Voll dabei - Hilfe für Wohnungslose

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Bewohner des Wohnheimes vertieft in Feinmotorikübunge

Wasserburg - Wie Wohnungslose durch sinnvolle Beschäftigung wieder neuen Lebensmut schöpfen, lesen Sie hier:

Alkoholkrank, mehrfach psychisch auffällig und nicht zu motivieren, so lautet in der Regel das (Vor)urteil über wohnungslose Männer. Doch es geht auch anders: hellwach, begeisterungsfähig, gierig auf neue Erfahrungen und den Moment sich zu beweisen.

Das erleben die Ergotherapeutin Olga Wachtel und der Ergotherapeut Harald Lutz der IB-Wohnungslosenhilfe Bayern in Wasserburg. Seit Oktober 2009 bieten sie den 30 Bewohnern des Wohnheimes, das in Wasserburg nach wie vor „Traube“ genannt wird, Beschäftigungs- und Bewegungsprogramme an.

Gemeinsam wird gekocht, gewerkelt oder gespielt. Wer denkt, die Männer wären damit nicht zu kriegen, der irrt sich. Hier fördert man den Geist, das Herz und den Körper. Wenn die Dekupiersäge summt und das Hirn bei Gedächtnisübungen rattert, wird er wieder spürbar - der Mensch mit seiner Lust am Leben. Mit Bastel- und Schreibarbeiten wird die Feinmotorik geschult, mit Gesellschaftsspielen die soziale Kompetenz.

Träger des Wohnheimes am Heisererplatz und der Ergotherapie am Steinmühlweg ist der Internationale Bund (IB). Das therapeutische Angebot wendet sich an alle Bewohner der Einrichtung. Sie werden dabei unterstützt wieder einen geregelten Tagesablauf aufzunehmen. Die Maßnahme soll letztendlich zu einem Neuanfang motivieren. Dies könnte die Wiederaufnahme der Wohnungs- und Arbeitssuche oder auch den Beginn einer Therapie der oft suchtkranken Wohnungslosen bedeuten.

Pressemitteilung Internationaler Bund

Quelle: rosenheim24.de

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