Eingewöhnungszeit für die neuen Lehrlinge

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Die erste Woche in der Firma ist für die Azubis oft prägend
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Altlandkreis - Der Start ins neue Ausbildungsjahr ist geglückt. Die Aufregung am ersten Tag war vielen Azubis anzumerken. Während der Startwoche werden die Lehrlinge meist noch nicht in den stressigen Arbeitsalltag geschmissen.

Eine spannende Zeit beginnt für die vielen hundert Azubis, die im Altlandkreis Wasserburg in den neuen Lebensabschnitt gestartet sind. „Die erste Stunde bevor es zur Arbeitsstelle ging, war die schlimmste“ erklärt Irene. Sie arbeitet im Büro einer großen Baufirma, erlernt den Beruf der Bürokauffrau. „Schon vor Wochen hab ich mir ausgemalt, wie das so wird zum Anfang, doch die Kolleginnen haben mich sehr herzlich empfangen, die Aufregung ist weg“ lächelt Irene glücklich. Die erste Woche des Ausbildungsjahres dient der Eingewöhnung in den Firmen. Erklärungen, wie der Arbeitsalltag passiert, die Vorstellung des Teams und der Rundgang durch das jeweilige Unternehmen stehen an. Dies sei wichtig, um die Transparenz zu zeigen, die der Betrieb seinem Lehrling übermittelt, sind sich die Ausbildungsleiter einig. Neben vielen Azubis im Handwerk sind viele Lehrlinge in den großen Unternehmen der Region angekommen, haben in einer Bank oder einer Molkerei eine Ausbildungsstelle bekommen.

Doch auch die kleinen Betriebe sind willig, Lehrlinge aufzunehmen. So kommt es oftmals auch vor, dass neben dem Firmeninhaber lediglich noch ein Geselle und ein Azubi als Mitarbeiter aktiv sind. „Dies ist aber kein Nachteil“ sind sich Experten der IHK sicher. „Gerade auch in kleinen Firmen werden die Azubis gut angelernt und erfahren viel über den Beruf, können schnell eigenständig Aufgaben erledigen“. Obwohl Kollegen wichtig seien, mache es nichts, nicht besonders viele Kollegen zu haben, heißt es weiter. Dies bestätigt auch Markus. „Ich möchte Schreiner werden und habe nach dem Grundjahr in der Berufsschule nun im Betrieb nur 1 Kollegen. Aber das macht nichts. Ich konzentrier mich auf die Arbeit und nach Dienstschluss treff ich mich mit meinen Kumpels, Kollegen sind mir nicht so wichtig, ein gutes Betriebsklima kann es auch in einem kleinen Unternehmen geben und das hab ich hier“, zeigt sich Markus besonders zielsicher.

Der gelungene Startschuss ist wichtig

Die Eingewöhnungszeit ist ein wichtiges Instrument für die Lehrlinge, um sich in den Arbeitsalltag einfügen zu können. „Die Lehrlinge sollen sich ja gut zurechtfinden und Antworten auf ihre Fragen bekommen, darum gehört es bei uns dazu, die erste Ausbildungswoche besonders angenehm für die Azubis zu gestalten“, erklärt Robert Minigshofer von der Sparkasse Wasserburg.

Dieses Jahr sind 6 Auszubildende angetreten, um eine Ausbildung in der Bank zu beginnen. Die Azubis, die schon ein Jahr hier sind, zeigen den „Neuen“ den Betrieb aus „Azubisicht“, außerdem stellt sich der Direktor der Bank vor. Das Kennenlernen der Arbeitsabläufe und des Teams sei wichtiger Bestandteil der Philosophie der Sparkasse Wasserburg, erklärt Minigshofer.

„Nach den ersten fünf Arbeitstagen entwickeln die Lehrlinge dann ein Gespür für den Ablauf und den Alltag im Unternehmen und können sich auf die Aufgaben besser einlassen, erläutert Psychologe Bernhard Sommer im Gespräch mit wasserburg24.de.

Der Empfang der Azubis und die Betreuung in der ersten Zeit sei die wichtigste, so der Psychologe weiter. „Wenn der Start glückt, fühlen sich die Lehrlinge wohl und gut aufgehoben, dann wird auch schnell die Zugehörigkeit zur Arbeitsstelle wachsen“. Die Startwoche sei die prägendste Zeit für die „Neuen“, so Sommer abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

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