Wasserburger Grüne laden ins Stadtmuseum Kaufbeuren

Fahrt zur Ausstellung: Euthanasie-Ergeignisse unvergessen machen

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Die Euthanasiemorde sind Thema einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Kaufbeuren. Der Ortsverband der Grünen aus Wasserburg lädt zur Fahrt ins Stadtmuseum ein.

Wasserburg - Ortsverband lädt zu Ausstellung „In Memoriam. „Euthanasie“ im Nationalsozialismus“ein. Das Bezirkskrankenhaus stellt sich der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus.

Der Anlass für die gemeinsame Fahrt ist der 75. Jahrestag des Beginns der Euthanasiemorde an WasserburgerInnen am 7. November 2015. In den Jahren 1940 und 1941 wurden mehr als 700 Patienten und Bewohner der Einrichtungen in Gabersee und Attel im Rahmen der sogenannten T4-Aktion von den Nationalsozialisten ermordet.

Auf Antrag der Grünen Stadtratsfraktion beschloss der Stadtrat im März 2015 u.a. eine umfassende, wissenschaftliche Dokumentation dieses größten, jemals an WasserburgerInnen begangenen Verbrechens erstellen zu lassen.

Der Wasserburger Ortsverband B90/Die Grünen möchte nun erfahren, wie andere Kommunen mit vergleichbarer Geschichte sich dieser stellen.

Mitglieder und Interessierte sind am Samstag, den 23.1.2016 ganz herzlich zu einer gemeinsamen Tages-Fahrt nach Kaufbeuren eingeladen. Das Stadtmuseum Kaufbeuren zeigt die Ausstellung In Memoriam. „Euthanasie“ im Nationalsozialismus. Eine Vielzahl der in der Ausstellung gezeigten Schicksale entstammt der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren und deren Nebenstelle Irsee, einem zentralen Schauplatz der Euthanasie-Verbrechen in Schwaben.

Anhand von kurzen Texten, Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen sowie einzelnen Objekten werden die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms wie die „Aktion T4“, das Hungersterben und Tötungen durch Medikamente dargestellt. Die Dokumente zeigen unterschiedliche Opfergruppen – Erwachsene, Kinder und Zwangsarbeiter –, die Reaktion von Angehörigen, sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung in der Nachkriegszeit. Die Ausstellung „gibt den Opfern ein Gesicht, Menschen, denen im Namen einer sich menschlich genannten Psychiatrie unsägliches Leid angetan wurde“, so der Psychiater und Kurator Prof. Dr. Michael von Cranach. Unter seiner Führung als Leitender Ärztlicher Direktor (1980-2006) stellte sich das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren der Aufarbeitung der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus.

Um eine Anmeldung per Email wird bis zum 18.01.2015 gebeten unter:

alexander.hartung@gruene-wasserburg.de

Der Ortsverband übernimmt die Kosten der Zugfahrt von Reitmehring nach Kaufbeuren und zurück sowie der Führung durch die Ausstellung. Den Eintritt ins Museum (5 Euro) und Verpflegung zahlen die Teilnehmer selbst.

Treffpunkt: Bahnhof Reitmehring: 23.1.2016 ,7.00 Uhr / Abfahrt 7.13 Uhr

Zurück in Wasserburg werden wir gegen 18.45 Uhr sein.

Der Grüne Ortsverband freut sich über zahlreiche Teilnehmer.

Pressemitteilung Grüne Ortsverband Wasserburg, Steffi König

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