Wie funktioniert das gemeinsame Mittagessen?

Kita und Schule in den Suppentopf geguckt

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Gemeinsames Mittagessen in Schulen und Kitas wird immer beliebter.
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Altlandkreis - Gemeinsam lachen, gemeinsam spielen. Und immer öfter auch gemeinsam zu Mittag essen. Kitas und Schulen merken den Bedarf und bieten Mittagessen für die Kids an.

Immer wieder eine Herausforderung, das gemeinsame Mittagessen. Im Kindergarten Babensham gibt es Unterschiedliches, was auf den Tisch kommt. Eine Köchin kommt in die Einrichtung, um an vier Tagen zu kochen, der Bedarf ist vorhanden. „Vor Ort gemacht und vor Ort gegessen“ lautet die Devise.

Weitergefragt in Rott erklärt uns der Gemeindekindergarten: „Auch wir bieten ein Mittagessen für unsere Kinder an, dieses wird von einer ansässigen Wirtschaft geliefert, einmal in der Woche bringt uns eine Pizzeria etwas für unsere Mittags-Mahlzeit“. Im Laufe der vergangenen zwei Jahre habe sich der Bedarf erhöht, dass die Kinder in den Einrichtungen zu Mittag essen, heißt es verbreitet. Wenige Kilometer weiter ist es nicht viel anders.

Netzwerk gebildet

Maria schlürft ihre Suppe, holt sich nachher noch Salat. Die Schülerin aus Edling ist zufrieden, was heute aufgetischt wird.

Sie geht regelmäßig zum Schul-Essen und wird immer satt. „Manchmal mag ich nur eine Suppe, aber oft ist auch was total leckeres mit Soße dabei“, schwärmt die 11-Jährige. Wie Maria geht es vielen Schülern, aber auch Kita-Kindern aus dem Altlandkreis. Schüler und Kindergartenkinder aus Edling, Reitmehring, Wasserburg und Griesstätt essen von der gleichen Speisekarte.

Denn die Mahlzeiten kommen hier aus der Kantine der Molkerei Bauer. Seit mehreren Jahren und mit immer stärkerem Zulauf beliefert Bauer umliegende Firmen, aber auch einzelne Schulen und Kindergärten samt Krippe mit warmen Menüs. Querbeet durchgefragt kommt viel Lob in Bezug auf das Essen.

Die Eltern sind begeistert von dem Angebot und der Vielfalt der Mahlzeiten zur Mittagszeit. Der kleine Jakob ist ein Feinschmecker, wie uns seine Mutter mit auf den Weg gibt.

Doch im Kindergarten probiert er sein Gemüse auf dem Mittags-Teller und findet sogar das Gesunde plötzlich lecker. „Es ist wirklich immer Gemüse und Salat mit dabei bei den Mittagessen der Kleinen. Das freut sowohl uns Eltern als auch das Kita-Personal“, erklärt Petra vom Elternbeirat. Bei den Kindergärten wählen die Erzieherinnen von den 3 verschiedenen Gerichten das Essen aus. Das Tagesmenü der Schulen wird von Kantinenleiterin Rosi Höll eigenständig gewählt.

Dabei wird darauf geachtet, dass die Vielseitigkeit der Küche stimmt. „Es gibt wöchentlich einmal Fisch, einmal Geflügel, Rind oder Schwein und einmal fleischlose Kost“, so Höll. Selten sehe auf dem Speiseplan für die Schulkinder Schweinefleisch. „Falls doch, kommt auch eine Alternative auf den Tisch, für all diejenigen Kinder, die kein Schweinefleisch essen“.

Zu Gast in der Mensa der Franziska-Lechner-Schule in Edling. Bunte Stühle, die Kindergartenkinder sind gerade her spaziert, nehmen am Tisch Platz und bekommen zügig ihr Essen, anschließend kommen die Schüler herein.

Martin Westner hat Freude an der Aufgabe in der Mensa der Edlinger Schule.

Martin Westner ist bereits seit einigen Jahren hier mittags aktiv. Der Koch geht offen auf die Kids zu, hat sichtlich Spaß bei der Arbeit mit den Kindern. „Es ist schön, wenn das Mittagessen zu einer angenehmen Situation wird. Wir bekommen das Essen geliefert und achten darauf, dass es heiß bleibt“. An der Salattheke kann sich jeder, der möchte, etwas nehmen. Auch Lehrer gesellen sich dazu.

Auch Schulleiterin Eva Raab aus Edling gesellt sich gerne in die Schulmensa

Die Mensa ist gut besucht, Martin Westner wird von allen sehr geschätzt. Ohnehin spiegelt sich die gemeinsame Mahlzeit nach dem Vormittagsunterricht mit dem Konzept der Edlinger Schule. Leiterin Eva Raab findet es wichtig, dass die Mittagspause in der Mensa angenehm verläuft. Und das tut sie. Erstaunlich, wie gern die Schüler hier mithelfen, die Tische werden nach dem Essen abgewischt, alle sind fleißig mit dabei.

Neben Martin Westner, der für einen reibungslosen Ablauf der Essens-Ausgabe in Edling zuständig ist, findet sich an der Mittelschule in Wasserburg Dilek Altinger als die gute Seele der Mensa. Hier gelingt es ebenso wie in Edling, dass eine große Gemeinschaft beim Mittagessen gebildet wird.

Gar nicht so leicht

Für Kinder zu kochen stellt eine Herausforderung dar. Doch nicht nur die Geschmäcker zählen, auch die Voraussetzungen, um Kindergärten und Schulen überhaupt mit Essen versorgen zu dürfen, ist ein wichtiger Punkt, der sich jedoch mit dem allgemeinen Qualitätsmanagement der Firma deckt. „Wir haben als Unternehmen mit Lebensmittelherstellung ohnehin einen hohen Anspruch an Hygiene und guter Umsetzung der Vorschriften“, zeigt sich Kantinenleiterin Rosi Höll überzeugt.

