Ist Regional bald das neue Bio?

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Wasserburg/Altlandkreis – Die Direktvermarktung in der Region läuft erfolgreich. Viele Landwirte haben sich darauf eingeschworen, eigene Produkte zu verkaufen. 

Ist regionale Ware Konkurrenz für "Bio" aus dem Supermarkt? Schon seit den 1980er Jahren nimmt die Direktvermarktung im Altlandkreis stetig zu.

Sebastian Friesinger, der sich seit Jahren für die Direktvermarktung in der Region stark macht, sieht großes Potential in diesem Bereich.

Friesinger ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim e. V. (RegRo).

Beim gerade abgehaltenen 6. Oberbayerischer Direktvermarktertag  im Hofcafe Grandl in Haag wurde deutlich, dass sich der Einsatz zugunsten regionaler und eigener Produkte größtenteils lohne, heißt es. Immer wieder werden neue Themen aufgegriffen, diesmal „Humor im Verkauf – wie geht man miteinander um“. Durch entsprechende Tipps werde aus Landwirten auch gute Vermarkter, heißt es von den Offiziellen.

Die Direktvermarktung in der Region  könne vielfältiger nicht sein, zeigt sich Friesinger begeistert: „Vom Schaffell über Rindfleisch oder Hühnerprodukte. Eine großartige Auswahl an frischester Ware garantiert allen Direktvermarktern einen hervorragenden Ruf“.

Der nördliche Landkreis Rosenheim müsse sich lediglich beim Gemüseanbau dem südlichen Landkreis geschlagen geben, so Friesinger weiter.

Manche Ortschaften konnten Reformen und neue Ideen zügig und erfolgreich umsetzen. Besonders hervorheben würde sich der Rotter Bauernmarkt, heißt es nach dem Direktvermarktertag von Vielen. Hier arrangiere sich jeder mit jedem. Die einen seien für die reine Produktion, zum Beispiel dem Brotbacken zuständig, die anderen verkaufen die Ware. So ließen sich alle anderen Aufgaben in einer Landwirtschaft und dem Haushalt noch gut vereinbaren. In Rott habe sich diese Strategie bereits bewährt, es sei wohl auch in anderen Ortschaften zukunftsweisend.

Direktvermarktung ist Bewusstseinsarbeit

Die Wissenschaft zeigt sich überzeugt davon, dass die Regionale Ware das neue Bio werde. Derzeit kommt Bio-Ware oftmals von weit her. Obwohl man die Erzeugung von Bio-Produkten durchaus wisse, könne man es beispielsweise in Südamerika kaum nachprüfen. In der Region hingegen wäre es möglich, sich direkt davon zu überzeugen, wie der Hof seine Hühner hält oder die weiteren Tiere pflege. Auch die Felder aus der Umgebung könnten jederzeit begutachtet werden. Dies schaffe Vertrauen, weiß auch der Vorsitzende des RegRo.

Der Altlandkreis Wasserburg sei so schön, weil er bewirtschaftet werde. Das fange schon bei der Weidehaltung an, und gehe über die anständige Produktion weiter. Weiterhin werde man daran arbeiten, dass die Direktvermarktung im Altlandkreis stabil bleibe und das Vertrauen der Kunden ein starkes Fundament für weiteren Aufbau werde.

Quelle: rosenheim24.de

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