Lehrzeit: Wie läuft's nach dem Start?

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Die Azubis der Sparkasse Wasserburg, die im September 2014 angefangen haben. Weitere kleine und große Betriebe im Altlandkreis haben Lehrlinge aufgenommen.
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Altlandkreis - Die ersten 30 Arbeitstage sind geschafft. Viele Azubis starteten in die Lehrzeit. Wie war die Eingewöhnung in den neuen Lebensabschnitt und wie gut finden sich die Lehrlinge zurecht?

Schon wieder eine Woche rum für Markus, der seit September eine Lehre als Bäcker macht. „Ich war schon immer ein Frühaufsteher und darum macht mir das auch jetzt nichts aus, wenn ich um 3 Uhr morgens in der Backstube stehen muss“, erklärt der 16-Jährige. Die ersten Pannen im Arbeitsalltag seien bereit geschehen, grinst der Bäckerlehrling. „Ich habe schon einmal den Teig für 10 Laib Brot auf den Boden fallen lassen. Mir war es furchtbar peinlich, aber mein Chef hat das nicht so eng gesehen und mir auch nichts vom Lohn abgezogen“. Die ersten Tage habe er vor allem zugeschaut, wie die einzelnen Vorgänge der Teigmischung funktionieren würden, danach durfte er sehr schnell auch schon selbst die ersten Brezen drehen. „Das klappt schon ganz gut“ freut sich Markus.

Floristin werden

Bei Cornelia ist immer Farbe mit im Spiel. Die Schülerin hat sich nach dem Abschluss an der Mittelschule für den Beruf als Floristin entschieden. „Mir macht es Spaß, mit Blumen umzugehen, und etwas kreatives zu machen“, erklärt die Auszubildende. Die Schulstunden seien ebenso interessant wie auch die Praxis, heißt es von Cornelia weiter. Sie finde es großartig, dass sie genau das lernen dürfe, was sie sich vorgestellt hat. „Zwei meiner Freundinnen waren lange unsicher, wollten dann eine Ausbildung als Bürokauffrau anfangen, und haben leider eine alternative Lehrstelle annehmen müssen. Die eine Freundin ist jetzt im Einzelhandel und die andere möchte sich darauf vorbereiten, durch Praktika schon einmal einen guten Eindruck zu machen, um in einiger Zeit den Beruf der Krankenschwester erlernen zu können“, berichtet Cornelia im Gespräch mit wasserburg24.de.

Viele kleine Betriebe aus dem Altlandkreis nehmen regelmäßig Lehrlinge auf, engagieren sich zudem für den Nachwuchs und geben ihr Wissen geduldig weiter. Ebenso wichtig sind auch die großen Unternehmen, die jedes Jahr neue Lehrstellen anbieten.

Molkerei Bauer

Die Molkerei Bauer beispielsweise diesen September insgesamt 3 Milchtechnologen, 4 Industriekaufleute, 1 Milchwirtschaftliche Laborantin 1 Mechatroniker und 1 Fachlagerist als Azubis anfangen lassen. Außerdem konnte das mittelständisch geführte Familienunternehmen zum 2. Mal zwei Duale Studentinnen mit der Fachrichtung BWL im Rahmen Ihres Studiums im Hause Bauer „Herzlich Willkommen“ heißen.

„Man gewöhnt sich schnell an das Arbeiten - es macht sehr viel Spaß und die Arbeitstage vergehen wie im Fluge. Die netten und hilfsbereiten Kollegen haben uns den Einstieg hier bei Bauer sehr leicht gemacht“ erzählte Carolin, die ihre Ausbildung zur Industriekauffrau begann.

Seit dem ersten Arbeitstag sind nun 30 Arbeitstage vergangen. Viele neue Gesichter und Namen sind zu merken, erste Aufgaben im jeweiligen Einsatzbereich wurden erlernt und werden zwischenzeitlich schon engagiert und interessiert erledigt. In der eigenen kleinen Azubifirma „Bauer Azubiladen“ sind die neuen Azubis ebenfalls bereits integriert. Die Auszubildenden kümmern sich hier völlig selbstständig um den Produktverkauf an Mitarbeiter.

Jeder notwendige Arbeitsschritt, von der Mengenplanung bis hin zum Verkauf und der Abrechnung, wird in Eigenregie organisiert. Aber nicht nur das Arbeiten an sich ist neu, auch die Berufsschule unterscheidet sich wesentlich vom bisher gewohnten Schulbesuch. Vor allem die Auszubildenden in den Bereichen Technik, Labor und Produktion sind hier ab sofort vermehrt auf sich selbst gestellt, da sie im Rahmen der Berufsschule mehrere Wochen am Stück in einem Schülerinternat untergebracht sind. Ausbildung ist eben auch ein Stück mehr Erwachsenwerden. Um die Integration der „Berufsstarter“ in das bestehende Azubi-Team zu erleichtern wurde in den ersten Wochen ein Ausflug mit allen Auszubildenden im Unternehmen organisiert. In diesem Jahr stand neben einer Firmenbesichtigung eines Lieferantenunternehmens ein Golfduell beim „Bauern Golf“ in Franking in Österreich auf dem Programm. Eine Woche später waren die neuen Azubis beim 2-tägigen „Azubi-Warm-Up“ in verschiedenen Outdoor-Aufgaben gefordert, die es im Team zu bewältigen galt. Alles „rund um die Ausbildung“ organisiert und begleitet die Ausbildungsbeauftragte Frau Sabine Wieland, die seit mehr als 10 Jahren die Bauer-Azubis vom 1. Tag im Unternehmen bis hin zur Abschlussprüfung und oft auch darüber hinaus mit viel Herzblut unterstützt, berät und begleitet. „1 Monat nach dem 1. Arbeitstag werden die Azubis 2014 schon als vollwertige Mitglieder der großen „Bauer-Familie“ wahrgenommen und sie helfen tatkräftig im Unternehmensalltag mit“, zeigt sich Personalleiter Michael Müller begeistert.

