Eine Möglichkeit, den Schul- und Breitensport zu sichern?

Traglufthalle als Alternative zur Turnhalle in Wasserburg?

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Traglufthallen als Alternative zu Turnhallen im Landkreis Rosenheim werden auch in Zukunft kein Thema sein.
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Wasserburg - Die Diskussion um Unterbringungsmöglichkeiten in und um Wasserburg reißt nicht ab. Die Idee, auf einer geeigneten Fläche eine Traglufthalleoder Leichtbau zu realisieren, wirkt kaum realisierbar.

"Die Stadt will sich nicht gegen eine weitere Aufnahme von Asylbewerbern sträuben, aber wir wären um alternative Unterbringungsmöglichkeiten froh, damit die Turnhalle des Gymnasiums nicht auch noch dem Sport und der Schule wegfallen",heißt es von Werner Gartner, dem zweiten Bürgermeister aus Wasserburg.

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Er brachte den Gedanken ins Spiel, eventuell eine Traglufthalle auf einer staatlicher Freifläche aufzustellen. "Ich bin mir fast sicher, dass dies nicht mehr Budget in Anspruch nehmen würde als der Umbau einer Turnhalle in eine Flüchtlingsunterkunft", so Gartner gegenüber wasserburg24.de.

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Auf Nachfrage bei der Regierung von Oberbayern, wie es mit Alternativen ausschauen würde, kam folgende Antwort

Wie hoch sind die Kosten für den Umbau und Rückbau?

Ein Umbau von Turnhallen für die Aufnahmemöglichkeit der Asylbewerber gestaltet sich unterschiedlich. "Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Maßnahmen können von Abdeckung des Hallenbodens mit einer Schutzschicht bis zu Brandschutzmaßnahmen reichen und werden von den Kreisverwaltungsbehörden durchgeführt. Die Regierung von Oberbayern hat keine Turnhallen in Benutzung", heißt es aus der Pressestelle.

Aus welchem Topf wird gezahlt?

Kosten, die im Rahmen der Asylbewerberunterbringung entstehen werden durch den Freistaat Bayern aus den hierfür im Haushalt vorgesehenen Mitteln bezahlt.

Auch eine Zahl für den Zurückbau der Hallen für eine zukünftige Sportnutzung sei nicht nennbar. Dies komme ebenfalls auf den Einzelfall an, heißt es von der Regierung von Oberbayern weiter.

Ob man möglicherweise auf andere großen Räumlichkeiten ausweichen könnte, etwa durch Traglufthallen, bleibt in der Diskussion. Aus dem Landratsamt Rosenheim heißt es auf Nachfrage: "Für eine Traglufthalle braucht man zum Einen das geeignete Gelände dazu", so Pressesprecher Michael Fischer. Außerdem seien diese Traglufthallen nicht Hundert Prozent sicher. In den Hallen herrsche Luftdruck, damit die Halle aufrecht stehen könne. Man müsse über eine Schleuse zwei Türen nacheinander öffnen. Michael Fischer erklärt, dass der Luftdruck in der Halle bleiben müsse, um diese stabil zu halten.

"Wenn es ein Problem geben würde in der Traglufthalle, würden möglicherweise beide Türen gleichzeitig geöffnet, weil viele Menschen zügig aus der Halle raus möchten. Die Traglufthalle hätte den notwendigen Luftdruck nicht mehr, die Halle würde zusammenfallen", betont Fischer. 

"Das ist der Grund, warum wir uns mit diesen Hallen aktuell nicht auseinandersetzen, weil sie im Ernstfall nicht überzeugen", so Fischer.

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