Spende für Clearinghaus der Stiftung Attl

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Friedrich Seipel und Franz Hartl von der Stiftung Attl freuen sich gemeinsam mit der Leiterin des Clearinghauses Veronika Holzinger über die 500 Euro, die Landtagsabgeordneter Otto Lederer im Beisein von Brauereidirektor Roland Bräger übergab.
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Attl – Das Clearinghaus in der Stiftung Attl ist seit einigen Wochen geöffnet. Einige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind schon eingezogen. Landtagsabgeordneter Otto Lederer hat die Jugendlichen besucht.

Gerade einmal zwei Wochen wohnen sie im Altlandkreis, doch im Deutschunterricht in einem Raum der Stiftung Attl wird bereits jetzt gut auf Deutsch kommuniziert. „Die Jugendlichen sprechen eigentlich ganz unterschiedliche Sprachen und auch die Kulturen und die Herkunftsländer sind sehr verschieden“ erklärt Veronika Holzinger.

Die Leiterin des Clearinghauses in der Stiftung Attl zeigt sich angetan von dem Engagement der jungen Menschen, die aktuell für drei Monate im Clearinghaus untergebracht sind. „Alle sind sehr darum bemüht, sich hier zu integrieren und haben großen Ehrgeiz, Deutsch zu lernen und mehr über Deutschland zu erfahren“ berichtet Holzinger. Auch gemeinsam musizieren und mit den Kindern vor Ort Fußball zu spielen seien beliebte Freizeitbeschäftigungen.

Ein Blick in das Clearinghaus verrät, hier wird „normaler Alltag“ gelebt, obwohl es um die Erfassung geht und noch nicht um das sich „hier heimisch“ fühlen. „Es ist nicht einfach für alle Beteiligten mit der Situation umzugehen, schließlich erfolgt erst nach den drei Monaten des Clearings eine Vergabe von Wohnplätzen für die Asylbewerber. „Das Clearinghaus ist also noch nichts zum sich hier einrichten und dauerhaft wohlfühlen“, so Holzinger.

Dennoch werde versucht, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Die beiden Vorstände der Stiftung Attl zeigen sich absolut begeistert von der Einrichtung des Clearinghauses in einem Stiftungsgebäude. „Die Jugendlichen sind sehr fröhlich, wirken dankbar und haben sich schon gut mit den Gegebenheiten arrangiert, dies beweist, dass unsere Entscheidung zugunsten eines Clearinghauses richtig war“, betonen Friedrich Seipel und Franz Hartl.

Landtagsabgeordneter Otto Lederer interessierte sich sehr für die Arbeit im Clearinghaus und dankte der Stiftung Attl für den vorbildlichen Einsatz. Von seinem persönlichen Einsatz beim Hopfazupfafest bei der Brauerei Maxlrain hat er 500,- Euro „erzupft“ und dies jetzt im Beisein von Brauereidirektor Roland Bräger der Leiterin des Clearinghauses der Stiftung Attl übergeben.

„Wir freuen uns sehr über diese Spende und danken Herrn Lederer und der Brauerei Maxlrain sehr für die Unterstützung“ erklärt Veronika Holzinger. Immer wieder gerne gesehen sind auch Sachspenden, wie sie aktuell auch von der Grundschule am Gries in Wasserburg kommen. So kamen eine Schultafel und Bücher nach einem Austausch wegen der Lehrplanänderung in die Hände der Stiftung. Damit es zu keinen Kommunikationsproblemen kam, wurde den Jugendlichen gleich einmal das Grüßen auf Bayerisch gelernt.

Und tatsächlich funktioniere die allgemeine Kommunikation auf Deutsch schon recht gut, auch wenn es nur grundsätzliche Sätze und Ausdrücke seien, so Veronika Holzinger. „Wir freuen uns sehr, dass die jungen Menschen, die zu uns gekommen sind für das Clearingverfahren, so aufgeschlossen sind und so fleißig an einer Integration arbeiten“, heißt es von der Leiterin des Clearinghauses weiter.

Sowohl Brauereidirektor Roland Bräger aus Maxlrain als auch der Landtagsabgeordnete Otto Lederer zollten den Beteiligten großen Respekt und deuteten an, auch weiterhin Unterstützung leisten zu wollen. „Vielleicht kann ich mich etwas umhören und noch Deutschbücher und weiteres Lehrmaterial für den Deutschunterricht bringen“ meint Otto Lederer. Das Clearingverfahren von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen läuft über drei Monate.

Neben der allgemeinen Erfassung und den medizinischen Untersuchungen wird versucht, normalen Alltag zu leben. „Die jungen Menschen werden im Bedarfsfall zudem psychologisch begleitet, insbesondere geht es aber um eine Betreuung der jungen Menschen und darum, dann eine Einschätzung zu verfassen, wohin und mit welchen Möglichkeiten die Jugendlichen nach den Monaten des Clearings untergebracht werden können“ erläutert Veronika Holzinger. Die Teenager selbst wirken sehr ausgeglichen und sind froh, dass sie nach teils langen Jahren der Flucht endlich vor Ort aufgenommen worden sind.

Quelle: rosenheim24.de

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