Waldbrand: Welche Gebiete besonders betroffen sind

  • schließen

Rosenheim - Extreme Trockenheit und glühende Hitze: In Sachen Waldbrandgefahr sind auch in Stadt und Landkreis Rosenheim die Behörden in Alarmbereitschaft. Welche Gebiete besonders gefährdet sind:

Am Thumsee (Stadt Bad Reichenhall) und zuletzt auch am Pendling bei Kufstein haben schwere Waldbrände gewütet. Mehrere hundert Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Bundeswehr und THW mussten ausrücken. Doch wie sieht es in Stadt und Landkreis Rosenheim aus?

"Die Situation bleibt angespannt", so Dr. Georg Kasberger vom im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Er hofft auf den angekündigten Regen in den nächsten Stunden. Ein kurzzeitiger Schauer könne jedoch keinesfalls Abhilfe schaffen und die extreme Trockenheit aufgrund der langen Hitzeperiode der vergangenen Wochen ausgleichen, schränkt er ein. Dafür seien schon lang anhaltende und ergiebige Regenfälle notwendig.

Aktuell (Stand Montag, 29.07.13, 16.50 Uhr) gelten in Stadt und Landkreis Rosenheim vor allem die mittlere Warnstufe 3 (mittlere Gefahr) beziehungsweise die zweithöchste Warnstufe 4 (hohe Gefahr) von 5 nach dem Waldbrandgefahrenindex "WBI" des Deutschen Wetterdienstes.

Die Skala steigt von West nach Ost etwas an. Das bedeutet: Im Mangfalltal (Stufe 3) ist die Gefahr etwas geringer als in den östlichen Landkreiskommunen und im Chiemgau (Stufe 4) beziehungsweise in Richtung Berchtesgadener Land. Die höchste Meldestufe gilt derzeit nur in Niederbayern.

Besonders gefährdet sind darüberhinaus nach Angaben des Experten, der sich im Rotter Forst heute selbst ein Bild von der Lage gemacht hat, auch mit Gras bewachsene Südhänge, die sich leicht entzünden könnten. Auch von Haus aus trockene Bereiche seien jetzt gefährlich, ebenso für Brände typisch-anfällige Gebiete wie beispielsweise die Nicklheimer Filze (Gemeinde Raubling). Dr. Georg Kasberger und auch Christian Schwalm, Referent von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, weisen in diesem Zusammenhang auf das absolute Feuer- und Rauchverbot und die allgemeinen Verhaltensregeln hin. Für die bewaldeten Bereiche im Stadtgebiet Rosenheim (beispielsweise Keferwald oder Freizeiterholungsgebiete rund um Happinger See, Happinger-Au-See und Floriansee) gelten die selben Regeln und Vorsichtsmaßnahmen wie für den Landkreis.

  • Bei erhöhter Waldbrandgefahr beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Melden Sie Waldbrände sofort an die Feuerwehr unter Tel. 112. In den Wäldern gilt Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.

  • Werfen Sie beim Auto- oder Bahnfahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.

  • Machen Sie im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer.

  • Parken Sie Ihren PKW nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.

  • Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge nicht behindert werden.

  • Seien Sie besonders vorsichtig in lichten, grasreichen Bergwäldern. Durch Föhneinfluss herrscht hier oft große Trockenheit.

  • Die Waldbrandbekämpfung ist extrem schwierig. Die finanziellen Folgen für den Brandverusacher und die landeskulturellen Folgen für den Wald und für die Bevölkerung können enorm sein.

  • Waldbesitzer sollten Reisig und Restholz bei Waldbrandgefahr nicht verbrennen, sondern abtransportieren, häckseln oder einen Witterungsumschwung abwarten.

  • Wer einen Brand bemerkt, bitte sofort die 112 wählen!

aez/Bayerisches Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © PA

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser