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Interview zu Online-Aktion

Wasserburger Bündnis zum Corona-Streit: „Möchten zeigen, dass die Vernünftigen in der Mehrheit sind“

Steffi König
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Steffi König

Die seit einigen Wochen in Wasserburg stattfindenden nicht angemeldeten Versammlungen gegen die Corona-Politik haben das Bündnis „wasserburg.bunt“ zu einer Online-Unterschriftenaktion veranlasst. Sprecherin Steffi König erläutert im Interview, was das Ziel der „Wasserburger Erklärung“ ist.

Wasserburg – Das Bündnis „Wasserburg.bunt“ ruft die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, online die „Wasserburger Erklärung – gemeinsam mit Verstand aus der Krise“ zu unterschreiben. Im Interview mit der Wasserburger Zeitung erläutert Steffi König für das Team der Sprecherinnen und Sprecher des Bündnisses mit Brigitte Aversano, Aline Müller, Christian Peiker und Walter Linner, warum es notwendig sei, jetzt online die Stimme zu erheben.

Warum ist es notwendig, dass sich die ihrer Meinung nach „schweigende Mehrheit“ auf diese Weise zu Wort meldet?

Steffi König : Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und auch in Wasserburg steht hinter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. So sind beispielsweise 59,8 Millionen Menschen in Deutschland bereits vollständig geimpft – das ist für uns eine „Großkundgebung“ dafür, dass Impfen als ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung von Corona gesehen wird. Die bundesweiten Corona-Maßnahmen finden laut neuesten Umfragen in Bayern 42 Prozent genau richtig und 31 Prozent nicht scharf genug. Damit fordern so viele Bayern wie nie zuvor härtere Maßnahmen.

Und auch wenn man sich mit den Menschen in Wasserburg unterhält, kann man feststellen, dass sich der Großteil solidarisch und vernünftig verhält und die Regelungen mitträgt. Wie so oft liest man in den Sozialen Medien und auch in der Presse viel mehr von denen, die die Schutzmaßnahmen ablehnen – teilweise aggressiv oder mit undemokratischen Mitteln. Mit der „Wasserburger Erklärung“ online möchten wir zeigen, dass die Vernünftigen in der Mehrheit sind.

Warum gehen viele Menschen, die hinter der Corona-Politik stehen, nicht auf die Straße oder zu den angemeldeten Versammlungen, mit denen ein Bündnis verschiedener Gruppen auch in Wasserburg ein Zeichen setzen möchte gegen die „Montagsspaziergänge“?

König : Dafür gibt es nach unserer Erfahrung verschiedene Gründe. Einige möchten sich einfach nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Andere haben vielleicht Angst davor, persönlich angegriffen zu werden, was leider auch immer häufiger der Fall ist. Viele der Anti-Corona-Demos sind ja von rechten Gruppierungen wie zum Beispiel der extrem rechten Partei „Der III. Weg“ unterwandert. Mit der Online-Erklärung möchten wir daher den Menschen die Möglichkeit geben, sich zu positionieren, die nicht an einer Demo teilnehmen können oder wollen.

Die Kritik an der Corona-Politik wird immer lauter. Die Fronten verhärten sich - auch in Wasserburg, wo die Impfpflicht für Mitarbeitende im Gesundheitswesen für große Spannungen in den Kliniken und Heimen sowie Betreuungseinrichtungen sorgt. Was könnte in den Augen des Bündnisses „Wasserburg.bunt“ ein Weg sein, die verhärteten Fronten aufzulösen?

König: In der Wasserburger Erklärung stellen wir uns ja eindeutig hinter die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Sie arbeiten am Limit und müssen dringend entlastet werden. Das wiederum klappt nur, wenn sich die Gesellschaft solidarisch verhält und das auch offen zeigt: indem man sich impfen lässt und sich an die gesetzlichen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie hält.

Die Erklärung findet sich online auf change.org.