Einheitlichen Lohn gefordert

Busfahrer sein: Um jeden Preis?

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Busfahrer haben Verantwortung, werden unterschiedlich dafür entlohnt. Entsteht hier die 2-3 Klassengesellschaft?

Landkreis - Die Verantwortung wird ganz unterschiedlich bezahlt. Busfahrer aus der Region haben sich deshalb an der bundesweiten Petition beteiligt. Diese fordert einheitlichen Lohn für Busfahrer.

Der Appell geht an Arbeitsministerin Andrea Nahles. Die Petenten fordern einheitlichen Lohn für alle Busfahrerinnen und Busfahrer, sowohl im Liniennetz, als auch im Reiseverkehr. "Es soll keine 2-3 Klassengesellschaft mehr geben, oft wird ein Mindestlohn gezahlt, der der Verantwortung eines Busfahrers nun wirklich nicht gerecht wird. Andere verdienen fast das Doppelte", betont Andreas Hübner. Er ist einer von vielen Busfahrern, die diesen Beruf gerne ausüben. Doch jede Tätigkeit müsse auch richtig entlohnt werden, zeigt sich Hübner überzeugt.

Vor kurzem hat er vom Linienverkehr, der in städtischer Hand war, zu einem privaten Busunternehmer, der Schulbus und Reisefahrten macht, gewechselt. "Natürlich werden die städtischen Linien besser gezahlt als die Einsätze über private Unternehmen", so Hübner. "Trotzdem gibt es grundsätzlich zu große Unterschiede in der Bezahlung", heißt es von dem 46-Jährigen.

Busfahrer ist er gerne, doch wenn die Regionen enorm unterschiedlich bezahlt werden, müsse man für mehr Einheit kämpfen. Es sei wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass man als Busfahrer nicht genug und vor allem extrem unterschiedlich bezahlt würde. "Schlecht bezahlt zu miesen Arbeitszeiten, da steigen viele junge Busfahrer gleich wieder aus, derweil werden Busfahrer dringend gesucht, warum wohl?", erklärt Hübner im Gespräch mit wasserburg24.de.

Besonders die Nahverkehrsunternehmen hätten steigenden Bedarf an Busfahrern. Weiter werden Strecken ausgebaut und mit Busverkehr ausgestattet, bis ins Jahr 2020 seien bundesweit an die 30.000 Neueinstellungen geplant, berichtet der 46-Jährige. Diese Planungen könnten niemals realisiert werden, wenn ein Busfahrer sich zweimal überlegen müsste, ob er sich diesen Beruf überhaupt leisten könne oder antun wolle. "Es macht mir großen Spaß als Busfahrer zu arbeiten, aber nicht um jeden Preis", zeigt sich Hübner nachdenklich.

Er ist nicht der Einzige, der so denkt. Viele Busfahrerinnen und Busfahrer haben sich an der Petition beteiligt und sich eingetragen, jetzt gelte es abzuwarten, ob es Thema in der großen Politik werden kann. Wann sich die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, dem Thema annehmen wird, ist noch unklar.

Quelle: rosenheim24.de

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