Lachendes und weinendes Auge

Robert Graf verlässt Wasserburger Polizei

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Robert Graf wahr ein halbes Jahr als Dienststellenleiter in Wasserburg aktiv.
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Wasserburg – Er hat in den wenigen Monaten, in denen er die Dienststelle der Polizei in Wasserburg geleitet hatte, erkennen lassen, wo seine Schwerpunkte lagen. Viele Kontrollen und Aufgriffe rund um Betäubungsmittel beispielsweise wurden seitdem öffentlich.

Bürger der Stadt Wasserburg und dem Umland bemerkten den Elan des Dienststellenleiters, der mit guten Ratschlägen, Tipps und Tatendrang die Wasserburger und das Umland bereicherte.

Zahlreiche Stadträte aus Wasserburg schwärmten von der Veränderung, betonten, dass durch Robert Graf durchaus eine verstärkte Sicherheitspräsenz stattgefunden habe. Andere waren der Meinung, nach wie vor hätte an der Präsenz der Polizei weiter gearbeitet werden können.

Zahlreiche Bürgermeister der zugehörigen Kommunen zeigten sich positiv gestimmt. Bürgermeister Michael Kölbl aus Wasserburg etwa, bedauert sehr, dass Graf die Dienststelle nach einem halben Jahr verlässt. „Ich habe seine Anwesenheit als sehr positiv empfunden“, so Kölbl. Es sei eine sehr angenehme Zusammenarbeit gewesen, man habe einen regen Informationsaustausch gehabt.

„Es wurden sowohl von der Inspektion Anregungen aufgegriffen, die von der Stadt gegeben wurden – aber auch umgekehrt“, betonte das Wasserburger Stadtoberhaupt. Es gab regelmäßig Rückmeldungen. „Ich finde es toll, dass Herr Graf ein so dynamischer Mensch ist, der bei seiner Dynamik aber genau weiß, wie er mit den Menschen umgehen muss und der im Tonfall immer richtig liegt“, erinnert sich Kölbl an die Dienstzeit von Robert Graf. Dies habe er unter anderem bei den Bürgerversammlungen gemerkt, bei denen Graf mitanwesend war. „Alles Gute für den beruflichen Werdegang und beste Wünsche für die Zukunft“, gibt Kölbl Robert Graf mit auf den Weg. Als dynamischer Menschen und fairer Dienststellenleiter fiel er auch bei manchem Bürgermeister-Kollegen aus dem Umland auf.

Matthias Schnetzer aus Edling  erklärte, dass er Robert Graf alles Gute für seine weitere Zukunft wünsche und Graf als engagierten Dienststellenleiter kennengelernt habe. „Er wollte einiges bewegen und war sehr eifrig“, so Schnetzer.

Rathauschef Marinus Schaber aus Rott  zollte Graf Respekt, als junger Dienststellenleiter in einer solchen Museumsdienststelle frischen Wind in den Alltag gebracht zu haben. „Viel zu tun hatten wir in Rott nicht mit Herrn Graf, aber beispielsweise war er beim Gedenken zum 100. Geburtstag von Franz-Josef Strauß mit seinem Team vor Ort, er zeigte sich bestens organisiert“, betont Schaber.

Zusammenarbeit mit dem Klinikum

Einsätze in Zusammenarbeit mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum hätten stets hervorragend geklappt, bestätigt der kaufmännische Leiter des kbo-Inn-Salzach-Klinikums, Dr. Stefan Piehler. „Wir haben schon seit vielen Jahren eine sehr intensive und stets unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Polizei Wasserburg“, so Piehler.

Es sei schon immer eine wichtige Komponente gewesen, den guten Kontakt zur Polizei zu halten, man habe schließlich sehr regelmäßig miteinander zu tun, erklärte der kaufmännische Leiter des Klinikums weiter. „Wenn gegenseitig Kritik geübt wurde, war dies immer sehr konstruktiv“, heißt es von Dr. Stefan Piehler und Robert Graf gleichermaßen.

Er selbst blickt auf lehrreiche, intensive Monate zurück:

„Ich wurde toll aufgenommen. Seitens der „Mannschaft“ der PI Wasserburg, seitens der vorgesetzten Dienststelle, dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd und auch seitens der Behörden- und Gemeindeoberhäuptern der 12 Gemeinden, für welche die PI Wasserburg zuständig ist“, betont Robert Graf.

„Allen voran hatte ich von Anfang an ein gutes Verhältnis zum 1. Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Michael Kölbl. Wir haben stets gemeinsam versucht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den naturgemäß nicht immer deckungsgleichen Aufgaben und Zielen der Stadt / der Gemeinden und der Polizeiinspektion zu pflegen. Das hat mir gut gefallen und die Arbeit ungemein erleichtert“, erklärt der scheidende Dienststellenleiter Graf.

Das Förderprogramm für etwaige Ämter der 4. Qualifikationsebene, ehemals höherer Dienst, sei langwierig und mit vielen Schwierigkeiten, Hürden und Stolpersteinen verbunden. Auch wenn er insofern natürlich froh darüber sei, eine weitere Etappe abgeschlossen zu haben, sei er auch ein Stück weit traurig, dass die Zeit zu Ende gehe.

„Ich werde definitiv viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner Dienststelle sehr vermissen. Auch wenn es nur sechs Monate waren. Man gewöhnt sich aneinander, wächst zusammen und schließt Freundschaften. Schon hart, jetzt zu gehen. Die Zeit ist sehr schnell vergangen…gefühlt: zu schnell. Viele Themen hätte ich noch angehen wollen“, erklärt Robert Graf weiter.

Tolle Erfahrungen haben bereichert

„Ich habe dienstlich und persönlich viel dazu gelernt. Die Erfahrungen als Chef einer Inspektion sind durch nichts zu ersetzen. Das kann kein Theorieunterricht, keine PowerPoint, keine Erzählung anderer Kollegen vermitteln. Das musst Du selbst erleben. Jetzt weiß ich auch für mich selbst, dass ich diesen Job machen möchte, dass er mir sehr viel Spaß macht. Natürlich nicht immer, nicht in jeder Situation, nicht bei jedem Einsatz und auch nicht bei jedem Mitarbeitergespräch. Aber das ist doch in allen Berufen so, oder?“, ist sich Graf sicher. Am Montag wird er durch seine Kollegen und Vertreter des Polizeipräsidium Oberbayern Süd verabschiedet. Robert Graf war von Juni bis November 2015 Dienststellenleiter der Polizei in Wasserburg.

Fragen, Tipps, Anregungen - schreibt uns über What'sApp: Tel. 0162/2852300

Quelle: rosenheim24.de

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