Themen der Jahreshauptversammlung

FFW Attel-Reitmehring: Kommandant hofft auf Drehleiter und Umbau

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Die Feuerwehr Attel-Reitmehring begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter den Bezirksrat Wast Friesinger, Markus Steinmaßl und den Referenten der Stadt Wasserburg, Markus Pöhmerer, der sich fr die Belange der Feuerwehren einsetzt.
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Reitmehring – Ganz einig war man sich nicht bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Attel-Reitmehring. Kommandant Josef Ramm betonte vehement seinen Wunsch nach einer Drehleiter für „seine“ Feuerwehr, Bürgermeister Michael Kölbl sprach davon, dass der Bedarf nicht gegeben sei.

Ramm erinnert an die vielen Einrichtungen, die im Ernstfall einen Einsatz einer Drehleiter erfordern würden, beispielsweise die Stiftung Attl.

Laut Feuerwehrbedarfsplan reiche die eine Drehleiter, die die FFW Wasserburg habe, erklärte Kölbl. Süffisant schloss Michael Kölbl das Thema und gab Josef Ramm den Tipp, sich beim Christkind eine Drehleiter zu wünschen. Auch in Bezug auf den sehnlich erwarteten Um- und Erweiterungsbau mit anderer Zufahrtsmöglichkeit zeigte man sich uneins über den Zeitpunkt der Ausführung.

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Der Bedarf wurde nicht in Frage gestellt. Doch während Bürgermeister Michael Kölbl um Verständnis bat, dass man gemeinsam mit den Planungen des neuen Feuerwehrgebäudes für die FFW Wasserburg auch zeitgleich mit dem Vorhaben der FFW Attel-Reitmehring starten wolle, wurde Kommandant Josef Ramm deutlicher: „Wir brauchen diesen Umbau dringend“. Die Situation sei nicht optimal, weil die Kinder der Grundschule in Reitmehring zur Bushaltestelle rennen würden und im Ernstfall mit den herausfahrenden Feuerwehrfahrzeugen zusammentreffen könnten. „Das ist alles andere als sicher“, so Ramm.

Gemeinsam im Dienste des Ehrenamts

Der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins aus Attel-Reitmehring, Walter Blüml, sprach davon, wie wichtig die gute Kommunikation der beiden Feuerwehren im Stadtgebiet von Wasserburg sei. „Es gibt für das Stadtgebiet Wasserburg zwei eigenständige Feuerwehren, und das ist auch gut so.

Aber die gemeinsame Kommunikation ist ein wichtiger Schritt in eine gemeinsame, gut funktionierende Zukunft zum Wohle der Bürger, die im Bedarfsfall auf uns zwei Wehren zurückgreifen können“, so Walter Blüml. „Wir arbeiten oft und gut zusammen und können miteinander reden, das macht uns Feuerwehrler aus“, heißt es vom ersten Vorsitzenden weiter.

Verein der FFW Attel-Reitmehring gut aufgestellt

Mit vier Ehrenmitgliedern und 59 Aktiven sowie einer gut funktionierenden Jugendfeuerwehr mit 11 motivierten jungen Menschen, außerdem 38 passiven und 189 fördernden Mitgliedern, zeigt sich der Verein gut aufgestellt. „Im Geschäftsjahr 2015 konnten wir die 300er-Marke knacken“, äußerte sich Walter Blüml begeistert. Als Verein habe man sich einige Male getroffen, Aktionen geplant und ausgeführt sowie Projekte und Anschaffungen vorbereitet. Eine Aktion sei 2015 der Leitersturz gewesen, bei dem Stadtrat Peter Stenger sich öffentlich in luftiger Höhe zu Reitmehring bekannt hatte.

Große Gemeinschaft zeigte die Feuerwehr beim Festzug anlässlich des Wasserburger Frühlingsfestes. Man sei mitgezogen und habe den Festzug in positiver Erinnerung, so Vorstand Blüml. Die Erlöse des Gartenfestes 2015, das jedes Jahr zum Vatertag in Reitmehring veranstaltet wird, wurden an die Familie eines schwer erkrankten Feuerwehrkameraden aus München gespendet. „1100 Euro gingen von unserem Kuchenverkauf an die Familie und ich danke allen, die mitgeholfen haben“, zeigt sich Blüml erfreut.

Ein Dank an die Stadt Wasserburg sprach der erste Vorsitzende aus, weil im vergangenen Jahr eine Doppelgarage realisiert wurde. „Jetzt haben wir es wieder ein bisschen geräumiger“, so Walter Blüml. Immer noch Platzmangel herrsche im Bereich der Spint-Belegungen. 54 Spinte für 59 Aktive plus den teilweise mitwirkenden Jugendfeuerwehrlern sei einfach zu wenig. „Ist es wirklich notwendig, dass wir solange warten müssen, bis die Grundstücksfrage für die FFW Wasserburg geklärt ist, das zieht sich ja bestimmt noch länger hin“, sprach Blüml in Richtung Stadtoberhaupt. Das Feuerwehrhaus in Reitmehring brauche dringend eine Erweiterung.

Man könne die Jahreshauptversammlung nicht einmal im Mehrzweckraum abhalten, sondern müsse die Mitglieder in der Fahrzeughalle Platz nehmen lassen. E

insätze der FFW Attel-Reitmehring

Kommandant Josef Ramm hält nichts von Schönfärberei der Einsatzzahlen. „Wir hatten insgesamt 95 Einsätze im gesamten Jahr 2015. Doch in dieser Zahl mit dabei sind auch unsere freiwilligen Aktivitäten, wie die Begleitung des Martinszuges oder des Attler Laufs“, so Ramm.

Tatsächliche Einsätze seien es daher insgesamt 68 gewesen, betont Ramm weiter. 19 Brandalarmierungen, 44 technische Hilfeleistungen sowie 5 Fehlalarme wurden infolge eines Sirenenalarms verzeichnet.

Bürgermeister betont Wertschätzung des Ehrenamts

Michael Kölbl sprach nicht nur ein Grußwort bei der Jahreshauptversammlung in der Reitmehringer Fahrzeughalle, er lobte auch die Arbeit und den Gemeinschaftssinn „seiner“ beiden Feuerwehren im Stadtgebiet. „Ohne Gemeinschaft und ohne Ehrenamt geht nichts und ich Danke Euch für alle Kraft, die Ihr das ganze Jahr über gebt“, so Kölbl.

Nicht nur der Großeinsatz beim Brand am Attler Hof habe gezeigt, welch enorme Leistung die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen brächten und wie wichtig es sei, gut ausgerüstet und gut ausgebildet zu sein, war Rathauschef absolut überzeugt.

Dennoch bat er um Verständnis, dass man die Planungen beider Wehren im Stadtgebiet für die Bauvorhaben zum gleichen Zeitpunkt anstreben möchte. Zum Antrittsbesuch kam der seit kurzem in Wasserburg tätige Inspektionsleiter der Polizei, Markus Steinmaßl. Er dankte dafür, dass die Feuerwehr Attel-Reitmehring und die Polizei bei vielen Einsätzen in der Umgebung eine enorm gute Zusammenarbeit gewährleisten und das gemeinsame Tun am Einsatzort sehr angenehm und professionell ablaufe.

Das Einsatzgebiet der Feuerwehr Attel-Reitmehring umfasst einige große Einheiten. Die Stiftung Attl beispielsweise, außerdem die Bundesstraßen 15 und 304 sowie das kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Ebenso zum Einsatz komme die FFW im Bedarfsfall bei der Firma Meggle.

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