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Damit kein Wasser ins Wasser kommt

Wasserburg - Wasser: An so heißen Tagen wie zuletzt ist es besonders wichtig, dass es immer aus dem Hahn fließt. Die Wasserburger Stadtwerke investieren gerade eine halbe Million in diese Versorgungssicherheit.

Der Hochbehälter Fröschlanger wird nämlich saniert.

Noch habe es keine wirklichen Probleme gegeben, versichert Bürgermeister Michael Kölbl. Trotzdem haben sich die Stadtwerke letztes Jahr entschieden, nacheinander die drei Hochbehälter der städtischen Trinkwasserversorgung zu sanieren: "Vorausschauend - das ist der Unterschied zu rein profitorientierten Privatunternehmen", so der Seitenhieb des Bürgermeisters in Richtung Privatisierungs-Tendenzen.

Begonnen wurde mit dem größten Behälter am Fröschl-anger, neben dem Badria. 1975 wurde er gebaut, damals ein hochmoderner Spiralleitwand-Behälter mit zwei Kammern, die je 1500 Kubikmeter Wasser fassen. Nach 34 Jahren allerdings zeigten sich bei der Untersuchung deutliche Verschleißspuren: Die Innenbeschichtung der Betonbehälter hat sich verbraucht. Vor ihrer Sanierung wird nun aber das äußere überholt.

Beim Bau war nämlich - damals durchaus Stand der Technik - der Betonbehälter einfach mit Erde überdeckt worden. Die wurde nun abgetragen. Auf dem Beton wurde ein Gefälle angelegt zur besseren Feuchtigkeits-Ableitung. Es werden auf rund 950 Quadratmetern Dichtbahnen, Isolierung, Schutzbeton und dann wieder 800 Kubikmeter Erde aufgebracht, darin 100 Meter Drainageleitungen.

Dies soll zum einen sicherstellen, dass der Behälter auch in Zukunft dicht bleibt. "Das ist einfach ein zusätzlicher Schutz, falls es doch irgendwann Fehlstellen im Beton geben sollte", so Fachingenieur Alfons Zeiler von der Firma Coplan, die den Bau betreut. Denn von außen darf absolut kein Wasser in den Behälter eindringen, um eine Verkeimung zu verhindern. Zum anderen soll die Isolierung die Bildung von Schwitzwasser an der Innenseite reduzieren. Das ist zwar kein hygienisches Problem, hatte aber zu unschönen Ablagerungen geführt.

Wenn das äußere Ende September fertig ist, geht es an die Innensanierung. Jeweils eine der zwei Kammern wird trockengelegt, dann müssen die Reste der Beschichtung mit Hochdruck abgetragen werden, "richtige Dreckarbeit", so Zeiler. Risse werden verpresst, eine neue mineralische Deckschicht wird aufgebracht.

Wassermeister Hans Maier ist froh, dass durch die Aufteilung in zwei Kammern auch in dieser Zeit die Wasserversorgung der Stadt nicht beeinträchtigt ist. "Sonst wär's schwierig."

500.000 Euro werden die Stadtwerke in diesem Jahr für den Hochbehälter Fröschlanger ausgeben. Nächstes Jahr kommt dann der etwas kleinere Behälter in Grasweg dran, der seit 30 Jahren in Betrieb ist. Das ist in etwa die "Lebenszeit" einer Beschichtung. 2011 wäre dann der kleinste Hochbehälter in der Burgau an der Reihe, "wenn nichts dazwischen kommt", schränkt Stadtwerke-Leiter Kurt Fritsch vorsichtig ein.

koe/Wasserburger Zeitung

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