Bürgerinitiative Wasserburger Land

Mit Hartnäckigkeit zum Erfolg?

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Keine großen Veränderungen: Die BI bleibt unter gewohnter Leitung, auch an den Schwerpunkten wird sich nicht viel ändern.
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Wasserburg – „Es gibt noch viel zu tun“! Da waren sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Wassrburger Land einig. Neben den Neuwahlen der Vorstandschaft standen bei der Mitgliederversammlung auch noch Deponie und unerlaubter Abfall auf dem Programm.

Seit 2012 gibt es die Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land e.V.. Schon von Anfang an hatte man sich gegen Pläne einer ansässigen Firma gewehrt, in Odelsham (Gemeindegebiet Babensham mit direkter Angrenzung zum Stadtgebiet Wasserburg) eine DK-1-Deponie zu schaffen. „Wir sind zwar mit unseren Petitionen vor dem Umweltausschuss des Landtages gescheitert, aber wir haben mit unserem Widerstand erreicht, dass dieses Thema noch nicht vom Tisch ist“, betonte Roger Diller, erster Vorsitzender und Initiator der BI.

Es wurde gewählt, doch die gleichen Themen brennen den Verantwortlichen der BI und den Mitgliedern unter den Nägeln. Vor allem dem Thema DK1-Deponie werde man weiter Zeit schenken.

Das derzeit laufende Planfeststellungsverfahren ziehe sich, der Bedarf einer DK-1-Deponie stehe weiter in Frage und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunen hätten auch weiterhin die Möglichkeit, Einwendungen zu machen. „Mit der baldigen Neuauslegung der Unterlagen ist es möglich, dass das Projekt nochmal genau beäugt wird“, zeigen sich die Mitglieder ebenso überzeugt wie die Vorstandschaft der BI. Seit Jahren werde darüber diskutiert, die Deponie-Pläne werden von vielen Mitstreitern der Bürgerinitiative mit Verachtung gestraft und der momentane Stand, dass eine erneute öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen bevorstehe, stimmte die Anwesenden bei der Mitgliederversammlung zufrieden. Immer noch nicht nachzuvollziehen sei der nicht notwendige grundsätzliche Abstand von Deponien zu Schulen, Krankenhäusern oder Kindergärten.

Mit einer Postkartenaktion, Infoständen in der Hofstatt in Wasserburg sowie aktuellen Planungen für Infoveranstaltungen zum Thema DK1-Deponie in Odelsham bleibt die Initiative ihrem Themaschwerpunkt treu.

Auch zeigten sich die Anwesenden sehr enttäuscht darüber, dass nach der Anzeige im Sommer gegen Unbekannt wegen unerlaubtem Abfall im Bereich Am Herder nicht mehr auf die Bürgeranliegen und Sorgen geachtet werde. Das Verfahren wurde eingestellt, ein Gutachter hatte zuvor den Boden auf dem betroffenen Areal untersucht, es sei fraglich, ob eine Verunreinigung des Grundwassers erfolgt sei, weitere Untersuchungen seien erforderlich, hieß es unter anderem in dem Abschlussgutachten. Mit diesem Ende der Ermittlungen wollen sich die Verantwortlichen der Bürgerinitiative nicht zufriedengeben. „Wir haben Beschwerde eingelegt und wollen, dass das nochmals überprüft wird“, betonte Roger Diller. Die Lagerung sei nicht korrekt von Statten gegangen, Fotos würden dies beweisen. Die Wertung des Gutachtens lasse eindeutig Zweifel zu, dass eine Gefährdung von Erdreich oder dem Grundwasser auszuschließen sei. Einige Anwesene fragen sich, wohin die Fässer, die auf einem öffentlich zugänglichen Areal Am Herder abgestellt waren, während der Ermittlungen hingebracht wurden und wohin der abgetragene Boden kam? Viele Fragen seien noch ungeklärt, man hoffe, dass bald Antwort wegen der eingereichten Beschwerde kommen werde, so die Vorstandschaft.

Neuwahlen rundeten Versammlung ab

Die Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land e.V. bleibt engagiert und voller Tatendrang. Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft wurde Roger Diller als 1. Vorsitzender sowie Hans Brunnlechner als stellvertretender Vorsitzender ebenso bestätigt wie Günter Kleitsch. Weiterhin als Kassier tätig sein wird Alexander Hartung. Die Aufgaben der Kassenprüfung übernehmen Gerda Brunnlechner und Steffi König. Als zusätzliche Beisitzer fungieren Brigitte Steinmaier und Liane Liebhaber-Keser.

Quelle: rosenheim24.de

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