Rosi Söll und Michael Müller organisieren die Essensbelieferung für die Schulen und Kitas der Region.

Gemeinsam mit Personalleiter Michael Müller schultert sie die Schulverpflegung und organisiert die Einteilungen der einzelnen Fahrten zu den Schulen und Kindergärten.

Dabei ist es für Höll wichtig, dass immer etwas Gesundes, wie Salat und Gemüse sowie Vielfalt auf der Speisekarte steht. Michael Müller erläutert, warum der Gedanke der Essensbelieferung an Schulen und Kitas zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist: „Viele unsere Mitarbeiter wohnen in der Region, haben Kinder. Die Stärkung der Mitarbeiterfamilien ist ein wichtiger Punkt für unser Unternehmen“.

Zudem sei die Molkerei Bauer als beliebter Ausbildungsbetrieb an Schulen vertreten, fördere gerne den Nachwuchs. Doch warum kommt der Service der Essensbelieferung bei den Schulen und Kindergärten so gut an? Müller sieht einen entscheidenden Vorteil: „Wir haben die Möglichkeit, die Mahlzeiten zu liefern, fahren insgesamt drei Touren“. So könnten die Kindergruppen pünktlich ihr warmes Essen erwarten und das Personal habe wenig Mühe mit der Organisation.

Der Kantinenleiterin ist es wichtig, dass die Kinder eventuell Unbekanntes, einfach mal probieren: „Natürlich helfen die Erzieherinnen immer mit, damit die Kids auch mal Gemüse essen, das Zuhause oft auf dem Teller bleiben würde. Da wird aus einem Kohlrabiestäbchen einfach mal ein Gemüsepommes“ schmunzelt Rosi Höll. Ab und zu kommt aber auch ein Kinder-typisches Gericht auf die Liste, wie etwa ein frisch belegter Hamburger mit Salat und Gurke. "Das schmeckt unseren Mitarbeitern aber dann genau so gut, ist auch unter dem Personal ab und an sehr beliebt“. Es klingt nach einer runden Sache, die viel Organisation voraussetzt. „Bei den Kindergärten werden große Portionen unter den Kids aufgeteilt, bei den Schulen sind die benötigten Portionen schon etwas größer“, geht Höll ins Details.

Gesunde Ernährung

Im Gespräch mit Wasserburg24 merkt man Kantinenleiterin Höll an, wie viel Freude hinter dem Schulversorgungs-Projekt steckt. Herzblut ist zu spüren. Begeistert erzählt sie, wie sie selbst einmal bei der Essensausgabe an einer Schule in Wasserburg dabei war und die Lehrer nicht fassen konnten, dass auch Gemüse und Salat von den Schülern probiert wird.

Das Feedback von Schulen und Kitas ist toll. „Unserem Küchenteam wurde sogar schon einmal ein Plakat gestaltet, weil es den Kindern so gut schmeckt“, grinsen Müller und Höll freudig.

In der Tat heißt es von den Schulen und Kitas, die von der Bauer-Kantine beliefert werden, dass der Essens-Service toll funktioniere und die Kinder gerne hier Mittagessen.

Die einen sitzen schon beim Nachtisch, andere haben nochmal Lust auf Salat

Der 7-jährige Paul verrät uns, dass er in der Schule viel lieber isst, als bei Mama. Denn wenn er mit seinen Schulkameraden an einem Tisch beisammen ist, mache es erstens riesen Spaß und die Menüs schmecken ihm persönlich sehr lecker.

Dieser Zuspruch tut dem Kantinenteam gut, denn es steckt viel Mühe dahinter, die jeden Schultag auf’s neue gern geleistet wird, wie es scheint. Insgesamt kocht die Kantine der Molkerei Bauer in etwa 450 Essen täglich aus.

160 davon für die eigenen Mitarbeiter, 80 Menüs gehen an benachbarte Firmen, 160 Essen werden für Schulkinder aus dem Umland gekocht, 100 Portionen Kindergartenessen kommen aus der Küche.

Die Kindergärten benötigen pro Kind deutlich kleinere Portionen, oft werden die großen Menüs unter den Kindern aufgeteilt.

Es hat sich etabliert, die Essenslieferung kommt zunehmend gut an. Dabei gestaltet sich der Alltag oft recht Zeitgesteuert. „Die Krippenkinder benötigen sehr frühzeitig die Mahlzeiten, weil danach Mittagsruhe ist“, heißt es von Kantinenleiterin Rosi Höll. Die Molkerei Bauer nimmt die Verantwortung der Schul- und Kita-Versorgung ernst, hat sich eine perfekte Einteilung der Touren zur Aufgabe gemacht und wählt ansprechendes und vielfältiges Essen aus. Die Herstellung erfolgt mit regionalem Gemüse und Salat, täglich werden frische Lebensmittel zum Kochen geliefert.

Ein Blick in die Kantine lässt es kaum glauben: Die Küche wirkt kompakt, bei weitem kleiner als man es sich vorstellen mag. Dass hier täglich zeitgerecht leckeres Kantinenessen, das auch bei Schulen und Kindergärten ankommt, hergestellt wird, kann tatsächlich nur durch viel persönliches Engagement und Anspruch auf Praxis-Erfolg durch die verantwortlichen Mitarbeiter funktionieren. Personalleiter Michael Müller bestätigt: „Rosi Höll ist von dem Schulversorgungs-Projekt so überzeugt und macht das mit so viel Freude und Sorgfalt, wir sind froh, dass wir sie im Team haben“.

Quelle: rosenheim24.de

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