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Milch schlug Regentropfen

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Wasserburg - Petrus ist kein Milchfan: Auf das Wetter konnte man nicht vertrauen beim Milchtag in Wasserburg. Auf die gute Stimmung der Besucher schon!

Zu Beginn der Veranstaltung in der Frauengasse hatte der Wettergott noch Einsicht, der Regen kam erst zwei Stunden nach dem Startschuss. Doch auch bei trüben Wolken besuchten viele Wasserburger die Infostände der regionalen Molkereien. Rainer Falk von der Landesvereinigung der bayerischen Milchwirtschaft brachte die Coole Kuh „Karlotta“ mit, die insbesondere der jungen Generation den Rohstoff Milch etwas näher bringen sollte.

„Wir unterstützen die umliegenden Firmen im Raum Wasserburg gerne und finden das Engagement der Unternehmen sehr gut“, bemerkte Falk. „Der Altlandkreis Wasserburg ist ein sehr dicht besiedelter was die Molkereien betrifft. Wasserburg und das Umland leben wahrlich von der Milch“. Neben Infomaterial und dem Maskottchen Karlotta hatte er auch dafür gesorgt, dass die bayrische Milchprinzessin vor Ort war. Und so kam es, dass ein Mädchen aus Wasserburg mit der Prinzessin Wettmelken durfte.

Begegnung mit Milchprinzessin Carola

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Ein Interview mit der Milchprinzessin Carola Reiner

Ein Traum wurde war für die kleine Annika. Sie war zusammen mit ihrer Kindergartengruppe des Städtischen Kindergartens Wasserburg zur Frauengasse gekommen, um etwas mehr über die Milch zu erfahren. Prompt stand neben ihr Carola Reiner, die aktuelle Milchprinzessin. Warum sie eine Krone trage, war die erste Frage. Und warum sie keine Jacke anhabe, es sei doch kalt, löcherte das Mädchen die Repräsentantin der Milch. Recht hat sie, die kleine Annika. Doch mit frischen Antworten beruhigte Milchprinzessin Carola Reiner die Kleine. Und so wurde es kein Wettstreit im Melken zwischen den beiden, sondern eine große Gemeinschaftsaktion. Apropos Gemeinschaft: Auch bei den anwesenden Firmen merkte man den Gemeinschaftssinn. Es geht um den gleichen Rohstoff, den jeder anders verarbeitet. Und am Milchtag präsentierte sich so jeder vorhandene Betrieb selbstbewußt, gestärkt und freigiebig aber ohne jeglichen Konkurrenzkampf. Immer mehr Besucher folgten der Einladung der Molkereien aus dem Wasserburger Raum.

Fotos vom Wasserburger Milchtag

Milch-Aktionstag in Wasserburg

Bauer hatte die Fäden in der Hand

Die Gesamtorganisation hatte der Marketingleiter der Privatmolkerei Bauer, Jens Fischer, inne. Er schwärmte von der guten Zusammenarbeit mit den Nachbarfirmen: „Auch wenn wir von der Molkerei Bauer die Organisation des Milchtags federführend geleitet haben, war eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarmolkereien sehr wichtig. Diese Verzahnung lief hervorragend. Da halten wir zusammen und tragen die guten Sachen der Milch aus Wasserburg gerne gemeinsam nach draußen.“

Die Firma Bauer fühle sich enorm eng mit den Wasserburgern verbunden, bestätigt Fischer weiter. Doch dies sei bestimmt bei allen ansässigen Firmen so. Auch vom Besucherzuspruch zeigte sich Jens Fischer angetan: „Ich bin begeistert, dass schon gleich zu Beginn viele verschiedene Generationen da waren. Menschen jeden Alters haben Interesse an Milchprodukten und an den Unternehmen. Das macht richtig Spaß.“ Auf die Frage, welches Produkt er aus dem firmeneigenen Sortiment am liebsten mag, antwortet der Marketingleiter nach kurzem Zögern doch mit klarer Stimme: „Der große Bauer Kirsch“. Bei der Auswahl an Leckereien ist es auch für einen Molkereimitarbeiter oft schwer, sich sofort und gleich für eines zu entscheiden.

Auch bei Meggle ist Wasserburg als Standort sehr beliebt

Eine weitere Großmolkerei aus Wasserburg, die Firma Meggle, war ebenfalls beim Milchtag vor Ort. Der firmeneigene Pressesprecher, Thilo Pomykala sieht in Wasserburg und in den Wasserburgern tolle Verbündete „Wir von Meggle sind sehr gerne hier im Stadtgebiet. Viele Leute kamen auch heute wieder mit positiven Gedanken auf uns zu, und haben uns im Entschluss bestätigt, beim Milchtag wieder dabei zu sein“.

Der Pressesprecher und zugleich Verantwortliche für Marketing und Produktentwicklung bei Meggle spricht mit leuchtenden Augen von neuen Produkten im Jahr 2013: „Wir haben zwei Highlights in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Zum einen eine Butter mit mediterraner Tomate. Zum anderen ein Laugenbaguette gefüllt mit Kräuterbutter oder mit Schnittlauchbutter.“ Thilo Pomykala sieht in dem teils unbeständigen Wetter der letzten Monate keinen großen Nachteil im Absatzgeschäft bei saisonaler Ware. „Kräuterbutter wie auch Baguette erfreuen sich auch abseits der Grillsaison großer Beliebtheit“, so Pomykala kurz und knapp.

Vom Baguette weiter Richtung Käse

 Vom Stand mit den duftenden, warmen Baguettes geht’s weiter zum Infostand der Firma Jäger aus Haag. Neben Mozzarella und Butter können hier auch Pizzakäse und Käserollen erstanden werden. Ein Imagefilm erklärt die Generationsnachfolge der Firma Jäger. Auch bei Bergader und Alpenhain stehen viele Interessierte zur Verkostung an den jeweiligen Ständen. Gefüllte Taschen mit Käse und Co. waren beliebte Mitbringsel bei den Besuchern.

Trotz Regens gut gelaunte Besucher

Dem Wetter zum Trotz lief das Programm des Milchtags an der Frauengasse auch bei Regen rege weiter. Das Glücksrad drehte sich auch im nassen Zustand und sowohl kleine als auch große Besucher hatten großes Interesse an den Informationen und dem durch Jörg Herwegh geführten bunten Programm.

Bunt war übrigens sehr gefragt: Beim Kinderschminken wurden die tollsten Emotionen gezaubert: Marienkäfer, Fee, ein Drachengesicht. Die bunten Motive erfreuten die Kinder. Alles war möglich. Wobei, alles eigentlich doch nicht: Die einzige Prinzessin am Freitag in Wasserburg blieb die Milchprinzessin Carola Reiner.

Weil die Resonanz so enorm gut war sind die Verantwortlichen des Milchtags nicht abgeneigt davon, auch für das nächste Jahr erneut in der Altstadt aufzubauen. Dann allerdings mit einem großen Loch in der Wolkendecke. Damit die Sonne auch mal zu Besuch kommen kann.

Quelle: rosenheim24.de

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