Zeitzeugen gesucht

Irene Kristen-Deliano auf Suche nach Geschichten aus dem Leben der Wasserburger Hebammen

Auf der Suche nach Zeitzeugen: Irene Kristen-Deliano. Sie recherchiert zum Thema „Hebammen“ in der Zeit von 1937 bis 1968.
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Auf der Suche nach Zeitzeugen: Irene Kristen-Deliano. Sie recherchiert zum Thema „Hebammen“ in der Zeit von 1937 bis 1968.

Mit ihren Geschichten macht sie Wasserburgs Geschichte lebendig. Ihre Bücher erzählen vom Leben früherer Generationen in der Stadt. Für ihr neuestes Werk benötigt Irene Kristen-Deliano die Unterstützung der Leser. Diesmal geht es um Hebammen.

Wasserburg – Die Stadtentdeckerin Irene Kristen-Deliano braucht die Hilfe der Zeitungsleser. Warum das so ist, erläutert sie im Interview mit der Wasserburger Zeitung.

Als Stadtführerin und Autorin nutzen Sie die Historie von Wasserburg als „Schatzkammer“ für Bücher und Geschichten. Ihre neueste Arbeit widmet sich den Hebammen im Wasserburger Land. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

Irene Kristen-Deliano: Ein Quelle für Geschichten von Wasserburg aus früheren Zeiten ist die Badeanstalt am Penzinger See. 2018 wurde ich dort auf meine Stadtführungen angesprochen. Während des Gesprächs kam die Rede auf die Wasserburger Hebamme Franziska Öttl. Sie half zwischen 1937 und 1968 etwa 10 000 Kindern auf die Welt. Meine Neugier war geweckt. Ich hatte den Wunsch, mehr in die Biografie sowie in die interessante Thematik einzusteigen und zu erfahren, wie sich das Leben damals darstellte.

Jetzt suchen Sie Zeitzeugen, die Ihre Arbeit mit Berichten und Erzählungen bereichern können. Wer kann Ihnen helfen - wie kann diese Hilfe aussehen?

Irene Kristen-Deliano: Wenn auch nur für eine kurze Zeitspanne war Frau Öttl mit den Schicksalen der Familien verbunden. Ihre Tätigkeit umfasst die Zeitspanne 1937 bis 1968, also Krieg, Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder. Gerne hätte ich Information zu besonderen Ereignissen während ihres Dienstes rund um die Ankunft eines neuen Erdenbürgers.

Aus Ihren Recherchen und den Zeitzeugenberichten entsteht ein neues Werk aus Ihrer Feder. Was erwartet den Leser?

Irene Kristen-Deliano: Die kleinen Berichte sollen einen Rückblick auf den ganz normalen Alltag in einer Kleinstadt mit ländlichen Umland geben und somit auch die Gesellschaft widerspiegeln. Diese Ereignisse werden, so hoffe ich, in Buchform dann herausgegeben. Dazu möchte ich zusätzlich auf die Situation der Hebammen sowohl von früher als auch von heute aufmerksam machen. Personen und Handlungen werden natürlich vertraulich behandelt. Falls sie Resonanz im Buch finden, werden alle Beteiligten und Orte anonymisiert. Melden kann man sich via Mail unter I.Kristen-Deliano@gmx.de.

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