Wahlmaschinerie läuft langsam an

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Erst vor wenigen Tagen haben sich die Plakattrupps der Parteien in Wasserburg auf den Weg gemacht. Von den 19 Gruppen, die antreten, präsentieren sich vor allem die Etablierteren. Foto Heck

Wasserburg - Bald ist Bundestagswahl? Viel ist noch nicht zu spüren von Wahlkampfstimmung in der Stadt. Dabei wird bereits in vier Wochen an die Urnen gerufen.

Es hat schon Tradition, dass sich die Parteien schwer tun mit der Mobilisierung für überregionale Wahlen. Die „Großen“ hatten inzwischen alle wenigstens eine Veranstaltung in Wasserburg. Viel mehr sei auch nicht geplant, so ist aus den Ortsvereinen zu hören. Von anderen Gruppierungen wie der „Familien-Partei“ oder der „Piratenpartei“ – 19 Bewerber sind für die Zweitstimme zugelassen – wird man wohl in der Stadt ohnehin nichts mitbekommen bis zum 27. September.

Immerhin sind in den letzten Tagen die Plakatwände in Wasserburg beklebt worden. Neben den im Bundestag vertretenen Parteien findet sich hier in alter Treue auch die Bayernpartei wieder, die sich bundesweit genauso wenig Chancen ausrechnen dürfte wie eine PBC: „Partei bibeltreuer Christen“.

Von der Wahl gehört haben müsste inzwischen jeder wahlberechtigte Stadtbürger aus einem ganz einfachen Grund: Diese Woche wurden die Wahlbenachrichtigungen verteilt. Das gehört zu den ersten Routineschritten im Rathaus vor Wahlen. Ab 7. September ist dann das Wählerverzeichnis einzusehen. Falls jemand nicht einverstanden ist, dass sein Nachbar auch oder er selbst nicht wählen kann, ist dann Einspruch möglich, „kommt aber praktisch nicht vor“, so Peter Reinthaler, der bei der Stadt zuständige Sachbearbeiter.

Gleichzeitig werden wieder die Wahlhelfer eingeteilt. Es gibt wie schon bei den letzten Abstimmungen zehn Urnen-Lokale und drei Briefwahlbezirke in der Stadt. „Wer in den Wahllokalen und beim Auszählen noch mithelfen will, ist gerne willkommen. Wir haben nämlich die ersten Absagen aus unserer Stammmannschaft schon bekommen“, so Reinthaler. Die elektronischen Barcode-Lesegeräte, die bei den Kommunalwahlen die Auswertung beschleunigt haben, sind bei den Bundestagswahlen nicht zugelassen. Sie wären auch nicht sinnvoll, meint Peter Reinthaler. „Das ist ja gleich ausgezählt.“ Eine Erst- und eine Zweitstimme – das war‘s.

Nur in Reitmehring wird etwas genauer hingeschaut. Die Wähler dort hat das statistische Landesamt wieder für eine repräsentative Auswertung ausgewählt. Die Stimmzettel sind markiert, die Stimmen werden nach Geschlecht und Geburtsjahrgang analysiert. „Aber das Wahlgeheimnis ist natürlich voll gewährleistet“, versichert Peter Reinthaler.

koe/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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