Stand gar nicht zur Debatte

Ein Stadtmanager für Wasserburg?

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Ein Stadtmanager stand nicht auf der Tagesordnung, doch plötzlich wurde er zum Thema
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Wasserburg – Und plötzlich fiel das Schlagwort. Ein Stadtmanager für Wasserburg? Der Hauptausschuss kam über Umwege zu dieser pikanten Diskussion. Eigentlich drehte sich vieles um das Engagement des WFV und die Bezuschussung für geleistetes Stadtmarketing.

"Wir sollten hier viel mehr machen“, kam es Stadträtin Dr. Christine Mayerhofer über die Lippen. Sie ist Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wasserburg und brachte sich mit ihren Vorschlägen ein, sich als Stadt möglicherweise mehr um Stadtmarketing zu kümmern. Es sei für Touristen sehr schön, Erinnerungen mitzunehmen oder besondere Eindrücke einer Stadt wie Wasserburg zu erfahren. „Wir könnten und sollten viel mehr Werbung für uns als Stadt Wasserburg machen“, so Mayerhofer.

„Ich entnehme, dass unsere Idee - des Wasserburger Block e. V. / Freie Wähler - eines Stadtmanagers, die immer wieder runtergebügelt wurde, nun vielleicht doch nicht so unsinnig ist“, fühlte sich Armin Sinzinger bestärkt. Stadtrat Sinzinger vertrat Elisabeth Fischer im Hauptausschuss, die entschuldigt fehlte. „Ich entnehme Ihren Worten, dass Sie das auch wollen“, so Sinzinger gegenüber Dr. Christine Mayerhofer. „Nein, das hab ich gar nicht gefordert“, widersprach Mayerhofer. Es gehe bei einem Stadtmanager, der entweder haupt- oder aber auch ehrenamtlich tätig sein könne, darum, vieles zu bündeln und zu organisieren, erläuterte Sinzinger. Genau dies habe der Wasserburger Block bereits mehrfach diskutieren wollen mit den Stadtratskollegen.

Lob für Engagement

Bürgermeister Michael Kölbl erklärte, man sei mit dem WFV ohnehin gerade im Gespräch, weil man im Zuge der Mitfinanzierung und Förderung verschiedener Maßnahmen über die allgemeinen Verantwortlichkeiten der Projekte austauschen möchte, um diese für die Zukunft zu sichern. „Da stellt sich aber schon die Frage, was geht ehrenamtlich und was eben nicht. Die WFV-Verantwortlichen der Ausschüsse und der Vorstandschaft leistet ehrenamtliche Arbeit“, betonte Kölbl. Obwohl es laut Tagesordnungspunkt vor allem um das obligatorische „Absegnen“ der Förderung des WFV für verschiedene Projekte und Aktionen in Höhe von 15.000 Euro ging, kamen die Ausschussmitglieder zu einer fast hitzigen Diskussion. „Meiner Meinung nach gibt es im Touristbüro sehr viele schöne Sachen und Mitgebsel aus der Stadt“, verschärfte Kämmerer Konrad Doser den Ton.

Logo noch zeitgemäß?

„Auch über den Wiedererkennungswert und die Wirksamkeit des Logos sollten wir uns mal unterhalten“, brachte sich Mayerhofer umgehend nochmals ein. „Wir müssen schon auch mit der Zeit gehen und sollten uns anstrengen“. Edith Stürmlinger befürwortete zwar die Idee von Dr. Mayerhofer, mehr aktiv zu tun, dennoch lobte sie die bereits jetzt hervorragende Arbeit und Leistung der zahlreichen Vereine in Wasserburg und den Einsatz des WFV. „Hier passiert alles ehrenamtlich, und wir ziehen immer wieder mit Veranstaltungen und Projekten sowie Aktionen viele Menschen nach Wasserburg, weil wir oft auch einzigartige Sachen veranstalten und haben“, so Stürmlinger. Das Gute was da sei, sollte fortgesetzt und von der Stadt gefördert werden, so Stürmlinger. Doch für neue Ideen müsse man freilich immer auch offen sein, zeigte sich Stürmlinger überzeugt. „Die Stadt präsentiert sich aber nach außen bereits sehr vielseitig“. Um die Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung nicht weiter zu verlängern, bat Bürgermeister Michael Kölbl die Ausschussmitglieder um Diskussionsende. „Es ging doch jetzt um die Förderung des WFV und um nichts anderes“, so Kölbl.

Quelle: rosenheim24.de

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