Bauausschuss soll Startschuss geben

Erst Umbau, dann Wohnen im alten Amtsgericht

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Das ehemalige Amtsgericht soll Herberge für altersgerechte Wohnungen werden
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Wasserburg - Das ehemalige Amtsgericht wird umfunktioniert. Die große Investition der Sparkasse ist Thema im Bauausschuss am Dienstagabend. Viele Ideen sollen verwirklicht werden. Immer im Blick: Der Denkmalschutz.

Eines der größten Vorhaben für die Sparkasse Wasserburg ist das Kernhaus, besser bekannt als das ehemalige Amtsgericht.

Die heiße Phase der Planung geht in die Zielgerade, jetzt soll der Bauausschuss über Möglichkeiten der Ausarbeitung für das Bauvorhaben entscheiden. „Wir hoffen auf ein gutes Gelingen und ein gutes Einvernehmen mit den Baubehörden“, heißt es von Sparkassen-Direktor Richard Steinbichler. Eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden sei wichtig, zeigt sich der Investor überzeugt. Nur so könne Denkmalschutz und Wohnkomfort unter ein Dach passen.

Die Gestaltung der Fassade Richtung Marienplatz stehe außer Frage. „Dies sehen wir völlig unkritisch“, so Steinbichler im Gespräch mit Wasserburg24. Doch das Verwaltungsgebäude von der Innfront aus gesehen, bedürfe einer optischen Verbesserung und akzeptablen Veränderung, sind sich die Planer einig.

Hinein kommen sollen in das ehemalige Dienst-Gebäude 8 Wohnungen.

So behutsam wie möglich möchten die Verantwortlichen des Projekts die Fassade Richtung Inn angleichen, um dem Charakter des Gebäudes mehr Wohnflair zu geben. „Derzeit sieht es extrem nach Verwaltungsgebäude aus, deshalb soll an der Innfront eine sanfte Veränderung erfolgen“.

Besonders bemerkenswert an dem Haus sei die Verschiedenartigkeit der Fassadengestaltung, so der Sparkassendirektor weiter. „Viel Mühe stecke in der Fassade, dies ist ein ganz besonderer Wert, den wir auch sehr schätzen“. Richard Steinbichler weiß, dass eine äußerliche Veränderung ein sehr sensibles Thema ist. Die Details des Hauses sind enorm: Erker, Balkone, viel Spielerei war früher vorhanden. Das Innenleben des Gebäudes soll altersgerecht umgebaut werden. Die tolle Lage des Hauses und das Projekt an sich kommt bereits jetzt gut an: „Wir haben schon mehr Reservierungen und Mietanfragen von Bürgern, als wir überhaupt Wohnungen zur Verfügung stellen können“, freut sich Steinbichler. Dies beweise, dass die Interessenten die Chance auf ein Wohnen im Alter in der Wasserburger Innenstadt sehen und die Atmosphäre gerne nutzen möchten.

Dabei wird die Sparkasse als Vermieter auftreten, Wohnungsverkauf komme in Fall des „Kernhauses“ nicht infrage. Dieses lokale, „echte“ Naturell des alten Amtsgerichts in Wasserburg sei eines der attraktivsten Investitionen für die Sparkasse, weil hier in der Heimat ein prachtvolles Gebäude zur Verfügung stehe. Quasi ein regionales Renditeobjekt im Bereich rund um die drei Prozent. „Wir sind kein Bauträger, sondern Investor, alle Behörden und Zuständige können sicher sein, dass wir uns bemühen, hier einvernehmlich zu handeln“, so Steinbichler abschließend.

Der Charme des Gebäudes werde mit Sicherheit nicht an den Erneuerungen leiden, sind sich die Verantwortlichen einig. Wer hier wohnen wird, könne auch im Alter am sozialen „Altstadt-Leben“ teilhaben, andererseits die Ruhe des Inndamm-Weges genießen.

Nach den Beratungen und möglichen Entscheidungen des Bauausschusses im Rathaus am Dienstagabend, kann das Bauvorhaben weitergehen. In welchem Ausmaß wird sich zeigen.

Quelle: rosenheim24.de

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