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Fazit aus dem Weihnachtsgeschäft

„Wird das ausgewürfelt?“ 2G-Regel-Verwirrung im Handel in Wasserburg und Haag

„Nicht nachvollziehbar“, so lautet das Urteil der Geschäftsleute aus Haag und Wasserburg zur Umsetzung der 2G-Regel im Handel.
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„Nicht nachvollziehbar“, so lautet das Urteil der Geschäftsleute aus Haag und Wasserburg zur Umsetzung der 2G-Regel im Handel.

Es sind vor allem die verwirrenden Corona-Regelungen, die den Geschäftsleuten in Wasserburg und Haag in Zusammenhang mit dem jüngsten Weihnachtsgeschäft sauer aufstoßen. Thomas Sax, Vorsitzender des Werberings „Haag aktiv“, und Christoph Klobeck, Wirtschaftsreferent der Stadt Wasserburg, berichten der Heimatzeitung von ihren Erfahrungen.

Unterschiedliche Corona-Regeln und Kontrollen„Wird das ausgewürfelt, oder dreht da jemand am Glücksrad“, fragt sich Christoph Klobeck im Zusammenhang mit den 2G-Regeln und betont mit dem nächsten Atemzug „Das Hin und Her ist absolut schädlich für den stationären Handel gewesen.“ Zahlreiche Kunden hätten bei ihm angerufen, allesamt verunsichert, welche Regelung denn aktuell gelte. „Haben Sie geöffnet, darf ich das Geschäft betreten, brauche ich einen extra Test?“ Das seien die Standardfragen der Kundschaft gewesen, die mehrmals am Tag beantwortet werden mussten.

In Haag herrscht zudem großer Unmut darüber, „dass die Corona-Regeln in gleichen Handelsbereichen unterschiedliche Vorgaben machen,“ ergänzt Sax.

„Wer soll verstehen, dass ein Discounter einen Wasserkocher verkaufen darf, aber ein Elektrohändler nicht?“, fragt er. „Auch die unterschiedliche Umsetzung der 2G-Kontrollen in der Region ist den Mitgliedern des Werberings sehr negativ aufgefallen“, gibt er ihre Beschwerden weiter. „In Haag ist mir nichts bekannt, dass es bei Betriebskontrollen zu Auffälligkeiten gekommen wäre. Aber in der Region um Haag hat es Marktteilnehmer gegeben, die den 2G-Einlass nicht sicher kontrolliert haben“, kritisiert er. Das darf nicht sein, ärgert sich Thomas Sax und fordert: „Alle oder keiner!“

Weniger Kunden als üblich

„Kein Wunder, dass wir wegen der Verwirrung um die Regeln weniger Kunden als üblich in unseren Verkaufträumen begrüßen konnten“, so Klobeck. Langes Bummeln durch die Geschäfte fand heuer nicht statt. Wer allerdings erst einmal im Geschäft drin war, der hat auch meistens etwas gekauft, weiß der Wasserburger Geschäftsinhaber aus eigener Erfahrung.

Das bestätigt auch Thomas Sax vom Werbering „Haag aktiv“. In der Marktgemeinde sei ebenfalls festgestellt worden, dass in der Vorweihnachtszeit deutlich weniger Kunden in den Straßen unterwegs waren als beispielsweise 2019. „Sie kamen – meist gut informiert durch das Internet – und kauften dann gezielt stationär“, beschreibt Sax das Kaufverhalten. Er glaubt, dass in Haag das Weihnachtsgeschäft gegenüber 2020 kaum abgefallen sei, aber bei manchen Branchen zeichne sich gegenüber 2019 ein Verlust von bis zu 25 Prozent ab. Klobeck aus Wasserburg verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es im Weihnachtsgeschäft 2020 am 16. Dezember zum Lockdown kam. „Die Einkaufszeit vor Weihnachten war also 2020 stark verkürzt, wenn man das mit einberechnet, dann sehen die vermeintlich gleichbleibenden Umsätze 2021 schon wieder ganz anders aus“, gibt er zu bedenken.

Der Einzelhandel generell spreche deutschlandweit von etwa 30 Prozent Einbußen im stationären Bereich, je nach Branche, gibt Klobeck weiter.

„Wunscherfüller“ brachte 4600 Kassenvorgänge

Für Wasserburg sei der „Wunscherfüller“, der im vergangenen Jahr noch vor dem Weihnachtsgeschäft ausgegeben wurde, ein guter Erfolg gewesen. Die Gutscheine mit deutlichem Mehrwert für die Kunden waren im Oktober als Anschub für den Handel und die Gastronomie in Pandemiezeiten ausgegeben worden. „90 Prozent der Gutscheine sind eingelöst worden, das heißt, wir hatten in vier Wochen Einlösezeit rund 4600 Kassenvorgänge“, beschreibt er. „In Wasserburg dürfen wir sowieso nicht jammern“, macht er deutlich. „Unsere Kunden sind treu und unterstützen den stationären Handel sehr. Das muss man auch mal positiv anmerken.“

So einen Wunscherfüller hätte der Werbering in Haag auch gern. Im vergangenen Jahr sei die Zeit zu knapp gewesen, um so ein Projekt besprechen, planen und durchzuführen zu können, doch heuer wolle man sich mit der Gemeinde – „wenn sich die Corona-Lage wieder normalisiert hat“ – gemeinsam an den Tisch setzen und in Ruhe mögliche Planungen durchsprechen, kündigt Thomas Sax an. „Das soll dann aber in Präsenz und nicht per Video-Konferenz stattfinden.“

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