Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Das werden turbulente Zeiten“

Mieten und Badriaeintritt bald unbezahlbar? Gaskrise bringt Wasserburger Bauausschuss in Alarmstimmung

Das Badria hat die Wassertemperatur bereits um ein bis zwei Grad gedrosselt.
+
Das Badria hat die Wassertemperatur bereits um ein bis zwei Grad gedrosselt.

Die ausgerufene Alarmstufe im Notfallplan Gas hat für große Besorgnis im Wasserburger Bauausschuss gesorgt. Mitglieder befürchten Preissteigerungen.

Wasserburg – Große Besorgnis im Wasserburger Bauausschuss: Die Tatsache, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Donnerstag aufgrund der Lieferkrise die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausrufen musste, löste große Verunsicherung aus. Denn das Badria ist ebenso betroffen wie zwei weitere Liegenschaften in der Altstadt mit Blockheizkraftwerken (BHKW).

Die Anlage an der Realschule, die elektrischen Strom und Wärme herstellt, ist erst im Februar in Betrieb gegangen. Der Werkausschuss hat zwar beschlossen, keine Anlagen auf der Basis von Gas mehr zu fördern oder zu initiieren, doch für die bereits vor mehreren Jahren geplante Anlage kam diese Wende zu spät.

„Was sollen wir nur tun?“

Können jetzt die Gaslieferverträge gekündigt werden? Wird es zu hohen Preiserhöhungen kommen? Markus Pöhmerer (Wasserburger Block) warnte im Ausschuss eindringlich. Er kenne viele Mieter, die schon jetzt nicht mehr wissen würden, wie sie ihre Wohnung bezahlen sollten. Das treffe vor allem auf Rentnerinnen und Rentner zu.

Auch die Eintrittspreise für das Familienbad, das die Wassertemperaturen bereits für die Senkung des Energieverbrauchs um ein bis zwei Grad gedrosselt hat, dürften nicht in die Höhe schnellen. Dann könnte sich kaum noch jemand das Schwimmvergnügen oder die Sauna leisten. „Was sollen wir nur tun?“, fragte Pöhmerer sichtlich besorgt. SPD-Fraktionsvorsitzende Friederike Kayser-Büker forderte, bereits jetzt einen Plan aufzustellen als Nothilfe für Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr in der Lage seien, ihre Energiekosten zu tragen oder ihre Mieten zu zahlen. Im Ausschuss war deutlich die Sorge vor sozialen Spannungen zu spüren.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Bürgermeister Michael Kölbl prognostizierte: „Das werden turbulente Zeiten.“ Er steht regelmäßig in Kontakt mit Stadtwerkechef Robert Pypetz, der noch während der Bauausschusssitzung per Mail den aktuellen Stand der Informationen übermittelte. Die Nachrichten würden sich allerdings überschlagen, so Kölbl. Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die Entscheidung der Bundesregierung auswirken werde. „Die Stadtwerke sind am Rotieren.“ Zeitnah werde sich der Werkausschuss des Stadtrates mit der Problematik jetzt beschäftigen müssen. Noch sei die Informationslage undurchsichtig, bedauerte Kölbl.

Kommentare