Braucht die Gastronomie hinter den Altstadtmauern eine Sperrzeit-Verordnung?

Dauerbrenner "Sperrzeit" in der Innenstadt

+
Kommt die Sperrzeit-Verordnung für Wirte hinter den Altstadtmauern?
  • schließen

Wasserburg - Braucht die Innenstadt eine Sperrzeit oder nicht? Diese Frage bleibt bislang unbeantwortet. Alle Faktoren werden zusammengetragen, doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Wie geht es weiter?

Immer wieder erhitzt es die Gemüter. Ein Thema, das einer baldigen Klärung bedarf. Die Sperrzeit für die Gastronomen in der Innenstadt! Für die mehr als 2000 Bewohner ist der teils langanhaltende Lärm  nicht gut für die Nachtruhe. Oftmals wird die Polizei hinzu gezogen, die dann so manche Partynacht offiziell beendet. Die Wirte des Innenstadt-Gebiets nutzen jede mögliche Minute aus, um wirtschaftlich arbeiten  zu können. Ohne Gäste bis tief in die Nacht sei dies aber nicht möglich, heißt es von einigen Gastronomen. Und dann sind da ja auch noch die Menschen, die es nachts zum Feiern  in Kneipen und Lokale zieht. Sie wehren sich gegen einen kürzeren Ausgeh-Abend.

Nun wurde bereits vor einigen Monaten versucht, mit den Betreibern von Lokalen eine Einigung zu erzielen. Stadtverwaltung, Polizei und die Gastronomen selbst äußerten sich. Die Stadt erhoffte sich eine Selbstbeschränkung der Wirte. Doch die aktuelle Sachlage bringt Unmut bei allen Beteiligten.

Reicht die Putzstunde oder braucht die Innenstadt mehr Ruhe?

 

Die sogenannte „Putzstunde“ zwischen 5 und 6 Uhr ist vorgeschrieben, auch in der Wasserburger Innenstadt. Für viele Einwohner der historischen Altstadt hingegen wäre der nächtliche Lärm nicht auszuhalten, wettern einige Bürger. Andere zeigen sich extrem verständnisvoll: „Ich weiß in einer Stadt doch, dass hier was los ist. Zwischen vier und fünf Uhr ist das Gröbste vorbei, und allzu laut empfinden wir es nicht“.

Fakt sei allerdings, dass zwei Wirte die eigenen Gäste nicht besonders gut in den Griff bekommen, wie es aus den Kreisen der Beteiligten verlautet. Müssen die anderen Kneipenbesitzer dafür nun büßen?

Weitere Gespräche sollen eine Einigung ohne feste Verordnung bringen, heißt es von offizieller Seite. Doch die bislang erhoffte Selbstbeschränkung kam nicht zustande.

Ende 2013 eskalierten manche Partynächte derart, dass härtere Maßnahmen und auferlegte Sperrzeiten gefordert werden. Wieder einmal.

Doch die Innenstadt-Lokale sind nach eigenen Einschätzungen in einer wirtschaftlichen Notsituation. Sollte eine Sperrzeit auferlegt und die Öffnungsstunden dadurch eingegrenzt werden, sehen sich die Wirte in ihrer Existenz bedroht.

Die Stadt versucht, sich von anderen Kommunen Rat und Erkenntnisse zu holen. Im Hauptausschuss werde regelmäßig über das Thema „Sperrzeit in der Innenstadt“ diskutiert heißt es aus dem Rathaus. Man bespreche fraktionsübergreifend dieses Problem.

Eine Lösung müsse für alle Seiten akzeptabel sein. Und auch zeitnah erfolgen.

Damit Ruhe einkehren  kann in die Stadt. Zumindest bei den Streitigkeiten zum Thema Sperrzeit.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser