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Pandemie nicht überstanden

Corona-Belastung war zu hoch: Wasserburger Eiscafé Gondola schließt - „Kopf macht nicht mehr mit“

Jetzt putzt der Eisdielen-Besitzer die Flure. Die Corona-Belastung war für ihn zu hoch.
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Jetzt putzt der Eisdielen-Besitzer die Flure. Die Corona-Belastung war für ihn zu hoch.

Wenn er aufmachte, dann war Frühling in Wasserburg: Doch als das Eiscafé Gondola heuer schloss, wusste noch niemand, dass die Eisbäckerfamilie nicht zurückkehren würde. Jetzt ist die Nachricht raus – und die Wasserburger sind entsetzt. Wir haben Inhaber Massimo D`Altoe noch einmal besucht. Und einen deprimierten Gastronom getroffen.

Wasserburg – „Es ist sehr traurig“, sagt Massimo D´Altoe und blickt etwas verloren in seinem leeren Laden in der Salzederzeile umher. Die Eistheke ist bereits abmontiert, nur noch der Boden muss gewischt werden. „Es ist sehr, sehr traurig“, wiederholt er – und wirkt dabei fast etwas sprachlos.

Corona-Auflagen machen zu schaffen

35 Jahre hat seine Familie hier das Eiscafé Gondola betrieben, 28 Jahre davon war Massimo D´Altoe selbst Inhaber. Wasserburg war für ihn die zweite Heimat. Dass jetzt plötzlich Schluss damit sein soll, kann er selbst noch nicht so wirklich glauben – und das alle nur wegen Corona.

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Jetzt bleibt es erst einmal ruhig in der Salzederzeile. Bis auf weiteres hat die Eisdiele Gondola geschlossen.

An den Umsätzen lag es aber nicht. Im Gegenteil wirtschaftlich sei die Pandemie für ihn kein Problem gewesen, der Grund liege woanders. „Der Kopf macht nicht mehr mit“, erklärt D´Altoe achselzuckend. Die Corona-Auflagen der vergangenen beiden Jahre haben ihm und seinem Team zu sehr zu schaffen gemacht. Die Belastung sei zu hoch gewesen.

Wirtschaftlich stand die Eisdiele auch während Corona gut da, versichert D´Altoe, denn die Kunden standen auch während des Lockdowns Schlange für ein To-Go-Eis.

Viele Wasserburger schreiben ihm Nachrichten

„Ständig auf und zu. Ständig was Neues“, sagt er, das sei zu viel geworden. „Und die Leute waren so genervt. Dabei sind es doch nicht meine Regeln.“ Es tue ihm sehr leid, schließen zu müssen. Die Familie sei gern in Wasserburg gewesen. „Aber ich kann nicht mehr. Es reicht.“

Dass ihn auch die Wasserburger vermissen werden, habe D´Altoe spätestens nach den 300 Nachrichten, die er bereits erhalten habe, bemerkt. Darüber sei er sehr dankbar und freue sich.

Vorerst geht es für D´Altoe nun zurück nach Italien. „Erst einmal ein paar Monate Ruhe“, meint er. Was die anschließenden Pläne für ihn und seine Familie sind, das sei noch nicht sicher. „Ich weiß es nicht“, meint D´Altoe, „wir werden sehen.“

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