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Alteiselfinger bringen den Maibaum zurück

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Die Maibaumfreunde aus Alteiselfing sind bester Stimmung
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Eiselfing/Attel - Es ist vollbracht. Der Maibaum der Stiftung Attel wird von den Maibaumdieben aus Alteiselfing zurück gebracht. Ein Abenteuer rund um Tradition bekommt ein Happy End.

Nicht nur aber auch in Attel ist jetzt kräftig Muskelkraft gefragt. Viele Wochen des aufmerksamen Bewachens sind zu Ende. In Alteiselfing hat es sich gelohnt: "Nix ging schief. Wir haben's gut schafft" sind sich die vielen Freiwilligen der Dorfgemeinschaft Alteiselfing einig.

Am frühen Morgen des 1. Mais wurden noch letzte Verschönerungsarbeiten für den Rücktransport nach Attel gemacht. Hand anlegen durften dabei alle: Gekonnt wurde Buchs und Flieder in Position gebracht. Die Burschen aus Alteiselfing schauten derweil, dass das Gehölz sicher und ohne Schramme aus der Bewachungshalle gefahren wurde. Eine Freiheitsfahrt für den Maibaum begann. Zum ersten Mal nach vielen Wochen kam der Gestohlene Stamm ans Tageslicht.

Alteiselfing bringt den Maibaum zurück

Viele haben Nacht für Nacht gewacht, insgesamt sechs Wochen lang, damit nicht ein anderes Dorf sich den Maibaum unter die Nägel reißt. "Nichts schlimmeres, als wenn einem der geklaute Baum selbst wieder gestohlen wird", heißt es von so manchem Alteiselfinger ernst. 

Verhandlungen waren nicht schlecht

Spannend ging es zu bei den Verhandlungen zum Maibaum der Stiftung Attel. Michael Wagner von der Stiftung schaute den Alteiselfingern über die Schulter, und zeigte sich rundum zufrieden: "Der Baum ist uns jeden Liter Bier und jedes Essen wert. Die Jungs haben sich mächtig Mühe gegeben, der Maibaum sieht Klasse aus". Beim Bemalen wurde Gemeinschaftssinn groß geschrieben. Einige Bewohner der Stiftung kamen in Alteiselfing vorbei und halfen, dem Stamm das richtige Outfit zu verpassen.

Am Tag der Rückkehr waren auch Polizei und Feuerwehr mit von der Partie: Sicherheit beim Transport ist eine wichtige Sache und wird auch im Wasserburger Umland groß geschrieben.

Von aufgeregter Stimmung war nichts zu spüren, kurz bevor der Wagen Richtung Attel losfuhr. Das Geheimnis? Alle halfen zusammen! "In Alteiselfing haben Jung und Alt eine große Gemeinschaft", hieß es von den Verantwortlichen der Dorfgemeinschaft und der Maibaumfreunde. "Wir haben uns einen Plan aufgestellt, und alles lief glatt. Auch die Verhandlungen nahmen ein gutes Ende. Obwohl's sehr zäh losging", grinste Ferdl und einige weitere junge Männer, die sich noch gut an die ersten Tage erinnerten. 

Der Baum wurde ja bereits kurz nach dem Schlagen aus dem Wald gestohlen. Sicher in Gewahrsam genommen von den Alteiselfingern wurde es also Ernst.

Das Ergebnis: 

440 Liter Bier, 80 warme Essen nach dem Aufstellen des Maibaums und a riesen Gaudi wurde den Alteiselfingern von den Verantwortlichen der Stiftung Attel versprochen.

Die Zusage beider Gemeinschaften: Für die Stimmung ist gesorgt.  Dafür brachten die Alteiselfinger eine wichtige Zutat mit, die beim Maibaumaufstellen unverzichtbar ist. Muskelschmalz. Doch die ist in Alteiselfing durchaus vorhanden und kam selbstverständlich zum Einsatz.

Maibaum in Attel steht

Mit viel Elan schafften die Alteiselfinger es auch bestens, den Maibaum zum Stehen zu bringen. Danach gings zünftig zu. Es wurde sich zu geprostet und alle freuten sich über das gelungene Fest. Fesche Madl in tollen Dirndl waren da und verdrehten so manchem Burschen die Augen.

   

 

Quelle: rosenheim24.de

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