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Fertigstellung

Baustopps und Lieferprobleme: Wann die Wasserburger Dauerbaustelle „Museumsdepot“ fertig wird

Das Wasserburger Museumsdepot befindet sich nach mehreren Verzögerungen in der letzten Bauphase.
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Das Wasserburger Museumsdepot befindet sich nach mehreren Verzögerungen in der letzten Bauphase.

Endspurt beim Museumsdepot: Nach einer teilweise sehr schwierigen Bauphase sieht es nun so aus, als könne eine der größten Baustellen der Stadt Wasserburg bald fertig werden.

Wasserburg – Bereits seit 2006 gibt es in Wasserburg die Idee, ein Museumsdepot zu bauen. Anfangs war es noch als Pilotprojekt des Forschungsinstituts Fraunhofer-Gesellschaft geplant. Danach ging die Baulast auf die Stadt über. Im Juli 2020 beschloss der Stadtrat die Maßnahme. Der Bau selbst, das gaben auch Bürgermeister Michael Kölbl und Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann beim Pressetermin zu, gestaltete sich jedoch als schwierig.

Ende ursprünglich im April geplant

Baustopps, Schwierigkeiten in der Abstimmung zwischen den Firmen, die Lieferung von fehlerhaften Betonteilen, die verzögerte Prüfung der Statik haben den Zeitplan des Museumsdepots geprägt. Nun konnten Kölbl und Herrmann die gute Nachricht überbringen, dass das Projekt in der Endphase sei. „Bis Ende des Jahres sind wir fertig“, erklärte Kölbl. Eine Verzögerung von mehreren Monaten, denn eigentlich hätte das Gebäude im April fertiggestellt werden sollen. „Es war aber von Anfang an klar, dass wir das nicht schaffen“, setzte Herrmann hinzu.

Keine Kostensteigerung

Doch trotz der Schwierigkeiten konnte Kölbl weitere positive Nachrichten vermelden. Wie anfangs in etwa veranschlagt, belaufen sich die Gesamtkosten auf 3,8 Millionen Euro. Davon erhält die Stadt sogar eine Million Euro an Fördergeldern. „Das ist außergewöhnlich“, bemerkte Kölbl, „da solche Gebäude sonst keine Förderung erhalten.“

Kulturell und ökologisch nachhaltig

Sonja Fehler, Leiterin des städtischen Museums, zeigte sich erfreut über den Fortschritt. Im Museumsdepot werde doppelte Nachhaltigkeit gelebt. „Kulturell wie ökologisch“, so Fehler.

Im Depot würde die historische Sammlung der Stadt für zukünftige Generationen aufbewahrt, insgesamt etwa 18.000 Stücke. „Sie werden sauber und schädlingsfrei gelagert.“ Um dies zu gewährleisten, werde das Gebäude fensterlos gebaut, um die Lichteinstrahlung zu minimieren.

Außerdem werde es einen Quarantäneraum geben, in dem über Unterdruck und eine Lüftungsanlage Schädlinge wie Insekten und Pilze direkt aus dem Depot entfernt werden. So könnten die Stücke danach risikofrei erfasst und gelagert werden. Der Lagerraum werde aber trotzdem zumindest teilweise auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. „Unsere Sammlung wird hier auf keinen Fall versteckt“, betonte Fehler.

Stolz auf einen Bau, der im doppelten Sinne nachhaltig ist, sind (von links) Museumsleiterin Sonja Fehler, Bürgermeister Michael Kölbl und Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann.

Besonders stolz zeigte sich Fehler aber über die ökologische Nachhaltigkeit des neuen Museumsdepots. Das Gebäude sei generationsgerecht und an die sich verändernden Bedingungen – auch im Hinblick auf den Klimawandel angepasst. Das bestätigte auch Stadtbaumeisterin Herrmann: Über spezielle Bodenplatten aus Beton könne die Temperatur im Lager reguliert werden. „Das ist für solche empfindlichen Stücke natürlich besonders wichtig.“

Gebäude wird autark versorgt

Strom werde über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt. „Sie wird noch von den Stadtwerken installiert“, erklärte Bürgermeister Kölbl. Geheizt werde das Depot über eine Wärmepumpe. „Die ist tatsächlich auch schon da“, erklärte Herrmann augenzwinkernd. Die Stadt habe sie extra frühzeitig gekauft und „wochenlang im Bauhof eingelagert.“ Damit sei das Gebäude autark.

Nun seien noch letze Restarbeiten zu erledigen. Im Herbst würden die Freiflächen noch mit einer Blühwiese, vor allem mit regionalen Sträuchern bepflanzt, danach sei das Museumsdepot bezugsbereit.

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