. „Als Zeichen dafür, dass wir noch nicht fertig sind“, erklärt Hessenauer.

Helfen den Kindern die Bänder durchzuschneiden: (von links) Ärztlicher Direktor Dr. Manfred Kudernatsch, Maria Gruber von der Organisationsentwicklung und stellvertretender Chefarzt Prof. Dr. Steffen Berweck.
Haben den neuen Spielplatz gleich gestürmt: (von links) Melanie Wirth mit ihrer Tochter Carolina und Marion Roll mit ihrer Tochter Simone.

Anschließend segnet der evangelische Klinikseelsorger Johannes Sinn den Spielplatz und betet ein Vaterunser mit den Anwesenden. Nach dem Gebet schließt der Geistliche seine Ansprache mit den Worten: „Kinder und Eltern sollen viel Freude auf dem Spielplatz haben.“ Die Kleinen stürmen und rollen auf den Spielplatz und schneiden die Bänder durch.

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