Serie: Drogenthema in Wasserburg

Hat Wasserburg ein Drogenproblem?

+
Hat Wasserburg ein Drogenproblem? Das sagt Bürgermeister Michael Kölbl zum Thema
  • schließen

Wasserburg – Als Institution hat die Stadt Wasserburg mit der Drogenthematik nichts zu tun. Im Interview erklärt sich Bürgermeister Michael Kölbl jedoch nicht unberührt von der Entwicklung.

Wasserburg entwickelt sich. Mit vielen Einrichtungen, die den Bürgern zur Verfügung stehen und mit vielen Institutionen, die den Alltag der Bewohner sicher und angenehm machen sollen. Doch auch in einer Kleinstadt wie Wasserburg sind Veränderungen zu bemerken, die Rathauschef Michael Kölbl aufgefallen sind.

Unsere Artikelserie in dieser Woche: Hat Wasserburg ein Drogenproblem?

In den kommenden fünf Tagen werden wir das Thema aus verschiedenen Sichtweisen erörtern.

Was sagt die Polizei dazu, wie erleben Ärzte den erschreckenden Trend? Außerdem haben wir einen Experten im Interview, der Methadonprogramme in der Stadt begleitet. Ein ehemaliger Suchtkranker erklärt seinen Lebensweg. Als erstes aber fragen wir beim Stadtchef selbst nach. Seine Meinung lesen Sie heute hier bei uns.

Weder vom gesundheitlichen als auch vom Ordnungs- oder Sicherheitsbereich sei man betroffen, dennoch falle eine Zunahme in Bezug auf Drogenkonsum  auf, heißt es aus dem Rathaus. „Als Bürgermeister gehe ich natürlich mit offenen Augen durch die Stadt und erkenne, dass es offensichtlich immer mehr Personen gibt, die mit der Drogenthematik zu tun haben“.

Auf Kölbls Initiative hin hat es ein Gespräch bei der Polizeiinspektion Wasserburg gegeben. „Gemeinsam mit dem Inspektionsleiter und einem Vertreter des Polizeipräsidiums wurde die Drogenproblematik im Stadtgebiet Wasserburg und dem Umland erörtert“, berichtet Michael Kölbl im Gespräch mit wasserburg24.de.

Es sei klar gewesen, dass es einzelne Örtlichkeiten gebe, die schwerpunktmäßig als Treffpunkt für das Klientel gelten würden, so das Stadtoberhaupt weiter.

„Mir wurde zugesagt, dass hier verstärkt Kontrollen durchgeführt werden“. Die Rückmeldung sei prompt erfolgt, so Kölbl, es konnten durch verstärkte Kontrolleinsätze Fälle aufgedeckt werden. „Ich hoffe sehr, dass es in den Griff zu bekommen ist und das Problem des steigenden Drogenkonsums im Stadtgebiet Wasserburg und dem Umland minimiert werden kann“.

Warum wird Drogenkonsum in Wasserburg immer populärer?

Wieso nimmt auch in der idyllischen Innstadt der Drogenkontakt zu?Hier sieht Michael Kölbl verschiedene Faktoren.

Grundsätzlich seien Drogen in unserer Gesellschaft mehr zum Thema geworden, die Entwicklung vermehrter Aufgriffe von Drogenkonsumenten sei nicht nur in Wasserburg gegeben, so das Stadtoberhaupt gegenüber wasserburg24.de.

Auch der Klinikstandort Wasserburg sei in Betracht zu ziehen. „Das hochqualifizierte kbo-Inn-Salzach Klinikum behandelt Suchtkranke in einer sehr angesehenen Abteilung. Dies hat zur Folge, dass vermehrt Suchtkranke nach Wasserburg kommen, um sich behandeln zu lassen. Der Ein oder Andere bleibt aber auch in Wasserburg, wird hier mit einem Wohnsitz ansässig und kann dadurch auch nach einem stationären Aufenthalt nahen Kontakt zu den behandelnden Ärzten halten“, erklärt Kölbl.

Dies wirke sich unter anderem schon auch auf das gesamte Milieu in Wasserburg aus. „Wir sind keine Großstadt, dadurch ist es natürlich umgehend bemerkbar, wenn einige intensivere Konsumenten von Drogen hinzukommen“, schließt Kölbl das Thema ab.

Er schätze es sehr, dass es das Behandlungsangebot des kbo-Inn-Salzach Klinikums sowie Einrichtungen zur Aufnahme und Betreuung von Suchtkranken in Wasserburg gebe und nehme erfreut zur Kenntnis, dass die Polizei durch gezielte und verstärkte Kontrollen zugenommenen Drogenkonsum aufdecken würde.

Soviel zur Sicht des Wasserburger Bürgermeistes Michael Kölbl zum Drogenthema in der Stadt.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser