Winterwetter: Fluch oder Segen für Baubranche?

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So manche Baustelle ruht in der Region. Der Winter zwingt zur Baupause.
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Altlandkreis – Das Winterwetter sorgt für Stillstand. Viele Baustellen, die im Herbst begonnen wurden, ruhen momentan. Wie sehr schränken die zapfigen Temperaturen die Baufirmen in der Region ein?

Thomas Breintner steht enttäuscht neben seinem halbfertigen Rohbau. Die Decke ist noch vor dem Wintereinbruch aufgezogen worden, jetzt herrscht Stille auf dem Bau. „Ich hatte gehofft, dass wir einen milden Winter wie letztes Jahr nutzen können, und der Rohbau bis Ende Februar komplett wäre“, so Breintner gegenüber wasserburg24.de.

Das Wetter habe ihm seinen Jahresplan durcheinander gebracht. „Es sei momentan nicht wirtschaftlich, draußen weiterzubauen“, heißt es einheitlich von vielen Baufirmen aus dem Altlandkreis.

Innenbaustellen könnten jetzt ohne Probleme gemacht werden, draußen jedoch sei es nicht sonderlich empfehlenswert, so der Inhaber eines Bauunternehmens aus dem Wasserburger Umland. Die Wirtschaftlichkeit sei nicht gegeben, die Baustoffe würden nicht besser, sind sich die Firmen einig. „Wenn wir jetzt eine Mauer hochziehen, würden die Baustoffe durchfeuchten, keine gute Voraussetzung für ein solides Bauwerk“, so die erfahrenen Bauunternehmer. Es wäre nicht sinnvoll, jetzt am Rohbau zu arbeiten, innen jedoch könnte ohne Probleme gewerkelt werden.

Für viele Baufirmen aus der Region ist das Winterwetter fast Segen statt Fluch. „Die Baubranche hat während der Sommer- und Herbstmonate Überstunden der Mitarbeiter in Hülle und Fülle zu verbuchen gehabt, darum ist diese Verschnaufpause im Winter gar nicht schlecht“ betont Bernhard Arens, Personalchef einer Baufirma aus dem Altlandkreis überzeugt.

Gleicher Meinung sind auch andere Firmeninhaber aus der Region. „Unsere Mitarbeiter müssen sich auch einmal erholen, wir könnten nicht 12 Monate durcharbeiten, gerade im Winter ist endlich mal Zeit, um Stunden auszugleichen und wieder Kraft zu schöpfen, Resturlaub zu nehmen“. Das Tempo auf dem Bau könne nicht stetig beibehalten werden. Generell sei die saisonal bedingte Pause sogar eine Wohltat für die Teams auf dem Bau, zeigen sich Unternehmer überzeugt.

Für Thomas Breintner und viele andere Bauherren, die das Entstehen des eigenen Hauses gar nicht mehr erwarten können, bleibt die Vorfreude und die Erkenntnis, dass das Wetter eben niemand verändern kann. „Dann müssen wir eben beim Einrichten unseres Hauses bisserl schneller sein, damit wir im Herbst wirklich aus unserer Mietwohnung raus können und ins eigene Heim ziehen können“, lächelt Breintner.

Quelle: rosenheim24.de

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