„Ein Meilenstein“

Dorferneuerung Evenhausen: „Schee is worn“

Axel Brück (links), Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung und Bürgermeister Konrad Linner sind mit dem Ergebnis der Dorferneuerung Evenhausen sehr zufrieden.
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Axel Brück (links), Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung und Bürgermeister Konrad Linner sind mit dem Ergebnis der Dorferneuerung Evenhausen sehr zufrieden.

Mit Herzblut waren die Evenhausener aktiv bei der Dorferneuerung. Jetzt ist sie fertiggestellt. Die Mühen haben sich geloht, finden nicht nur die Evenhausener.

Amerang/Evenhausen – „Es ist ein Meilenstein in der Evenhausener Dorfgeschichte, quasi ein Jahrhundertwerk, das sich so schnell nicht wiederholen wird“, hatte Amerangs Bürgermeister Konrad Linner im März beim symbolischen Spatenstich zur Dorferneuerung in Evenhausen betont und damit die Tragweite der strukturellen und gestalterischen Maßnahmen zur Ortsentwicklung auf den Punkt gebracht.


Nun ist das 2,2 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen und das Resultat kann sich sehen lasse, finden viele Bürger.. Herzstück der Dorferneuerung ist der neugestaltete Dorfplatz. Wo früher eine rund 30 Quadratmeter große Betonplatte eines Kellers und Parkplätze wenig einladend wirkten, wurde es – ebenso wie an weiteren Stellen im Ort - mit Einzelbäumen und Sträuchern nun deutlich grüner. So ist um die alte Linde am Dorfplatz mit einer großen Grünfläche, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten ein Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität für Groß und Klein entstanden. Die Spielgeräte können auch vom angrenzenden Kindergarten benutzt werden - quasi als Synergieeffekt nebenbei. Ebenso wie die Findlinge aus einer Kiesgrube in der Umgebung. Sie sind gestalterisches Element und Sitzgelegenheit zugleich und sind damit eine wirkungsvolle, einzigartige Lösung.

Außerdem soll ein Pavillon mit Sitzbank und Tisch Einheimische und Auswärtige zum Rasten einladen.


Und auch die Parkmöglichkeiten wurden neu geordnet. Im Zentrumsbereich wurden neue Stellplätze entlang der Straße und an der Kirche angelegt. Der farbige Asphalt soll Autofahrern signalisieren, verstärkt auf Fußgänger und Kinder zu achten. Ein barrierefreier Fußweg entlang der Chiemgaustraße und eine Reduzierung der Fahrbahnbreite sollen für mehr Sicherheit und eine Verkehrsberuhigung sorgen.

Der Dorfplatz mit dem etwa 30 Quadratmetern großen Fundament war vor Beginn der Maßnahmen nicht sehr ansprechend.Auer

„Schee is worn“ finden viele Evenhausener. Auch Bürgermeister Linner und Axel Brück, der Projektleiter Land- und Dorfentwicklung vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) sind vom Ergebnis der Dorferneuerung angetan.

Kostenansatz sogar unterschritten

Zumal die Kosten deutlich unter den geschätzten 2,4 Millionen Euro liegen. Grund dafür sind, laut Bürgermeister Linner und Brück, die guten Ausschreibungsergebnisse und geringere Entsorgungskosten für altes Straßenmaterial als ursprünglich angenommen. Insgesamt seien 8300 Tonnen teerhaltiges Material ausgebaut worden.

Als regelrechten Glücksfall bewerteten Linner und Brück die Zusammenarbeit mit der Tiefbaufirma aus der Region. Die Baustellenabwicklung habe außerordentlich gut funktioniert.

Auch die Verknüpfung der Dorferneuerung und der gemeindlichen Regenwasserentsorgung habe sich mehr als bewährt.

Bürgermeister: „Viel geleistet, um das Dorf weiterzuentwickeln“

Bauherr für den Regenwasserkanal war die Gemeinde Amerang, für die eigentliche Dorferneuerung mit Gestaltung der Straßen und Plätze war die Teilnehmergemeinschaft Amerang II zuständig.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten habe prima geklappt, betonte Linner. Vom Freistaagt Bayern wurde die Dorferneuerung mit 1,1 Millionen Euro bezuschusst. „In den zurückliegenden Jahren ist viel geleistet worden, um den Ort weiterzuentwickeln. Alle Beteiligten hatten sich von Beginn an richtig reingehängt, neun Jahre lang durchgehalten und das Projekt mit Weitsicht vorangetrieben“, lobte Linner.

Laut Brück haben die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft zusammen rund 140 Stunden aufgebracht, um ein gutes Konzept zu erarbeiten und die Dorferneuerung zu realisieren. „Die Evenhausener waren mit Herzblut dabei“, betonte der Projektleiter.

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