Jugend wählte am fleißigsten

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Seit 1970 ist Markus Pöhmerer im Kirchenvorstand und nach der Wahl am Sonntag wird er weitere sechs Jahre bleiben. Pfarrerin Cordula Zellfelder (rechts) freute sich über eine stabile Wahlbeteiligung mit 10,4 Prozent der Stimmberechtigten.

Wasserburg - 3288 Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Wasserburg waren wahlberechtigt bei den Wahlen zum Kirchenvorstand. Die Ergebnisse.

10,4 Prozent beteiligten sich und Pfarrerin Cordula Zellfelder freute nicht nur diese stabile Wahlbeteiligung.

"Ich glaub. Ich wähl!" - unter diesem Motto stand die Wahl zum Kirchenvorstand mit 16 Kandidaten, von denen die Gemeindemitglieder acht für die vielfältigen Aufgaben im Bereich der Kirche in den nächsten sechs Jahren wählen konnten. Aus Altersgründen sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten sich Frank Neugebauer und Dr.Burkhard Müller.

Mit 10,4 Prozent lag die Wahlbeteiligung nur leicht unter der von 2006. Überraschenderweise war der Anteil der Briefwähler mit knapp 49 Prozent hoch, allerdings waren von den 147 Briefwahlen wegen fehlender eingelegter Wahlzettel mehrere Stimmen ungültig.

In die Wahllokale kamen insgesamt 342 Wähler, in Wasserburg waren es 141 Stimmberechtigte, in Pfaffing 15 und in Schnaitsee 19. Gewählt wurden neben den beiden Neulingen im Kirchenvorstand, Markus Deiml und Dorothee Widmann, für weitere sechs Jahre Christian Hohmann, Katrin Meindl, Markus Pöhmerer, der schon seit 1970 ununterbrochen dem Gremium angehört, Erika Pohl, Matthias Raithel und Jana Salzer.

Zwei weitere Mitglieder werden nach der einwöchigen Einspruchsfrist noch berufen. Mit den beiden Pfarrern vor Ort, Cordula Zellfelder und Holger Möller, ist der neue Kirchenvorstand dann komplett.

Seit zwei Jahren ist Pfarrerin Cordula Zellfelder Vorsitzende des Kirchenvorstands, die zwei Jahre davor war sie Mitglied. Vor allem die Baumaßnahmen im evangelischen Gemeindezentrum an der Surauerstraße beschäftigten das Gremium in diesen Jahren, "eine super Truppe", sagt die Pfarrerin. Die Mitglieder hätten die monatlichen Sitzungen nicht nur abgesessen und gehofft, dass es nicht allzulang dauert, "die haben sich jedesmal gefreut, dass man zusammensitzt".

Vieles entwickelt habe sich in der Jugendarbeit, der Konfirmantenunterricht ist neu struktruiert, findet jetzt einmal am Montag am Samstag mit gemeinsamen Mittagessen statt, es gibt ein Kinderkino oder die "Schwitztage", dann helfen Jugendliche in Häusern und Gärten und die verdienten Euros kommen wieder der Jugendarbeit zugute. "Ich bin schon sehr zufrieden", sagt die Pfarrerin zu dieser Entwicklung. Sie freut, dass der neuen Kirchenvorstand vom Alter der Personen eine gute Mischung hat.

"Ich bin sehr zufrieden", sagt auch Markus Pöhmerer, seit 1970 im Kirchenvorstand und nun mit 67 Jahren das älteste Mitglied. Er lobt vor allem das jüngste Mitglied des Kirchenvorstands, den 23 Jahre alten Christian Hohmann aus Edling. Rund 30 Jugendliche seien in der evangelischen Gemeinde aktiv und für die Wahlen habe Christian Hohmann, so Pöhmerer, über facebook viele junge Leute mobilisiert, "die meisten Wähler waren die ganz jungen".

Noch zwei neue Vorstände kommen am Sonntag dazu, wenn die Einspruchsfrist vorbei ist und die Pfarrerin die Namen der am vergangenen Sonntag gewählten Mitglieder verliest. Ein Bauthema wird auch diesen neuen Kirchenvorstand einige Zeit beschäftigen. Die Unterkunft der evangelischen Gemeinde in Rott in Lengdorf ist weiter keine Lösung. Noch ist nichts beschlossen, was mit den asbesthaltigen Räumlichkeiten passieren soll, "hier müssen wir eine Lösung finden", so Pfarrerin Cordula Zellfelder.

kr/vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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