Sparkasse Wasserburg

Die Azubis der Sparkasse Wasserburg, die im September 2014 angefangen haben. Weitere kleine und große Betriebe im Altlandkreis haben Lehrlinge aufgenommen.

Die Azubis der Sparkasse Wasserburg fühlen sich schon gut im Team aufgenommen. Die Lehrlinge haben das Haus und die Struktur kennengelernt, die Verantwortlichen der einzelnen Abteilungen und Zuständigkeiten begrüßt und die einzelnen Arbeitsabläufe erklärt bekommen. Ausbildungsleiterin Corinna Helmdach hat ein gutes Gefühl, dass die sechs Azubis den Arbeitsalltag und eigene Aufgaben schon recht bald übernehmen und stemmen können. „In den ersten beiden Wochen steht ganz klar das Erkunden der Abteilung und das Kennenlernen der Arbeitsabläufe auf dem Programm“, so Helmdach. Die Lehrlinge werden dabei auch von den Azubis, die bereits im zweiten Lehrjahr sind, begleitet.

Molkerei MEGGLE

Bei der Molkerei MEGGLE ist man ebenfalls sehr darum bemüht, sich eigene Fachkräfte bereits mit den Lehrlingen des eigenen Unternehmens heranzuziehen. „Mit einer fundierten Ausbildung wird der Grundstein fürs spätere Berufsleben gelegt, wir möchten unseren Nachwuchs gerne auch nach der Ausbildung in unseren Abteilungen halten und freuen uns sehr, dass wir engagierte Jugendliche im Team begrüßen durften“, heißt es von Ausbildungsleiterin Monika Dimpflmaier.

Neben Azubis in den vielen Abteilungen wurden zum zweiten Mal auch Plätze für Duale Studien besetzt. „Während der ersten Wochen wird viel erklärt, und auch Schulungen vorgenommen bezüglich der Arbeitssicherheit und dem Gleichbehandlungsgesetzt“, erklärt Dimpflmaier im Gespräch mit wasserburg24.de. Außerdem sei es der Molkerei MEGGLE wichtig, die Lehrlinge mit den Zuständigkeiten der Abteilungen vertraut zu machen, das Prägen des Gemeinschaftssinns sei ebenfalls Voraussetzung für einen gelungenen Start ins Ausbildungsleben. „Seit 2013 organisieren wir zum Ausbildungsstart für die Lehrlinge eine externe Schulung, die in Bad Endorf stattfindet“, berichtet die Ausbildungsleiterin weiter. Hier werden neben sportlichen Aktivitäten wie Klettern, Bauerngolf oder Radlfahren als Kennenlern der anderen Azubis auch Rhetoriktipps und zusätzliche praxistaugliche Infos an die „Neuen“ weitergegeben.

RoMed-Klinik Wasserburg

Start in die Ausbildung in der RoMed-Klinik

Die Berufsfachschule für Krankenpflege an der RoMed Klinik Wasserburg begrüßte am 1. Oktober 23 Schülerinnen und neun Schüler zum Start der dreijährigen Ausbildung zum/zur staatlich geprüften Gesundheits- und Krankenpfleger/-in.

Die praktische Ausbildung findet in den vier Kliniken des Verbunds in Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Rosenheim und Wasserburg am Inn statt. Der theoretische Unterricht erfolgt in der Berufsfachschule an der RoMed Klinik Wasserburg. Pflegedienstleiter Andreas Reichl und Schulleiterin Brigitte Kanamüller-Eibl begrüßten die „Erstklässler“ und freuen sich über das große Interesse junger Menschen am Pflegeberuf.

kbo-Inn-Salzach-Klinikum

Auch dieses Jahr starten neben den Schülern und Schülerinnen der Berufsfachschule für Krankenpflege bzw. Krankenpflegehilfe wieder 6 Auszubildende bei einem der größten Arbeitgeber der Region in das Berufsleben. Sehr vielseitig ist das Angebot an Ausbildungsberufen im kbo-Inn-Salzach-Klinikum, so sind unter den neuen Auszubildenden Hauswirtschafterinnen, eine Kauffrau im Gesundheitswesen, eine Gärtnerin, eine Erzieherin sowie ein Metzger. Zusätzlich werden noch Stellen für den Bundesfreiwilligendienst angeboten. Anfang Oktober beginnt der neue Kurs an der Berufsfachschule für Krankenpflege, an dem 33 Schüler/innen teilnehmen. Bereits begonnen hat der Kurs der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe mit 23 Schüler/innen.

Quelle: rosenheim24.de

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