Feuerwache am Heustock

Nach Stallbrand in Attl: Der Regen als Segen?

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Jetzt wird aufgeräumt. Stück für Stück wird das verkohlte Gerüst des Stalls abgebrochen.
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Attl - Das Bild ist anders, die Arbeit noch nicht getan. Nach dem Brand einer Stallung des Attler Hofs wird jetzt ausgeräumt und abtransportiert. Trotz Regenwetters:Eine Feuerwache beäugt das noch brennende Heu, ein Schichtsystem wurde eingerichtet.

Der Regen kühlt das teils noch heiße Heu ab, außerdem könnten die qualmenden Heureste von der Feuerwehr jederzeit noch mit Wasser abgelöscht werden. Durch eine Spezialfirma wird nun Parzelle für Parzelle des einsturzgefährdenden Stall-Überbleibsel abgebrochen, erst dann kann man wieder an einen Teil der Reste aus toten Tieren und Heu, um diese in Container zu geben und abtransportieren zu können.

Aufräumarbeit nach Brand in Attl

Es ist eine Arbeit, die  noch den ganzen Mittwoch in Anspruch nehmen wird. Feuerwehrler helfen aktuell mit, die toten Tiere in die bereitgestellten Container zu geben, sofern sie bereits aus den verbrannten Überresten geholt werden konnten.

Gutes Zusammenspiel

Für Kreisbrandrat Richard Schrank war es wieder einmal der Beweis, dass die Feuerwehren in der Region großartig zusammenarbeiten. "In Attl haben die Einsatzkräfte an einem Strang gezogen, es war eine gute Gemeinschaftsarbeit der vielen anwesenden Feuerwehren", so Schrank gegenüber wasserburg24.de.

Bilder: Brand einer Stallung in Attel

Ausmaß nach Brand von Stall der Stiftung Attl

Blitzschnell sei die Situation richtig erkannt worden, man habe sofort reagieren können, um ein Übergreifen der Flammen auf das in nächster Nähe gelegene weitere Gebäude des Attler Hofs zu verhindern, so der Kreisbrandrat. "An den Fahrzeugen, die ebenfalls in Brand geraten waren, lief Diesel aus, der brennend zum anderen Gebäude lief, darauf wurde sofort reagiert, damit das Feuer keine Chance hatte, die Halle ebenfalls in Brand zu setzen"., so Schrank.

Der Zusammenhalt funktionierte gut, der Einsatz hat dennoch nicht verhindern können, dass insgesamt 76 Tiere ums Leben kamen und der Stall niederbrannte. Ein hoher Sachschaden entstand, leider wurde bei dem Versuch, einen Stier zu retten, ein Feuerwehrmann aus Edling verletzt. Laut Informationen aus seinem Umfeld ist der Mann außer Lebensgefahr. "Er wird jedoch viele Wochen daran zehren, aber wir sind alle sehr froh, dass die Verletzungen nicht lebensbedrohlich zu sein scheinen", betont Kreisbrandinspektor Georg Wimmer.

Versicherungsschutz durch die Gemeinde

Einsätze für Feuerwehrmänner und -Frauen sind immer mit einem Risiko verbunden. Jeder Dienst als Feuerwehrler kann gefährlich sein. "Sobald Feuerwehrleute anfangen, zu einem Einsatz zu fahren, sind sie über die Gemeinde versichert" erklärt Kreisbrandrat Richard Schrank. Es gleiche einer Berufsgenossenschaft eines Arbeitgebers, für die Kosten der Behandlung, die aufgrund der Verletzung des Feuerwehrmannes aus Edling, entstehen, komme die Versicherung der Kommune auf.

Aufräumarbeiten werden lange dauern

Mit dem Stallbrand wurden Arbeitsabläufe förmlich ausgelöscht. Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung Attl müssen vorübergehend andere Wirkungsstätten besuchen, die Arbeiten in der Landwirtschaft sind derzeit minimalst. An den Aufräumarbeiten werden sich dann jedoch wieder zahlreiche Menschen beteiligen können. Doch zunächst sind es noch die Feuerwehrler, die die Situation beäugen. "Es wurde ein Schichtsystem eingerichtet, der noch heiße und teils brennende Heustock wird von einer ständigen Feuerwache kontrolliert, bis das Heu abtransportiert wird", heißt es von Schrank.

Ehrenamt und gute Kooperation mit den Arbeitgebern der Feuerwehrler, die Verständnis für Einsätze - auch während der normalen Arbeitszeit - haben - seien ein großes Geschenk für die Region, sind sich Kreisbrandrat Schrank und Kreisbrandinspektor Wimmer einig. Der schreckliche Brand in Attl habe gezeigt, dass der Landkreis Rosenheim für herausfordernde Einsätze gut gerüstet sei.

Quelle: rosenheim24.de

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