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Traditions-Event in der Altstadt

Musikalische Samstage in Wasserburg brauchen Unterstützung: Wer es richten soll

Band by klang beim musikalischen Samstag
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Die Band ByKlang spielte 2022 in der Lederzeile. Finanziert würden die Musikalischen Samstage bisher vom Wirtschaftsförderungsverband.

Die musikalischen Samstage in Wasserburg brauchen finanzielle Unterstützung. Diese Lösung ist geplant.

Wasserburg - Sommer in Wasserburg: Das ist Nationenfest, Nachtflohmarkt und musikalischer Samstag. Nach zwei Jahren Pause konnten die Wasserburger 2022 endlich wieder bei guter Musik am Samstagvormittag in der Altstadt zusammen kommen. Bisher übernahm die Finanzierung vor allem der Wirtschaftsförderungsverein (WFV). Doch die Gewinne beim WFV gehen zurück, während die Kosten für die Konzerte steigen. Eine Lösung muss also her.

Aktion findet seit 2008 statt

Seit 2008 finden die musikalischen Samstage in Wasserburg statt. Die Idee dazu hatte Christine Deliano, gemeinsam mit Helmut Schedel organisierte sie im Startjahr acht Auftritte, mit großem Erfolg. „2009 hatten wir schon 31“, berichtet Deliano stolz. Seitdem konnten sich die Wasserburger über 30 bis 32 Konzerte in der Altstadt freuen. Sie prägen den Sommer in der Stadt. Nur 2020 und 2021 mussten die musikalischen Samstage wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

Die Band Funky Refletion spielte in der Hofstatt.

Motivation: „Die positive Stimmung der Stadt“

Neben Förderung durch Stadt und Landkreis übernahm bisher die Finanzierung der Konzerte der WFV. Wie so oft wirkt hier als stille Kraft im Hintergrund: Wolfgang Helmdach aus dem WFV-Büro. „Ich weiß auch nicht, warum ich mir so etwas immer wieder antue“, sagt Helmdach lachend, doch die musikalischen Samstage seien sein Herzensprojekt. Der WFV kann sie aber nicht mehr stemmen. Zu hoch die Kosten für Gage, GEMA-Gebühren und Strom.

„Die Gewinne, die der WFV durch die Veranstaltungen einnimmt, schmälern sich. Das muss man einfach so sagen“, gibt Helmdach zu, das liege auch Energiekrise, Corona und Inflation. Für den WFV, Helmdach und Deliano ist aber eines klar: „Wir wollen nicht, dass musikalische Samstage gestrichen werden müssen.“ Denn diese seien inzwischen eine Institution. „Natürlich ist es auch eine finanzielle Einnahmequelle“, sagt Deliano. Schließlich würden die Leute kommen und sich auch bewirten lassen in der Stadt und hier einkaufen. Dennoch ist die eigentliche Motivation für sie eine andere: „Es ist diese positive Stimmung in der Stadt.“

2019 entstand deshalb die Idee, einen Förderverein für die musikalischen Samstage zu gründen. Bisher wirkte dieser im Hintergrund, auch weil die Konzerte in den folgenden beiden Jahren ausfallen mussten. 2022 konnte aber der Großteil der Gage über 10.000 Euro vom Verein mittels Spendengeldern bezahlt werden, erzählt Helmdach, der auch als Vorsitzender des Vereins fungiert. „Für 2023 hoffen wir, dass es erneut klappt“, sagt er. Deshalb wolle er den Verein nun mehr an die Öffentlichkeit tragen. „Wir haben noch viel vor mit den musikalischen Samstagen“, so Helmdach.

Für das nächste Jahr seien schon viele Auftrittswünsche von Bands eingegangen. „ „250 Anfragen hatten wir in diesem Jahr“, erzählt Deliano, „mal schauen, wie viele es für nächstes Jahr werden.“ Auf jeden Fall sei es das Ziel, mehr Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Derzeit seien es 22. „Es wäre schön, wenn sich das bis nächstes Jahr auf 220 Mitglieder verzehnfacht“, sagt Deliano - damit die Samstage weiterhin von April bis Oktober die Stadt begeistern.

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