Wasserburger Stadträte schauten sich Betreuungshaus an 

Schopperstatthaus: Integrationsidee passt ins Stadtleben

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Stadträte aus Wasserburg ließen sich über den Alltag im Schopperstatthaus in Wasserburg informieren.
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Wasserburg - Seit November wohnen Menschen mit schweren Behinderungen im Schopperstatthaus nahe des Altstadtbahnhofs. Wasserburg hat somit direkte Möglichkeit, Integration im Herzen der Stadt zu leben. Die ersten Erlebnisse sind gut.

Helle Atmosphäre, viel Licht und viel Farbe. Genau das ist das Schopperstatthaus in Wasserburg. Von der GWG erbaut, von der Stiftung Attl gemietet und bezogen und von den Menschen, die hier wohnen und gefördert werden, mit Leben gefüllt. Das Schopperstatthaus wirkt dem Stadtbild angepasst und ist seit November 2015 quasi "in Betrieb".

Auch Menschen, die aufgrund ihres starken Handicaps überwiegend auf Liegestühle angewiesen sind, können sich hier in der immer barrierearmer werdenden Altstadt am Stadtleben beteiligen. Drei Wohngruppen sowie insgesamt 14 Plätze in den im Erdgeschoss eingerichteten Förderstätten haben hier Platz.

Etliche interessierte Stadträte sowie Vertreter der Stadtverwaltung aus Wasserburg schauten am Donnerstagabend zu einer Besichtigung im Schopperstatthaus vorbei und zeigten sich begeistert von der Umsetzung des integrativen Konzepts. "Es freut uns, dass es in der Stadt möglich ist, Integration zu bieten und ein solches Projekt und schlüssiges Konzept zu realisieren", hieß es vom Stadtoberhaupt.

Für den Mitverantwortlichen Leiter der Wohnbereiche der Stiftung Attl, Herbert Prantl-Küssel, ist es genau der richtige Standort für ein solches Wohn- und Förderhaus. "Wir können mit den Bewohnern genau da sein, wo Stadtleben stattfindet", so Prantl-Küssel. Die Bedingungen seien gut für solch ein integratives Leben.

Auch Hausleiter Andreas Steinegger und der für die Förderstätten zuständige Florian Ott zeigten sich durchwegs zufrieden. Die Tätigkeiten und der Alltag im zweigeteilten Tagesbereich (Wohnen und Arbeiten bzw. gefördert werden) seien wichtig für die Bewohner.

Wohnen und Fördern unter einem Dach möglich

Ein Tapetenwechsel findet statt, weil die Wohnbereiche in den oberen Stockwerken zu finden sind, die Förderstätten im Erdgeschoss. Hier wird auf vielfältige Weise gewerkelt. Viel Farbe und verschiedene Materialien sind zu finden. Auf die einzelnen Bedürfnisse der Bewohner wird eingegangen.

Einen guten Blick hinaus in den Stadtalltag haben auch diejenigen Menschen des Schopperstatthauses, die im Rollstuhl sitzen. Die Fenster sind derart nach unten verglast, dass ein Blick hinaus in jeder Höhe gut möglich ist. "Viele der Bewohner genießen das sehr, es rührt sich viel und es ist spannend", so Steinegger.

Rund vier Millionen Euro hat die Errichtung des Gebäudes gekostet. Das Areal hatte der Stadt gehört, die GWG hat sich mit der Stadt einigen können und der Standort für das Wohn- und Fördergebäude, das die Stiftung Attl seit November 2015 nutzt, ist Beweis dafür, dass auch Stadtleben eine Portion Integratives Konzept im großen Ausmaß verträgt. 

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