Mit den Laternen unterwegs

Martinsumzüge: Weil es immer besonders ist

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Mit der Laterne unterwegs sind in den nächsten Tagen viele Familien. St. Martin mitsamt Pferd darf meist nicht fehlen.
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Landkreis - Die Eltern und Kinder waren fleißig am Basteln, jetzt werden vom heutigen St. Martinstag bis ins Wochenende hinein zahlreiche Umzüge mit den Laternen veranstaltet.

Die Tradition der St. Martinsumzüge oder wie es alternativ heißt Laternenfesten ist schon alt. Die Besonderheit jedes Jahr: Die Kinder - manchmal auch die Eltern - werden wieder auf den Sinn der St. Martins-Botschaft hingewiesen. Das Teilen von Lebkuchenherzen etwa wird in den Brauch oftmals als Herzensgeste miteingebunden. "Es ist uns wichtig, alte Traditionen beizubehalten und die Momente der Gemeinschaft zu stärken", heißt es vom Elternbeirat eines Kindergartens aus der Region.

Nicht alle wählend dabei den direkten St. Martinstag am 11.11. Viele Einrichtungen haben sich auf den kommenden Freitag eingeschworen.

Egal an welchem Tag es Martins- oder Laternenumzüge gibt, die Kinder bevorzugen das "echte" Licht mit brennenden Kerzen. Somit sind die Feuerwehren der Region einerseits zum Absperren der Straßen für die Lichtwanderung da, andererseits können sie darauf achten, dass es zu keinen gefährlichen Situationen kommt. "Die Kinder lernen mit einer brennenden Kerze in der Laterne, mit Feuer richtig umzugehen und merken, dass man besonders vorsichtig sein muss, darum sind wir nicht unbedingt für LED-Lichter in den Laternen", betont eine Kindergartenleiterin.

Seit Generationen werden die Lieder rund um die Laterne weitergegeben. Die Gemeinschaft groß geschrieben. "Es ist aber doch schrecklich, dass man wegen dem multikulturellen Gedanken den St. Martinsumzug umtauft in Laternenfest oder dergleichen", wettern einige Eltern aus verschiedenen Einrichtungen. Man müsse es nicht immer auf die religiöse Schiene legen, sondern könne unbeschwert an einem St. Martinsumzug teilnehmen, weil die Botschaft des Teilens ja religionsübergreifend Sinn mache, so viele Bürger.

Quelle: rosenheim24.de

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